Chemo.PrO in Singen: Klinik testet digitale Vernetzung für sicherere Infusionen
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 20:37 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Hegau-Bodensee-Klinikum Singen testet erstmals das System Chemo.PrO unter realitätsnahen klinischen Bedingungen. Der Probelauf findet nach Angaben eines Berichts vom 31. Oktober 2026 zunächst außerhalb der direkten Patientenbehandlung statt, um die digitale Vernetzung im klinischen Umfeld zu überprüfen.
Ziel des Praxistests am Singener Klinikum ist es, verabreichte Medikamente, die klinische Software sowie Infusionspumpen digital miteinander zu verknüpfen. Durch diese Schnittstellen sollen potenzielle Fehlerquellen bei der Verabreichung minimiert und die Abläufe für Patienten im Klinikalltag deutlich sicherer gestaltet werden.
Kooperation zwischen Softwarehersteller und Medizintechnik
An der technischen Umsetzung des Chemo.PrO-Systems sind mehrere Partner beteiligt. Die Softwarekomponenten für das Vorhaben stellt das Unternehmen MPS aus Freiburg bereit. Die passenden Infusionspumpen, die über das System angesteuert und überwacht werden sollen, liefert der Medizintechnikhersteller Codan. Durch das Zusammenspiel beider Komponenten soll ein durchgängiger digitaler Prozess von der Verschreibung bis zur Infusion aufgebaut werden.
Das Vorhaben ist Teil der Biolago-Initiative „Smart Health Region 2025“. Finanziell unterstützt wird das Projekt über das europäische Förderprogramm Interreg VI Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein. An der grenzüberschreitenden Initiative arbeiten verschiedene Kliniken, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz eng zusammen, um digitale Innovationen im Gesundheitssektor voranzutreiben.
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Fokus auf kleinere und mittlere Krankenhäuser
Ein zentraler Aspekt des Vorhabens liegt in der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Einrichtungen im regionalen Gesundheitswesen. Nils Torke, Pressesprecher des Gesundheitsverbunds Landkreis Konstanz, erklärte dazu, dass die entwickelten Lösungen ausdrücklich auch für kleinere und mittlere Krankenhäuser nutzbar sein sollen. Damit zielt das Projekt darauf ab, moderne Sicherheitsstandards in der Krebstherapie nicht nur universitären Großzentren, sondern auch der breiteren regionalen Versorgungslandschaft zugänglich zu machen.
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Die Erprobung in Singen markiert dabei einen ersten praktischen Schritt, bevor das System in künftigen Phasen direkt im Behandlungsalltag erprobt werden kann.
