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China: 146 Apps mit schweren Datenschutzmängeln – MIIT verschärft Regeln

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 08:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Chinesische Behörden decken bei 146 Apps erhebliche Datenschutzmängel auf. Das MIIT verschärft Regeln gegen manipulative Werbung und kündigt strengere Kontrollen an.

China: 146 Apps wegen Datenschutzverstößen und irreführender Werbung gerügt
Ein Smartphone auf einem Schreibtisch, das abstrakte Datenvisualisierungen anzeigt, als Symbol für den Datenschutz bei Apps. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In der Volksrepublik China haben staatliche Aufsichtsbehörden eine großangelegte Prüfung mobiler Anwendungen durchgeführt und dabei bei insgesamt 146 Applikationen erhebliche Mängel beim Schutz personenbezogener Daten festgestellt.

Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, stehen insbesondere die Transparenz der Datenverarbeitung sowie manipulative Werbemechanismen im Fokus der Kritik. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) kündigte als Reaktion eine Verschärfung der Regulierungen an.

Systematische Mängel bei der Datenerhebung

Mitte August meldeten die chinesischen Behörden zunächst eine Liste von 75 Apps, darunter Anwendungen wie Change und ????, denen Verstöße beim Sammeln persönlicher Informationen vorgeworfen werden. Die Untersuchung ergab ein breites Spektrum an Defiziten: Bei 26 dieser Apps fehlten jegliche Hinweise auf Datenschutzrichtlinien, während 39 Betreiber darauf verzichteten, ihre konkreten Datenschutzpraktiken aufzulisten.

Besonders kritisch bewerteten die Kontrolleure die fehlende Einholung von Nutzerzustimmungen. Bei acht Anwendungen wurden Daten ohne Erlaubnis an Dritte weitergegeben, in vier Fällen begann die Datensammlung bereits, bevor eine Zustimmung überhaupt eingeholt wurde.

Zudem mangelte es an grundlegenden Kontrollfunktionen für die Anwender. So verfügten vier Apps nicht über Möglichkeiten zur Löschung oder Korrektur von Daten, fünf boten keine Widerrufsmöglichkeit für die Datennutzung an und eine Anwendung verwehrte die Abmeldung von personalisierter Werbung.

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Auch der Schutz von Minderjährigen wurde in fünf Fällen vernachlässigt. Trotz Aufforderungen zur Nachbesserung zeigten sich 24 dieser Apps bei einer erneuten Prüfung weiterhin als problematisch.

Weitere Verstöße bei Reise- und Lese-Apps

Parallel zu diesen Befunden wurde eine zweite Gruppe von 71 Anwendungen gemeldet, zu der unter anderem ???? und ?????? gehören. Auch in diesem Segment stellten die Behörden systematische Verstöße fest. Erneut waren fehlende Hinweise auf Datenschutzrichtlinien (26 Apps) sowie unzureichende Erklärungen zu den Praktiken (41 Apps) die häufigsten Beanstandungen.

In 14 Fällen wurde eine Weitergabe an Dritte ohne explizite Zustimmung moniert. Weitere Mängel betrafen das Fehlen von Sicherheitsmaßnahmen bei 13 Anwendungen sowie die Nutzung von Gesichtserkennung als einzige Identifikationsoption in einem Fall. Bei 17 dieser Programme konnten die Behörden auch nach einer Folgewertung keine ausreichebe Behebung der Mängel feststellen.

MIIT geht gegen manipulative Werbung vor

Flankierend zu den Datenschutzrügen hat das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) Maßnahmen gegen irreführende Werbeformate eingeleitet. Hintergrund sind vermehrte Beschwerden über sogenannte Sprungfenster und „Shake-to-Open“-Funktionen. Bei letzteren werden Nutzer oft ungewollt zu Werbeseiten oder anderen Applikationen weitergeleitet, sobald das Smartphone leicht bewegt wird.

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Betroffen von dieser Kritik sind unter anderem Apps wie ???? und ????. Experten zufolge verstoßen diese Mechanismen gegen den eigentlichen Willen der Nutzer. Das MIIT hat die Unternehmen nun aufgefordert, eine Selbstkorrektur vorzunehmen.

Um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen, kündigte das Ministerium eine regelmäßige Überwachung sowie strikte Strafen für künftige Verstöße an. Damit reagiert die Behörde auf die zunehmende Kritik an der Usability und der mangelnden Transparenz innerhalb des chinesischen App-Ökosystems.

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