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China-Behörde blockiert 71 Apps: Massive Datenschutzverstöße bei Fluglinien

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 17:57 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Chinesische Behörde stoppt 71 Apps wegen illegaler Datensammlung. Air China und Nine Air unter den betroffenen Diensten.

China blockiert 71 Apps: Massive Datenschutzverstöße aufgedeckt
Stilisierte digitales Vorhängeschloss umgeben von Datenströmen und Binärcode, symbolisiert Datenschutz und Cybersicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Chinas nationales Zentrum zur Bekämpfung von Computerviren (CVERC) hat am heutigen Samstag eine Liste mit 71 bis 72 mobilen Anwendungen veröffentlicht, die gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen. Betroffen sind unter anderem Dienste großer Fluggesellschaften und Finanzdienstleister.

Systematische Verstöße aufgedeckt

Die Untersuchung, die zwischen dem 16. April und dem 20. Mai 2026 durchgeführt wurde, förderte gravierende Mängel zutage. Zu den genannten Anbietern zählen Air China, Nine Air, Qingdao Air sowie die Kreditkarten-App der Guilin Bank. Auch die WeChat-Mini-Programme von Aihuishou und Ping An Securities wurden wegen Datenschutzverstößen gerügt.

Die Analyse offenbarte systemische Schwächen im Umgang mit Nutzerdaten. 26 Anwendungen zeigten beim Start keinen obligatorischen Hinweis auf die Datenschutzrichtlinie. Bei 41 Apps waren die Richtlinien unvollständig. Sechs Anwendungen verfügten über gar keine Datenschutzerklärung.

Technische Mängel im Detail

Die Behörde dokumentierte eine Reihe spezifischer Verstöße:

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Die chinesische Behörde CVERC hat 71 Apps wegen illegaler Datensammlung blockiert – darunter Air China und Nine Air. Fehlende Datenschutzerklärungen, unerlaubte Datenweitergabe und fehlende Verschlüsselung waren die Hauptverstöße. Dieser Report liefert Ihnen eine konkrete Checkliste und Audit-Anleitung, um Ihre eigenen Apps vor ähnlichen Sanktionen zu schützen. Jetzt kostenlosen Compliance-Report anfordern

  • Datenweitergabe ohne Zustimmung: 14 Apps gaben Daten unerlaubt an Dritte weiter. Zwei Anwendungen sammelten Informationen, bevor Nutzer überhaupt zustimmen konnten.
  • Fehlende Nutzerkontrolle: 20 Apps boten keine Möglichkeit, die Einwilligung zu widerrufen. Fünf Anwendungen erlaubten keine Löschung des Benutzerkontos.
  • Sicherheitslücken: 13 Apps verzichteten auf Verschlüsselung. Vier Anwendungen hatten keine speziellen Regeln für den Umgang mit Kinderdaten. Eine App setzte zudem eine erzwungene Gesichtserkennung ein.

In einem separaten Bericht, ebenfalls vom heutigen Samstag, wurden weitere 32 Apps und Software Development Kits (SDKs) wegen übermäßiger Berechtigungen und illegaler Datensammlung gemahnt.

Verschärfte Gangart der Behörden

Die aktuellen Funde sind Teil einer breiteren Offensive Pekings zur Verschärfung der Datensicherheit. Bereits am 21. Mai 2026 hatte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) 31 Apps und SDKs gemeldet, darunter Fengdu Novel, wegen illegaler Datensammlung und unerlaubter Auto-Verlängerungsdienste.

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Wiederholungstäter werden aus App-Stores entfernt – das zeigt die aktuelle Welle von 71 gesperrten Apps in China. Wer als Unternehmen mobile Anwendungen betreibt, muss jetzt Einwilligungsmanagement, Verschlüsselung und Löschprozesse auf den Prüfstand stellen. Unser Leitfaden zeigt Ihnen in drei Schritten, wie Sie Ihre Apps datenschutzkonform nachrüsten. App-Audit-Leitfaden jetzt sichern

Die Durchsetzung wird für Wiederholungstäter zunehmend strenger. Von einer früheren Gruppe mit 67 beanstandeten Apps haben 17 ihre Mängel nicht behoben und wurden inzwischen aus den App-Stores entfernt. Für die aktuell gemeldeten Anwendungen drohen ähnliche Konsequenzen, falls die geforderten Korrekturen ausbleiben.

Die Maßnahmen fallen in eine Zeit globaler Verschärfungen: Erst im Juni 2026 verabschiedete die EU den Digital Omnibus zur KI-Regulierung, Kanada brachte den Digital Safety Act auf den Weg. Der irische High Court bestätigte zudem eine Rekordstrafe von 530 Millionen Euro gegen TikTok, während Südkorea gegen Coupang wegen eines Datenlecks eine Milliardenstrafe verhängte.

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