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Chrome 150: Google schließt 433 Sicherheitslücken und integriert KI

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 13:47 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google veröffentlicht Chrome 150 mit 433 Sicherheitskorrekturen und integrierter KI. Manifest V2 wird endgültig eingestellt.

Chrome 150: Über 400 Sicherheitsfixes und lokale Gemini-KI
Stilisierte Browser-Oberfläche mit leuchtendem Code, '150'-Emblem, KI-Netzwerken und Sicherheitsschildern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google hat Chrome 150 veröffentlicht – mit über 400 Sicherheitsfixes und künstlicher Intelligenz direkt im Browser. Der Update-Marathon betrifft Windows, Linux, macOS und Android.

Die neue Version, die seit Anfang Juli 2026 ausgerollt wird, ist eine der umfangreichsten in der Geschichte des Browsers. Neben der Behebung von 433 Sicherheitslücken integriert Google erstmals seine Gemini-KI tief in die Browser-Architektur. Gleichzeitig vollzieht der Konzern den endgültigen Abschied von älteren Erweiterungsstandards.

Hunderte Sicherheitslücken geschlossen

Von den behobenen Schwachstellen gelten 20 als kritisch, 57 als gefährlich. Besonders häufig fanden sich sogenannte Use-After-Free-Fehler – allein 13 davon in den Komponenten Ozone und Views. Externe Sicherheitsforscher kassierten dafür insgesamt 319.000 US-Dollar Prämie. Ein einzelner Fehler in der ANGLE-Grafikengine brachte einem Entdecker 250.000 Dollar ein.

Doch die meisten Lücken entdeckte Googles internes Team – unterstützt durch KI-gestützte Analysewerkzeuge. Branchenbeobachter sehen darin einen wachsenden Trend: Maschinelles Lernen beschleunigt die Fehlersuche massiv.

Parallel dazu schloss Google eine Sicherheitslücke in seinen eigenen KI-Programmierwerkzeugen. Die als GhostApproval bekannte Schwachstelle nutzte eine Symlink-Technik aus und hätte entfernte Codeausführung ermöglichen können.

Gemini Nano: KI läuft jetzt lokal im Browser

Die wohl auffälligste Neuerung ist die Integration von Gemini Nano. Desktop-Nutzer erhalten damit eingebaute KI-Funktionen direkt im Browser – ohne Cloud-Anbindung. Übersetzungen, Zusammenfassungen und multimodale Abfragen für Texte und Bilder laufen komplett auf dem Gerät.

Derzeit unterstützt die Zusammenfassungsfunktion Englisch, Japanisch, Spanisch, Deutsch und Französisch. Voraussetzung ist ein Download von rund vier Gigabyte – aktuell nur für Desktop-Systeme verfügbar.

Das Ende von Manifest V2

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Mit Chrome 150 zieht Google einen Schlussstrich: Manifest-V2-Erweiterungen werden blockiert, die bisherige Umgehungsmöglichkeit über ein Flag ist entfernt. Der Umstieg auf Manifest V3 ist damit für alle Nutzer verpflichtend.

Sicherheitsexperten reagieren darauf mit angepassten Schutzmechanismen. Der bekannte Werbeblocker uBlock Origin hat seine Filterlisten erweitert, um die Infrastruktur hinter ClickFix-Angriffen zu blockieren – einer Betrugsmasche, deren Erkennungsrate im ersten Halbjahr 2026 drastisch gestiegen ist.

Quantensicherheit und HTTPS-Pflicht

Technisch unter der Haube setzt Chrome 150 auf ML-DSA-quantenresistente Signaturen – ein wichtiger Schritt für die Zukunftssicherheit. Zudem weitet Google den HTTPS-First-Schutz für Nutzer mit erweiterten Sicherheitseinstellungen aus.

Android: Neue Oberfläche, bekannte Probleme

Die Android-Version bringt frische Bedienelemente: Ein eigener Zurück-Button in der Symbolleiste, die Umbenennung der Info-Schaltfläche in „Seitensteuerung" im Menü und die Umstellung von „Zum Startbildschirm hinzufügen" auf „Installieren und Verknüpfung erstellen".

Allerdings kämpft Google mit zwei gemeldeten Fehlern: Downloads verschwinden von Geräten, und die Videosteuerung funktioniert nicht einwandfrei. Beide Probleme werden derzeit untersucht.

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Ausblick: macOS Monterey verabschiedet sich

Chrome 150 ist die letzte Version, die macOS 12 Monterey unterstützt. Bereits Ende Juli 2026 soll Chrome 151 folgen. Parallel dazu hat Palo Alto Networks sein monatliches Sicherheitsupdate veröffentlicht – mit über 130 Schwachstellen in Chromium-basierten Produkten.

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