Chrome, Gemini

Chrome: Gemini verwaltet Tabs direkt im Browser – erste Tests

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 00:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google testet Gemini-Integration in Chrome zur Tab-Verwaltung und -Analyse. Neue KI-Funktionen für Docs, ChromeOS und Vids sowie ein Premium-Abo werden eingeführt.

Gemini in Chrome: KI-Assistent verwaltet Tabs und analysiert Inhalte
Digitale Oberfläche mit vernetzten Browser-Tabs und subtiler KI-Gehirn-Überlagerung, symbolisiert intelligentes Tab-Management und KI-Integration. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Gemini-Chatbot soll künftig direkt in Chrome helfen, geöffnete Tabs zu verwalten und zu analysieren.

Die neue Funktion befindet sich derzeit in der Testphase über den experimentellen Kanal Chrome Canary. Nutzer können dort mit einem Rechtsklick auf eine Tab-Gruppe Gemini bitten, deren Inhalte zusammenzufassen oder gezielt Fragen zu den geöffneten Webseiten zu beantworten. Der Assistent hilft zudem beim Organisieren – etwa durch An- oder Lösen von Tabs.

Unterstützt werden Windows, Mac, Linux, ChromeOS und Android. Die Funktion ist noch nicht standardmäßig aktiviert, sondern muss manuell über ein Software-Flag in der Experimentalversion freigeschaltet werden.

Vom Browser zum persönlichen Assistenten

Die Tab-Verwaltung ist Teil einer größeren Entwicklung hin zum sogenannten "Agentic Web". Dahinter steckt die Idee, dass KI-Agenten selbstständig Aufgaben für Nutzer erledigen – etwa Formulare ausfüllen, Preise vergleichen oder Termine buchen.

Parallel dazu testet Google die Funktion "Find and Fill with Gemini" : Ein erweiterter Autofill-Mechanismus, der Daten aus Gmail, Google Fotos und anderen verbundenen Diensten abruft, um Webformulare automatisch auszufüllen. Dabei werden Seiten-Titel und URLs an Google übermittelt – das Unternehmen betont jedoch, dass diese Daten nicht für das KI-Training verwendet werden.

Gemini erobert den Workspace

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Im Juli 2026 hat Google die Gemini-Unterstützung in Google Docs um elf weitere Sprachen erweitert, darunter Mandarin, Niederländisch, Türkisch und Polnisch. Neue Funktionen wie "Match Writing Style" und "Help me create" rollten ab dem 15. Juli für Nutzer mit Schnellfreigabe aus.

Weitere Neuerungen:

  • ChromeOS 150: Integriert Gemini in Classroom-Management-Tools. Lehrer können mit "Guided Learning" -Modi die Gerätenutzung einschränken.
  • Google Vids: Die Videoplattform nutzt seit dem 16. Juli das Gemini-Omni-Modell für textbasierte Videobearbeitung – etwa Farbkorrektur oder Hintergrundentfernung.
  • Gemini Spark: Ein persönlicher KI-Agent, der im Hintergrund Dokumente bearbeitet und Kommentare liest – seit dem 16. Juli für professionelle Abonnenten in den USA verfügbar.

Premium zum Premium-Preis

Für die leistungsstärksten KI-Funktionen hat Google ein neues Abo-Modell eingeführt: Google AI Ultra für umgerechnet rund 92 Euro pro Monat. Es bietet 20 Terabyte Speicher und Zugriff auf fortschrittliche Videogenerierungsmodelle.

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Regulatorische Wolken am Horizont

Die rasante technologische Entwicklung fällt in eine Zeit intensiver regulatorischer Debatten. Berichten zufolge haben Google und Apple Datenschutzbedenken gegenüber EU-Regeln angemeldet, die mobile Betriebssysteme verpflichten könnten, konkurrierenden KI-Assistenten bis August 2027 Zugriff auf interne Funktionen und Suchdaten zu gewähren.

Unterdessen zeigen Studien erste Auswirkungen der KI-Integration auf das Surfverhalten: Die Einbindung von KI-Übersichten in die Google-Suche hat demnach die Klickraten von Publishern um fast 40 Prozent sinken lassen. Ein Trend, der Verlage und Content-Anbieter zunehmend unter Druck setzt.

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