Chrome, On-Device-AI

Chrome On-Device-AI: Google fordert 20 GB Speicher für Gemini Nano

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 21:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google verlangt für lokale Chrome-KI 20 GB freien Speicher. Die On-Device-Modelle belegen nach Installation dauerhaft rund 4 GB.

Chrome-KI Gemini Nano: Google erhöht Speicheranforderungen auf 20 GB
Ein moderner Laptop-Bildschirm mit einer abstrakten Darstellung neuronaler KI-Netzwerke in einer professionellen Arbeitsumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google hat die technischen Anforderungen für die Integration lokaler Künstlicher IntelligenZ (KI) in seinem Webbrowser Chrome präzisiert. Aus aktualisierten Support-Dokumenten geht hervor, dass für die Bereitstellung von On-Device-Modellen wie Gemini Nano ein freier Speicherplatz von etwa 20 Gigabyte auf dem Systemlaufwerk erforderlich ist. Diese Anforderung markiert eine deutliche Steigerung der Ressourcenansprüche gegenüber herkömmlichen Browser-Installationen.

Ressourcenbedarf und Hardware-Voraussetzungen

Die Bereitstellung lokaler KI-Funktionen führt dazu, dass die Anforderungen an die Endgeräte der Nutzer erheblich steigen. Während eine Standard-Installation des Chrome-Browsers bisher lediglich rund 1,5 Gigabyte Speicherplatz beanspruchte, verlangt die Aktivierung der neuen KI-Komponenten nun das Vielfache dieser Kapazität. Obwohl für den Download und den initialen Einrichtungsprozess ein Puffer von 20 Gigabyte gefordert wird, belegen die KI-Modelle nach Abschluss der Installation laut technischen Berichten dauerhaft etwa 4 Gigabyte Speicherplatz.

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Neben dem reinen Speicherplatz knüpft Google den Zugriff auf diese Funktionen an weitere Bedingungen. So ist der Download der Modelle nur dann möglich, wenn das Endgerät über eine ausreichende Hardware-Leistung verfügt. Zudem setzt der Konzern eine unbegrenzte Internetverbindung für den Datentransfer voraus. Erfüllt ein System diese spezifischen Voraussetzungen nicht, unterbleibt der automatische Bezug der KI-Komponenten.

Lokale Verarbeitung und technische Umsetzung

Die On-Device-KI in Chrome zielt darauf ab, rechenintensive Prozesse direkt auf der Hardware des Nutzers auszuführen, statt diese in externe Rechenzentren auszulagern. Ein zentraler Bestandteil dieser Architektur ist die sogenannte Embedding API, welche die lokale KI-Verarbeitung ermöglicht. Ein wesentliches Element dieser Bereitstellung ist die Datei „weights.bin“, die für den Betrieb der Modelle notwendig ist.

In den vergangenen Tagen sorgte der automatische Download dieser rund 4 Gigabyte großen Datei jedoch für Diskussionen. Nutzer kritisierten den ungefragten Datenbezug, der ohne explizite vorherige Zustimmung eingeleitet wurde. Die Kritik richtete sich vor allem gegen die unerwartete Belegung von Speicherressourcen und Bandbreite.

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Steuerung und Deaktivierung durch den Nutzer

Um der Kritik entgegenzuwirken und Nutzern mehr Kontrolle über ihre Systemressourcen zu geben, bietet Google Möglichkeiten zur Verwaltung der KI-Funktionen an. In den Browsereinstellungen kann die On-Device-KI über den Pfad „Einstellungen“, „System“ und anschließend „On-device AI“ vollständig deaktiviert werden.

Fachmedien weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein rein manuelles Löschen der heruntergeladenen Modelldaten nicht dauerhaft wirksam ist. Sofern die entsprechende Option in den Systemeinstellungen weiterhin aktiv bleibt, initiiert der Browser nach einer Löschung der Datei automatisch einen erneuten Download. Um die KI-Komponenten vollständig und dauerhaft vom System zu entfernen, müssen Anwender zunächst die On-Device-Option in den Einstellungen deaktivieren und erst im Nachgang die bereits heruntergeladenen Dateien manuell löschen.

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