Chronische, Leiden

Chronische Leiden: PANDORA-Projekt mit 1,51 Mio. Euro erforscht Therapietreue

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 19:10 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Brandenburg bĂŒndelt medizinische Forschungskompetenz in Cottbus, wĂ€hrend neue digitale TherapieansĂ€tze und Klinikschließungen die Gesundheitslandschaft prĂ€gen.

Brandenburgs Gesundheitsforschung: Neue Allianzen und digitale Projekte
Ein Team von Wissenschaftlern arbeitet in einem modernen Labor an medizinischen GerĂ€ten und Materialien, symbolisierend Gesundheitsforschung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Gesundheitsforschung im Land Brandenburg baut auf enge Kooperationen zwischen Medizin, Naturwissenschaften und Ingenieurwesen. Ziel ist es, die regionale Versorgung zu verbessern und wissenschaftliche Innovationen voranzutreiben.

Cottbus wird zum Knotenpunkt

Ein zentraler Baustein der Strategie ist die Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), der Brandenburgischen Technischen UniversitĂ€t Cottbus-Senftenberg (BTU) und dem Fraunhofer-Institut fĂŒr Angewandte Polymerforschung (IAP). Bei einem Vernetzungstreffen am 7. Juli 2026 in Cottbus einigten sich die Partner darauf, interdisziplinĂ€re Forschungsprojekte und gemeinsame VerbundantrĂ€ge zu forcieren.

Die Schwerpunkte liegen auf innovativen Materialien und Verfahren in der regenerativen Medizin sowie im Medical Engineering. Durch die BĂŒndelung von Materialforschung und klinischer Anwendung soll der Transfer von Erkenntnissen in die Praxis beschleunigt werden.

Digitale Hilfe fĂŒr chronisch Kranke

Parallel zur strukturellen Vernetzung rĂŒcken neue ForschungsansĂ€tze fĂŒr chronische Leiden in den Fokus. Das Projekt PANDORA unter Leitung des UniversitĂ€tsklinikums Essen untersucht die Ursachen fĂŒr hohe Abbruchraten bei digitalen Gesundheitsangeboten. Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) fördert das Vorhaben bis Mai 2029 mit 1,51 Millionen Euro. Ziel ist es, die Therapietreue der Patienten zu steigern.

Auch in der Kardiologie werden systemĂŒbergreifende AnsĂ€tze verfolgt. Im Exzellenzcluster LeiCeM der UniversitĂ€t Leipzig untersuchen Mediziner die ZusammenhĂ€nge zwischen Stoffwechselstörungen und Herzerkrankungen. KĂŒnstliche Intelligenz und digitale Zwillinge sollen neue PrĂ€ventions- und Therapiestrategien fĂŒr das metabolische Syndrom und den kardiogenen Schock liefern.

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Klinische Berichte aus Erlangen zeigen zudem Fortschritte in der Schmerztherapie: Bei Patienten mit diabetischer Polyneuropathie erzielte die RĂŒckenmarkstimulation eine signifikante Schmerzlinderung.

Krankenhausreform trifft Brandenburg hart

Trotz der wissenschaftlichen Fortschritte steht die Gesundheitslandschaft in Brandenburg vor erheblichen Einschnitten. In Potsdam haben zwei große KrankenhĂ€user angekĂŒndigt, Leistungen einzuschrĂ€nken. Ab dem 1. August 2026 schließt das Klinikum Ernst von Bergmann die Abteilungen fĂŒr OrthopĂ€die und GefĂ€ĂŸchirurgie. Zwölf Arztstellen sind betroffen.

Parallel dazu stellt das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus die Bereiche Neurologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe ein. Das hat Auswirkungen auf rund 50 Mitarbeitende.

ZusĂ€tzliche Spannungen gibt es beim Ă€rztlichen Bereitschaftsdienst. Die KassenĂ€rztliche Vereinigung (KV) Brandenburg schließt HonorarĂ€rzte (PoolĂ€rzte) vom Bereitschaftsdienst aus. Grund sind ungeklĂ€rte Fragen zur Sozialversicherungspflicht. Die KV fordert eine gesetzliche Klarstellung durch die Bundesregierung.

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Nachwuchs und Transfer im Fokus

Um die Zukunft der medizinischen Forschung zu sichern, gewinnen Mentoring-Programme an Bedeutung. An der Medizinischen FakultĂ€t Magdeburg startete am 16. Juni 2026 eine Initiative fĂŒr junge Ärztinnen, Ärzte und Forschende. Das Programm ist Teil des „Basic Clinician & Medical Scientist“-Konzepts und bietet individuelles Mentoring sowie Workshops zur Karrierebegleitung.

Auf politischer Ebene mahnt die Hochschulallianz fĂŒr den Mittelstand (HAfM) Reformen an. In einem Positionspapier vom 6. Juli 2026 fordert sie durchgĂ€ngige Förderketten und eine stĂ€rkere Verwertungsorientierung. Basis ist eine evaluation von 88 Förderprogrammen. Ziel: Innovationen von Hochschulen fĂŒr Angewandte Wissenschaften (HAW) und kleinen sowie mittleren Unternehmen (KMU) sollen schneller den Markt erreichen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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