Claude Code 2.1.307: Anthropic stoppt doppelte MCP-Aufrufe nach Abbruch
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 08:22 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas KI-Unternehmen Anthropic hat ein Update für sein Entwicklerwerkzeug Claude Code veröffentlicht, das ein potenziell schwerwiegendes Problem bei der Ausführung von Befehlen über das Model Context Protocol (MCP) adressiert.
Mit der Version 2.1.307 wird ein Fehler behoben, der dazu führen konnte, dass HTTP-basierte MCP-Toolaufrufe versehentlich zweifach gesendet wurden. Dieses Verhalten trat auf, wenn die Verbindung während eines laufenden Aufrufs unerwartet abbrach.
Wie aus einem Branchenbericht vom 23. Oktober 2026 hervorgeht, schränkt Anthropic automatische Wiederholungsversuche nun strikt ein. Künftig werden Anfragen nach einem Verbindungsabbruch nur noch dann automatisch wiederholt, wenn das jeweilige Werkzeug ausdrücklich als schreibgeschützt oder idempotent eingestuft ist.
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Als idempotent gelten Aktionen, die ohne Nebeneffekte und ohne Veränderung des Systemzustands mehrfach ausgeführt werden können. Bei schreibenden oder zustandsverändernden Befehlen verhindert die Änderung, dass unkontrollierte Doppelbuchungen oder ungewollte Datenänderungen auf externen Systemen ausgelöst werden.
Aus den Veröffentlichungshinweisen geht allerdings nicht hervor, welche spezifischen Dienste von dem Verhalten betroffen waren. Auch zur Häufigkeit, mit der dieser Fehler in der Praxis auftrat, machte Anthropic laut dem Bericht keine näheren Angaben.
Zahlreiche Verbesserungen bei Sitzungsverwaltung und Systemintegration
Neben der Korrektur bei den Toolaufrufen enthält Claude Code 2.1.307 eine Reihe weiterer Fehlerbehebungen, die vor allem die Stabilität im Zusammenspiel mit Betriebssystemen und Sitzungen betreffen. Ein Problem unter macOS wurde bereinigt, bei dem ein gesperrter macOS-Schlüsselbund dazu führte, dass MCP-Server fälschlicherweise als authentifizierungspflichtig dargestellt wurden.
Ebenso korrigiert das Update ein Fehlverhalten unter macOS und Linux, durch das Verbindungen nach dem Aufwachen des Rechners aus dem Ruhezustand dauerhaft und fälschlich als fehlgeschlagen markiert blieben.
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Darüber hinaus umfasst die neue Version Anpassungen bei der Verwaltung von Arbeitssitzungen. Nutzer von Cloud-basierten oder selbst gehosteten Umgebungen standen zuvor vor dem Problem, dass Sitzungsinhalte, die über den Befehl /clear geleert worden waren, nach einem Neustart des Systems wieder auftauchten. Dieser Zustand wird nun verhindert.
Zudem verbessert das Update die Transparenz bei Sicherheitsfreigaben: In der Übersicht für abgewiesene Berechtigungen wird Entwicklern ab sofort der konkrete Shell-Befehl angezeigt, dessen Ausführung verweigert wurde, was die Fehlersuche bei Sicherheitsrichtlinien erleichtern soll.
