Claude Managed Projects: KI organisiert Aufgaben ab sofort selbst
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 15:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der KI-Entwickler Anthropic erprobt eine neue Funktion, die Claude in die Lage versetzen soll, Aufgaben eigenständig zu organisieren und auszuführen.
Managed Projects: Claude übernimmt die Kontrolle
Die interne Testphase für die sogenannten „Managed Projects" läuft seit dem 22. Juli. Dabei können Nutzer zwischen Standard-Projekten und einer verwalteten Version wählen. In letzterer ist Claude befugt, Aufgaben selbstständig zu strukturieren, langfristige Kontextinformationen zu behalten und Arbeiten nach Zeitplan auszuführen. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum steht noch aus.
Die Entwicklung markiert einen strategischen Schritt hin zu mehr Autonomie für KI-Assistenten. Statt nur auf Befehle zu warten, soll Claude künftig den logistischen Overhead komplexer Workflows übernehmen – inklusive der eigenständigen Organisation von Unteraufgaben.
Claude Cowork: KI lernt durch Zuschauen
Parallel dazu hat Anthropic am 21. Juli eine „Record a skill"-Funktion im Claude-Cowork-Interface gestartet. Nutzer zeichnen ihren Bildschirm auf und sprechen die jeweiligen Arbeitsschritte ein. Claude analysiert Mausbewegungen, Tastatureingaben und die Sprachaufnahme – und verwandelt die Demonstration in eine wiederverwendbare, automatisierte Fähigkeit.
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Die Funktion steht Abonnenten der Pläne Pro, Max und Team über die Claude-Desktop-App zur Verfügung. Aktuell ist sie auf macOS beschränkt, eine Windows-Version soll später folgen. Das Ziel: Auch Nutzer ohne Programmierkenntnisse sollen repetitive digitale Abläufe automatisieren können.
Milliarden-Joint-Venture für KI-Infrastruktur
Die Expansion von Claudes Fähigkeiten wird durch massive Kapitalinvestitionen untermauert. Am 22. Juli gaben Anthropic und Blackstone die Gründung von Ode bekannt – einem Joint Venture im Wert von 1,5 Milliarden Euro. Ziel ist die Integration von KI in Großunternehmen. Beteiligt sind auch Hellman & Friedman sowie Goldman Sachs. Ode hat zudem das Startup Fractional AI mit seinen 100 Ingenieuren übernommen, um die Umsetzung zu beschleunigen.
Drittanbieter-Integrationen wachsen
Auch die Infrastruktur für autonome KI-Agenten wird ausgebaut. Webflow hat Anfang der Woche sein Model Context Protocol (MCP) 2.0 vorgestellt. Es führt Governance- und Markenrichtlinien für KI-generierte Websites ein. Über 30 Prozent der Webflow-Unternehmenskunden nutzen bereits MCP – fast 90 Prozent davon verbinden sich über Claude.
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Der Sicherheitsanbieter Druva hat am 21. Juli seine „AI Resilience"-Funktionen vorgestellt. Sie bieten Backup- und Governance-Dienste speziell für Claude Code und Microsoft Copilot. Geschützt werden Prompts, Antworten und die Kontextdaten, die KI-Agenten verwenden.
Google Cloud hat Mitte Juli Claude-Modelle in seinen Agent Platform Model Garden aufgenommen. Unternehmen erhalten damit Enterprise-Kontrollen wie Identity and Access Management (IAM) und Virtual Private Cloud (VPC)-Konfigurationen für den Betrieb von Anthropic-Modellen.
Epiq startet KI-gestützte Rechtsworkflows
Bereits am 21. Juli kündigte Epiq den Early Access für sein Programm „AI Accelerate" an. Es bettet Claude in automatisierte eDiscovery-Workflows für juristische Aufgaben ein. Der Rollout soll im August 2026 beginnen.
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