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Claude Money: Anthropic gibt KI Zugriff auf Bankkonten

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 03:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Anthropic erprobt Claude Money mit ausgewählten Partnern: Die KI soll Kontodaten auswerten, aber keine Überweisungen oder Zahlungen auslösen.

Anthropic testet Claude Money für persönliche Finanzanalysen
Ein minimalistischer, moderner Banktresor-Korridor mit polierten Betonwänden und kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Das US-amerikanische KI-Unternehmen Anthropic bereitet die Einführung eines neuen Werkzeugs namens Claude Money vor. Wie Medien am 18. September 2026 berichteten, soll die Anwendung KI-Agenten den direkten Zugriff auf Bankkonten von Nutzern ermöglichen, um detaillierte Finanzabfragen zu beantworten.

Nutzer können demnach ihre Konten anbinden und die Künstliche Intelligenz zu Ausgabenmustern, Finanzplanungen sowie weiteren finanziellen Fragen konsultieren.

Entdeckt wurde die Neuerung durch den Account TestingCatalog auf der Plattform X innerhalb der iOS-App von Claude, wo die Funktion im Bereich für Chats getestet wird. Derzeit läuft die Erprobung in einem begrenzten Modus mit einer kleinen Gruppe ausgewählter Finanzpartner.

Weder ein konkreter Startzeitpunkt noch die unterstützten Institute oder Länder stehen bislang fest; Branchenbeobachter halten einen anfänglichen Rollout ausschließlich in den USA für wahrscheinlich.

Leserechte ohne Transaktionsbefugnis

Claude Money soll nach der Verknüpfung Einblick in Kontostände, Transaktionsverläufe, Händlerangaben, Einkommensströme, bestehende Abonnements sowie zugehörige Metadaten erhalten.

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Ausdrücklich ausgeschlossen bleibt nach Unternehmensangaben der Zugriff auf Benutzernamen oder Passwörter. Auch aktive Bankgeschäfte wie Überweisungen oder das Bezahlen von Rechnungen können über die Schnittstelle nicht veranlasst werden; das System agiert rein informativ.

Genauere Details zu den eingesetzten Verschlüsselungsstandards und den genauen Datenzugriffswegen sind derzeit noch unklar. Sicherheitsexperten verweisen in diesem Zusammenhang auf die Risiken einer zunehmenden Datenzentralisierung. Die Bündelung sensibler Finanzdaten an einer zentralen Schnittstelle erhöhe potenziell die Angriffsfläche für Betrug, Phishing und Identitätsdiebstahl.

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Hinsichtlich des Datenschutzes nutzt Anthropic nach eigenen Angaben reguläre Chats von Endverbrauchern für das Modelltraining. Die Rohdaten externer Schnittstellenverbindungen seien von diesem Training gegenwärtig jedoch ausgenommen.

Wettbewerb im Finanzbereich nimmt zu

Mit dem Schritt reagiert Anthropic auf Entwicklungen im Marktumfeld. Der Konkurrent OpenAI bietet mit ChatGPT Finances bereits ein vergleichbares Finanzfeature an, das über den Dienstleister Plaid mit mehr als 12.000 US-Finanzinstitutionen verknüpft ist.

Zeitgleich mit den Berichten über Claude Money kündigte Anthropic zudem die Lösung Claude for Financial Advisors an, die sich speziell an Finanzberater richtet. Trotz des rasanten Ausbaus der eigenen Produktpalette mahnte Anthropic-Chef Dario Amodei unlängst zur Vorsicht: Die gesamte KI-Industrie müsse ihr Tempo drosseln, da unkontrollierte KI-Schwärme bereits in sechs Monaten die Kontrolle über das Internet übernehmen könnten.

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