Claude, Sprachsteuerung

Claude Sprachsteuerung: Anthropic integriert Gmail, Slack und Canva

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 22:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Claude erhält eine neue Sprachschnittstelle mit Zugriff auf Opus, Sonnet und Haiku sowie Integrationen in Gmail und Slack.

Anthropic ĂĽberarbeitet Claude: Sprachsteuerung fĂĽr alle KI-Modelle
Smartphone mit digitaler Schallwellen-Oberfläche auf modernem Schreibtisch, KI-Sprachtechnologie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Anthropic hat seine Sprachschnittstelle fĂĽr den KI-Assistenten Claude grundlegend ĂĽberarbeitet. Der Update bringt schnellere Reaktionszeiten und UnterstĂĽtzung fĂĽr alle aktuellen KI-Modelle.

Die am Donnerstag veröffentlichte Beta-Version ermöglicht erstmals die Nutzung der gesamten Modellpalette – von der Hochleistungsvariante Opus über das ausgewogene Sonnet bis zum schlanken Haiku – per Sprachbefehl. Das System wählt automatisch das Modell, das der Nutzer zuletzt im Text-Chat verwendet hat. Das sorgt für einen nahtlosen Wechsel zwischen den Interaktionsformen.

NatĂĽrlichere Unterhaltungen, aber noch nicht perfekt

Die technischen Verbesserungen zielen vor allem auf flüssigere Dialoge ab. Anthropic verspricht schnellere Antwortzeiten und eine natürlichere Sprachmelodie. Allerdings bleibt die Architektur weiterhin auf Turn-Basis ausgelegt – gleichzeitiges Sprechen von Mensch und Maschine ist nicht möglich.

Ein Manko: Die automatische Spracherkennung fehlt noch. Nutzer müssen die gewünschte Sprache manuell einstellen. Immerhin unterstützt Claude nun zehn Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Hindi, Indonesisch und brasilianisches Portugiesisch.

Produktivitäts-Boost per Sprachbefehl

Ein zentrales Feature des Updates ist die Anbindung an populäre Drittanbieter-Tools. Claude kann jetzt per Sprachsteuerung auf Gmail, Google Kalender, Slack, Canva und Notion zugreifen. Nutzer können Termine abfragen, E-Mails diktieren oder Design-Aufgaben in Canva starten – alles ohne Tastatur.

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Parallel dazu führte Anthropic eine Funktion namens „Teach a Skill“ ein. Damit lassen sich wiederkehrende, spezialisierte Aufgaben per natürlicher Sprache trainieren. Programmierkenntnisse oder komplexe Konfigurationen sind nicht nötig. Verfügbar ist die Funktion für Abonnenten der Pläne Pro, Max und Team.

Gestaffelter Zugang und neue Preisstruktur

Die Sprach-Beta steht grundsätzlich allen Nutzern offen – allerdings mit Einschränkungen. Free-User sind auf das Haiku-Modell beschränkt und dürfen nur eine einzige externe Anwendung anbinden. Erst mit den kostenpflichtigen Plänen Pro, Max und Team gibt es Zugriff auf die leistungsstärkeren Modelle Opus und Sonnet.

Zum gleichen Zeitpunkt beendete Anthropic eine langlaufende Gratis-Aktion für das Claude Fable 5-Modell. Dieses ist nun primär über die Max-Pläne (zwischen 100 und 200 Euro monatlich) sowie den Team-Premium-Tarif verfügbar.

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Milliarden-Investition in KI-Infrastruktur

Die Software-Updates folgen auf einen strategischen Hardware-Deal: Am Mittwoch gab Anthropic bekannt, GPU-Kapazitäten von bis zu zwei Gigawatt bei AMD zu kaufen. Zum Einsatz kommen die AMD Instinct MI450-Beschleuniger. Das erste Gigawatt soll in der ersten Jahreshälfte 2027 betriebsbereit sein.

AMD beteiligt sich im Gegenzug mit bis zu fünf Milliarden US-Dollar (rund 4,6 Milliarden Euro) an Anthropic. Die Unternehmen vereinbarten eine mehrjährige technische Zusammenarbeit zur Optimierung der Claude-Modellfamilie für AMD-Hardware. AMD selbst will Claude künftig intern einsetzen.

Die Partnerschaft ergänzt bestehende Hardware-Beziehungen zu Google, Broadcom und Nvidia. Anthropic baut damit seine Recheninfrastruktur massiv aus – ein klares Signal im Wettrennen um die leistungsfähigsten KI-Modelle.

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