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Claude-Studie: 35% der Nutzer fürchten KI-Übernahme ihrer Jobs

Veröffentlicht: 29.06.2026 um 12:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Anthropic-Studie zeigt: Jeder Dritte erwartet die Übernahme der meisten Aufgaben durch KI im nächsten Jahr. Berufseinsteiger besonders verunsichert.

KI-Studie: 35 Prozent sehen Job-Risiko durch Claude bis 2027
Menschliche Hand interagiert mit leuchtendem digitalem Interface, überlagert mit neuronalem Netz, symbolisiert KI und Arbeitsautomatisierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

700 Beschäftigten zeichnet ein dramatisches Bild der Arbeitswelt: 35 Prozent der Nutzer des KI-Assistenten Claude glauben, dass künstliche Intelligenz bereits im kommenden Jahr den Großteil ihrer Aufgaben übernehmen wird.

Der am heutigen Montag veröffentlichte „Anthropic Economic Index Report“ zeigt, dass die Hälfte der befragten Nutzer bereits jetzt 50 Prozent oder mehr ihrer Tätigkeiten an die KI delegiert. Vier Prozent sind sogar der Überzeugung, dass die Technologie ihren gesamten Job schon heute erledigen könnte.

Produktivitätssprung durch KI-Integration

Die Studie belegt, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz längst nicht mehr experimentellen Charakter hat. Rund 93 Prozent aller Unterhaltungen zwischen Nutzern und dem Claude-Modell führen zu konkreten Arbeitsergebnissen. Besonders bemerkenswert: Diejenigen, die am intensivsten mit der KI zusammenarbeiten, zeigen die größte Zuversicht in Bezug auf ihre berufliche Zukunft.

Bestimmte Aufgabenbereiche sind bereits stark automatisiert. So werden 82 Prozent aller Datenbankabfragen, 81 Prozent der Blogartikel-Entwürfe und 80 Prozent der Marketing-Inhalte von KI erstellt. In Indien liegt der Schwerpunkt auf akademischer Unterstützung – Hausaufgaben machen dort 7,9 Prozent der Nutzung aus, gefolgt von Webentwicklung mit 5,1 Prozent.

Generationenkonflikt am Arbeitsmarkt

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Die Entwicklung hin zur autonomen Aufgabenverwaltung spaltet die Belegschaft. Während erfahrene Fachkräfte, die KI intensiv in ihre Arbeit integrieren, optimistisch in die Zukunft blicken, zeigt die Umfrage: Berufseinsteiger haben die größten Ängste vor den Auswirkungen der Technologie.

Interessanterweise bleibt die klassische Hochschulbildung trotz aller Umbrüche gefragt. Eine globale Befragung von über 600 Personalverantwortlichen ergab, dass 99 Prozent weiterhin an den Wert eines Management-Studiums glauben. Mehr als die Hälfte der Recruiter gab an, dass ein wirtschaftswissenschaftlicher Abschluss durch den Aufstieg der KI sogar an Bedeutung gewonnen habe.

Marktveränderungen und regulatorische Entwicklungen

Die Beschleunigung der KI-Fähigkeiten wirkt sich auch auf den B2B-Sektor aus. Marktforscher haben ermittelt, dass 94 Prozent der Geschäftskunden KI bei Kaufentscheidungen einsetzen und 51 Prozent ihre Softwaresuche mit KI-Chatbots beginnen. Die Folgen für das digitale Marketing sind enorm: KI-gesteuerte Suchen erzielen eine Conversion-Rate von 14,2 Prozent – im Vergleich zu mageren 2,8 Prozent bei organischen Suchergebnissen. Einige große Plattformen verzeichneten Traffic-Einbußen von bis zu 75 Prozent.

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Der Arbeitsmarkt spürt den Effizienzdruck bereits deutlich. Im Frühjahr 2026 bauten Technologiekonzerne wie Microsoft und Meta an einem einzigen Tag gemeinsam 16.000 Stellen ab – mit Verweis auf KI-bedingte Produktivitätssteigerungen. Betroffen waren vor allem allgemeine Mitarbeiter und Prüfungspartner, während spezialisierte KI-Entwicklungsteams weitgehend verschont blieben.

In einer aktuellen regulatorischen Entscheidung hat die US-Regierung das Exportverbot für das Modell „Claude Mythos 5“ teilweise aufgehoben – allerdings nur für Organisationen, die kritische Infrastrukturen schützen. Für andere Versionen der Technologie bleiben die Beschränkungen bestehen, während zwischen Anthropic und dem US-Verteidigungsministerium weiterhin ein Rechtsstreit läuft.

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