ClickLock-Malware im Juli: Apple-Nutzer im Visier von Hackern
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 00:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nur 40 Prozent der deutschen Verbraucher nutzen eine Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA). Das zeigt eine aktuelle Studie des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Zahlen offenbaren eklatante Lücken in der digitalen Absicherung privater und geschäftlicher Daten.
Lediglich ein Viertel der Befragten greift auf automatische Software-Updates zurück. Weniger als die Hälfte verwendet sichere Passwörter. Die Folgen sind gravierend: Bereits mehr als 25 Prozent der Deutschen waren von Cyberkriminalität betroffen. Im Jahr 2025 traf es etwa jede neunte Person. Zu den häufigsten Delikten zählen Online-Shopping-Betrug, Kontoübernahmen und Phishing.
Unternehmen rüsten auf
In diesem Umfeld kann der Passwort-Management-Spezialist Keeper Security einen strategischen Zuwachs im B2B-Sektor verzeichnen. Der britische SaaS-Anbieter Asite – über 500 Mitarbeiter, neun globale Rechenzentren – führt die Lösung KeeperPAM zur Verwaltung privilegierter Zugriffe ein. Damit ersetzt das Unternehmen bisherige Legacy-Tools. Der zuständige CISO hob die einfache Bereitstellung der neuen Sicherheitsinfrastruktur hervor.
Der Handlungsbedarf in Unternehmen ist enorm. Eine weitere Untersuchung von Keeper Security aus diesem Jahr zeigt: 34 Prozent der Mitarbeiter im Vereinigten Königreich verwenden Passwörter über mehrere Dienste hinweg wieder.
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Malware zielt auf Apple-Nutzer
Parallel zu neuen Sicherheitslösungen nehmen spezialisierte Bedrohungen zu. Im Juli 2026 identifizierten Experten die ClickLock-Malware. Sie greift gezielt Nutzer von Apple-Geräten an. Die Schadsoftware provoziert Systemabfragen, um Anwender unter Vorwänden zur Eingabe ihres Login-Passworts zu zwingen.
Auch betrügerische Online-Werbung breitet sich aus. Eine YouGov-Umfrage ergab: 39 Prozent der Deutschen stießen innerhalb eines Jahres auf gefälschte Investment-Anzeigen. Besonders die Generation Z gilt als gefährdet. Nur 45 Prozent dieser Altersgruppe stufen extrem hohe Renditeversprechen als Warnsignal für Betrug ein. Die Masche folgt einem Muster aus gefälschten Anzeigen und prominenten Empfehlungen. Nach anfänglich vorgetäuschten Gewinnen folgt der Totalverlust der Einlagen.
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Passkeys statt Passwörter
Um die Abhängigkeit von klassischen Passwörtern zu verringern, setzen Anbieter verstärkt auf kryptografische Verfahren. Mitte Juli 2026 stellte Yubico den neuen YubiKey 5.8 vor. Er erweitert die Anwendung von Passkeys von der reinen Authentifizierung auf eine verifizierte Autorisierung.
Passkeys basieren auf den Standards FIDO2, WebAuthn und CTAP2. Sie ersetzen herkömmliche Passwörter durch kryptografische Schlüsselpaare. Der private Schlüssel verlässt das Endgerät nicht, die Authentifizierung erfolgt lokal über Biometrie oder PIN. IT-Experten bewerten Phishing-Angriffe bei dieser Methode als technisch unmöglich.
Für Ende Juli 2026 sind Fachseminare zur Identifikation von Risiken im Dark Web angekündigt. Visualisierungs-Tools wie QUAXAR sollen Unternehmen helfen, gestohlene Zugangsdaten und Datenlecks frühzeitig zu erkennen – und so Ransomware-Angriffen vorzubeugen.
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