Computermuseum: 600 Betriebssysteme von 1948 bis 2011 spielbar
08.06.2026 - 11:26:46 | boerse-global.de
Eine digitale Zeitreise durch die Computergeschichte – über 600 Betriebssysteme in einer Sammlung.
Das Projekt des Entwicklers Andrew Warkentin, das seit 2003 wächst, ist eine beeindruckende Chronik der Softwareentwicklung. Die virtuelle Ausstellung spannt den Bogen über mehr als 250 verschiedene Plattformen und bietet einen einzigartigen Blick auf die Evolution der Computertechnik.
Von Manchester Baby bis Android
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Die Sammlung umfasst über 1.700 einzelne Installationen. Der zeitliche Rahmen reicht vom legendären Manchester Baby aus dem Jahr 1948 bis zu frühen Android-Versionen von 2011. Dazwischen finden sich Klassiker wie verschiedene DOS-Varianten, MOS und NitrOS-9 – eine Fundgrube für Technikhistoriker und Retro-Enthusiasten.
Das Besondere: Anders als herkömmliche Museen macht das Projekt veraltete Software wieder nutzbar. Die Systeme laufen auf modernen Rechnern und verwandeln den Bildschirm in eine funktionierende Zeitkapsel. Was früher sperrige Hardware brauchte, ist heute per Mausklick erlebbar.
Zwei Versionen für unterschiedliche Bedürfnisse
Angesichts der schieren Datenmenge bietet das Museum zwei Varianten an. Die Vollversion schlägt mit stolzen 127 Gigabyte zu Buche und enthält sämtliche Installationen und Plattformdaten. Wer weniger Speicherplatz hat oder sich für bestimmte Epochen interessiert, greift zur Lite-Edition mit 14 Gigabyte.
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Aktuelle Entwicklungen am Markt
Die Veröffentlichung dieser historischen Sammlung fällt in eine Zeit des Umbruchs in der Betriebssystem-Welt. Anfang Juni 2026 erschien Qubes OS 4.3.0 – eine Sicherheitsplattform, die auf Xen-Virtualisierung setzt. Anders als die historischen Systeme im Museum isoliert diese moderne Linux-Distribution Arbeitsumgebungen für Fedora, Debian, Windows und Whonix voneinander.
Bleibt die Frage: Wird es in 50 Jahren ein ähnliches Museum für die Betriebssysteme von heute geben? Die digitale Vergänglichkeit macht solche Projekte jedenfalls wertvoller denn je.
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