Computerspiele, Strategie

Computerspiele: Strategie schlägt Shooter bei Denkleistung

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 23:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Forschung zeigt: Nicht die Spielzeit, sondern die Art der Beschäftigung beeinflusst die kognitive Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen maßgeblich.

Studie: Computerspiele fördern Logik, Schach trainiert das Gehirn
Ein stilisiertes Gehirn, bestehend aus digitalen Elementen und neuronalen Bahnen, ĂĽberlagert die Silhouette eines Kindes beim Nachdenken. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Ob Strategiespiele, Computerspiele oder Bewegung – die kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hängt von vielen Faktoren ab. Aktuelle Studien zeigen: Die Art der Beschäftigung ist entscheidend, nicht die Dauer.

Computerspiele: Nicht alle machen dumm

Eine Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems hat 3.854 Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren untersucht. Das Ergebnis: Die reine Spielzeit – im Schnitt 90 Minuten täglich – hat keine negativen Auswirkungen auf die kognitive Leistung. Bei kontrolliertem Spielverhalten zeigten sich sogar leichte positive Effekte.

Entscheidend ist, was gespielt wird. Strategie- und Rollenspiele hängen mit besseren Leistungen in Logik, Sprache und Mathematik zusammen. Shooter dagegen erhöhen das Risiko für eine Internet-Gaming-Störung. Jugendliche mit Suchtsymptomen schnitten bei Tests zu räumlichem Denken und Langzeitgedächtnis deutlich schlechter ab.

Schach als kognitives Training

Schach bleibt ein wichtiges Forschungsthema. Eine Studie der Universität Sheffield zeigt: Intensives Üben kann anfängliche Unterschiede in der Denkleistung ausgleichen. Wer aber eine höhere Grundintelligenz mitbringt, profitiert langfristig mehr.

Feldstudien der Universität Trier belegen: Gerade leistungsschwächere Kinder profitieren vom Schachspiel. Es fördert Konzentration, Entscheidungsfreude und Frustrationstoleranz. Mit rund 10^120 möglichen Spielzügen – der sogenannten Shannon-Zahl – fordert das Spiel ständige Anpassung.

Anzeige

Die Studie der Uni Krems zeigt: Strategiespiele fördern Logik und Sprache – Shooter dagegen erhöhen das Suchtrisiko. Mit unserer Checkliste erkennen Sie auf einen Blick, welche Spiele Ihr Kind wirklich fördern. Jetzt kostenlose Spiele-Liste anfordern

Bewegung und Praxis: Lernen mit Körper und Kopf

Die „MoMo-2.0-Studie“ und die „COMO-Studie“ in Karlsruhe untersuchen den Zusammenhang zwischen Fitness und Denkleistung. Mit dem Testprofil „DigiMot“ erfassen Forscher die Motorik von über 1.500 Kindern per Videokonferenz. KI-gestützte Analysen sollen künftig die körperliche Fitness als Gesundheitsindikator präziser definieren.

Praktische Lernprojekte ergänzen die Forschung. Die Kinderstadt „Bärenhausen“ in Bernburg feierte im Juli 2026 ihre 17. Auflage – mit bis zu 350 Teilnehmern täglich. In Kapfenberg läuft parallel „Freitopia“. Kinder übernehmen dort Rollen, arbeiten in Gewerken und nutzen eine eigene Währung. So lernen sie Wirtschaft und soziale Kompetenzen spielerisch.

Mentale Gesundheit: Ausstellungen und Waldspiele

Anzeige

Schach fördert Konzentration und Frustrationstoleranz – selbst leistungsschwächere Kinder profitieren. Unser 3-Schritte-Plan zeigt, wie Sie spielerisches Lernen in den Alltag integrieren. 3-Schritte-Plan jetzt sichern

SchĂĽler der Mittelschule Siegsdorf initiierten im Juli 2026 eine interaktive Ausstellung zur psychischen Gesundheit. An verschiedenen Stationen lernten sie Entspannungstechniken und die Bedeutung von Hobbys kennen.

Außerschulische Angebote wie die Waldjugendspiele in Kelheim oder museumspädagogische Programme zur mittelalterlichen Geschichte ergänzen den Unterricht. Die Kombination aus Bewegung, sozialer Interaktion und Denkaufgaben gilt als Schlüssel für eine ganzheitliche Entwicklung.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69734815 |