CONNECT-Studie, Dexcom

CONNECT-Studie: Dexcom G7 senkt den A1C-Wert um 1,6 Prozentpunkte

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 00:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine internationale Erhebung dokumentiert Informations- und Zugangsprobleme; die CONNECT-Studie zeigt bessere A1C-Werte mit CGM.

Dexcom-Bericht zeigt Wissenslücken und CGM-Potenzial bei Typ-2-Diabetes
Ein minimalistischer, heller Behandlungsraum in einer Arztpraxis mit einer Untersuchungsliege und neutraler Einrichtung. Illustration mit AI erstellt.

Die Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes steht international vor erheblichen Herausforderungen, die von Informationsdefiziten bei der Diagnose bis hin zu strukturellen Zugangsbarrieren für moderne Technologien reichen.

Der von Dexcom am 28. September 2026 veröffentlichte „State of Type 2 Report“ liefert eine detaillierte Bestandsaufnahme dieser Situation. Der Bericht basiert auf einer im April 2026 durchgeführten Umfrage unter rund 2.500 Patienten mit Typ-2-Diabetes und über 800 Gesundheitsfachkräften in acht Ländern. Er wurde im Rahmen des EASD-Kongresses in Mailand vorgestellt.

Informationsdefizite bei Diagnose und technologische Unkenntnis

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist die mangelnde Aufklärung zum Zeitpunkt der Erstdiagnose. Demnach gaben 75 % der Befragten an, bei ihrer Diagnose nur wenig oder gar nichts über Diabetes gewusst zu haben.

In sechs der acht untersuchten Länder war mehr als der Hälfte der Patienten nicht bewusst, wie stark die Erkrankung ihren Alltag beeinflussen würde. Besonders ausgeprägt war diese Unkenntnis in Großbritannien mit 70 %, gefolgt von Schweden mit 68 % und Deutschland mit 65 %.

Ähnliche Wissenslücken zeigen sich beim Einsatz kontinuierlicher Glukosemesssysteme (CGM). Rund 55 % der befragten Typ-2-Diabetiker gaben an, CGM-Technologien nur wenig zu kennen. Während 33 % der Teilnehmer angaben, die Funktionsweise und den Nutzen dieser Systeme zu verstehen, war die Technologie für 28 % gänzlich unbekannt.

Strukturelle Barrieren und regionale Unterschiede

Der Zugang zu Diabetes-Technologien wird laut dem Bericht maßgeblich durch wirtschaftliche Faktoren beeinflusst. In den USA nannten 90 % der befragten Fachkräfte Versicherungslücken als entscheidende Zugangsbarriere.

Im Vergleich dazu sahen in den übrigen sieben untersuchten Ländern lediglich 53 % der Fachkräfte darin ein Hindernis. Etwa jeder vierte US-amerikanische Befragte gab zudem an, im vergangenen Jahr Schwierigkeiten gehabt zu haben, die Kosten für Diabetesmedikamente oder den notwendigen Bedarf zu decken.

In Italien wiederum verdeutlichte der Bericht regionale Unterschiede beim Zugang zur Versorgung. Dort gibt es Bestrebungen, CGM durch Empfehlungen der Fachgesellschaften unter bestimmten klinischen Bedingungen auch auf Typ-2-Patienten auszuweiten, die kein Insulin benötigen.

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Potenziale in der Therapieunterstützung und Kombination mit GLP-1

Trotz der Wissensbarrieren berichten CGM-Nutzer von einer deutlichen Verbesserung ihres Selbstmanagements. Unter einer group von rund 300 CGM-Anwendern gaben 94 % an, durch die Technologie mehr Selbstständigkeit gewonnen zu haben. 91 % nutzen die erhobenen Daten direkt für Therapieentscheidungen.

Auch vonseiten der medizinischen Fachkräfte wird die Technologie positiv bewertet: 89 % der befragten Experten gaben an, dass CGM dabei helfe, die Therapietreue der Patienten zwischen den Terminen besser einzuschätzen. Dies ist vor dem Hintergrund relevant, dass 70 % der Fachkräfte Schwierigkeiten mit der Therapietreue ihrer Patienten meldeten.

Ein wachsendes Feld stellt die Kombination von CGM mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten dar. Der Anteil der Typ-2-Diabetiker, denen GLP-1 als ergänzende Option bekannt war, stieg von 21 % im Jahr 2024 auf 37 % im April 2026. Dennoch wussten 72 % der Befragten nicht, dass beide Ansätze kombiniert werden können.

Interessanterweise nutzen bereits 58 % der GLP-1-Anwender zusätzlich ein CGM-System, während dies nur auf 27 % der Typ-2-Patienten ohne Insulintherapie zutrifft.

Klinische Evidenz durch die CONNECT-Studie

Ergänzend zu den Umfragedaten liegen klinische Ergebnisse aus der von Dexcom finanzierten CONNECT-Studie vor, die im Juni 2026 als Konferenzabstract veröffentlicht wurden. In dieser Untersuchung an 22 US-Praxen mit 283 nicht-insulinpflichtigen Typ-2-Patienten über 26 Wochen zeigte sich eine deutliche Überlegenheit der CGM-Nutzung gegenüber der Routineversorgung.

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Mit dem Einsatz des Dexcom G7 sank der A1C-Wert im Mittel um 1,6 Prozentpunkte, während in der Kontrollgruppe lediglich eine Senkung um 0,7 Prozentpunkte erreicht wurde. Zudem lag die „Time in Range“ (Zeit im Zielbereich) bei den CGM-Nutzern bei 62 % gegenüber 41 % in der Vergleichsgruppe.

Nach Ablauf der 26 Wochen erreichten 68 % der Patienten mit CGM einen A1C-Wert von unter 7,5 %. Mehr als die Hälfte der CGM-Nutzer gab zudem an, den Therapieplan seit Beginn der Nutzung genauer einzuhalten.

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