COPD, Hülsenfrüchte

COPD: Hülsenfrüchte senken Entzündungsmarker um 7,4 Prozent

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 01:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt positive Effekte von Hülsenfrüchten bei COPD. Experten raten von unkontrollierten Nahrungsergänzungsmitteln ab.

COPD und Asthma: Ernährung beeinflusst den Krankheitsverlauf
Gesunde Hülsenfrüchte und Sojaprodukte neben medizinischem Stethoskop und Tablet auf einem hellen Holztisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Neue Studien zeigen: Was COPD- und Asthma-Patienten essen, beeinflusst den Krankheitsverlauf maßgeblich. Forscher der Johns Hopkins University haben einen überraschenden Zusammenhang entdeckt.

Hülsenfrüchte gegen Husten

Eine aktuelle Studie mit 99 ehemaligen Rauchern, die an COPD leiden, liefert vielversprechende Ergebnisse. Eine Ernährung mit viel Hülsenfrüchten und Sojaprodukten verbesserte den Gesundheitszustand der Patienten deutlich.

Die Isoflavone aus diesen Lebensmitteln halfen vor allem gegen Husten und förderten die Schleimlösung. Die Teilnehmer schnitten in speziellen COPD-Tests signifikant besser ab. Ein entzündungshemmender Biomarker sank um 7,4 Prozent.

Doch die Forscher warnen vor zu hohen Erwartungen: Auf die Lungenfunktion oder die Zahl akuter Krankheitsschübe hatte die Ernährungsumstellung keinen Einfluss.

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Während bestimmte Lebensmittel helfen können, raten Experten von unkontrollierter Supplementierung ab. Die WHO spricht sich in einer aktuellen Leitlinie klar gegen Vitamin B, Vitamin E, Omega-3-Fettsäuren oder Multivitamine aus – zumindest solange kein nachgewiesener Mangel vorliegt.

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Foodwatch kritisierte 2026 zudem ein bekanntes Saftkonzentrat wegen irreführender Werbeversprechen. Ernährungswissenschaftler betonen: Solche Präparate ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Wer Vitamin D einnehmen will, sollte vorher den Spiegel bestimmen lassen. Eine Tagesdosis von bis zu 20 Mikrogramm gilt als unbedenklich.

Neue Hoffnung aus der Forschung

Parallel zur Ernährungsforschung machen Wissenschaftler Fortschritte bei der Behandlung von Entzündungen. Ein Team der Universität Bonn entdeckte ein synthetisches Peptid, das das NLRP3-Inflammasom hemmt – ein Schlüsselmechanismus bei Asthma.

Für Lungenfibrose-Patienten gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Die EU-Kommission ließ den Wirkstoff Nerandomilast zu. Das Medikament soll ab Mitte August 2026 verfügbar sein und den Rückgang der Lungenkapazität verlangsamen – dosiert mit 18 mg zweimal täglich.

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Prävention als Schlüssel

Die Zahlen aus Vietnam zeigen, wie wichtig Früherkennung ist: Dort liegt die COPD-Prävalenz bei 10,3 Prozent. Neben der Ernährung rücken Luftqualität und soziale Teilhabe in den Fokus.

In Deutschland sind Atemwegserkrankungen als Grund für Arbeitsunfähigkeit zwar um 21 Prozent zurückgegangen. Chronische Fälle erfordern aber weiterhin intensive Betreuung. Selbsthilfegruppen empfehlen einen ganzheitlichen Ansatz aus Medikation, Ernährungsberatung und Austausch.

Seit Januar 2026 helfen zudem verschärfte Nutri-Score-Regeln bei der Auswahl gesünderer Lebensmittel. Zucker und Salz werden strenger bewertet, Ballaststoffe und Eiweiß positiver gewichtet – eine Orientierungshilfe für die Lungengesundheit.

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