Copilot, Microsoft

Copilot ab sofort separat: Microsoft trennt KI von Windows 11

Veröffentlicht am: 28.06.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft wandelt Copilot in eine separate App um und installiert sie auf GeschÀftsgerÀten automatisch. Admins können die Installation nur aktiv verhindern.

Microsoft Copilot wird eigenstÀndige App und automatisch installiert
Leuchtend blaues KI-Assistent-Symbol ĂŒber moderner Laptop-Tastatur. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der KI-Assistent wird ab sofort als separates Programm ausgeliefert – und auf GeschĂ€ftsgerĂ€ten automatisch installiert.

Microsoft verĂ€ndert die Strategie fĂŒr seinen KI-Assistenten Copilot grundlegend. Seit dem 28. Juni 2026 ist Copilot auf Windows 11 nicht lĂ€nger ein fest integrierter Systembestandteil, sondern eine eigenstĂ€ndige Anwendung. Der Schritt erlaubt es dem Konzern, Updates kĂŒnftig ĂŒber den Microsoft Store und Microsoft 365-Bereitstellungen zu liefern – statt ĂŒber Betriebssystem-Patches.

Was sich fĂŒr Nutzer Ă€ndert

Der wichtigste Vorteil fĂŒr Anwender: Die App lĂ€sst sich jetzt ĂŒber die Windows-Systemsteuerung deinstallieren. Bisher war Copilot tief im Betriebssystem verankert und konnte nur mit erheblichem Aufwand entfernt werden.

FĂŒr spezielle Copilot+-PCs bleibt die Hardware-Anforderung bestehen: Diese GerĂ€te mĂŒssen ĂŒber eine Neurale Verarbeitungseinheit (NPU) mit mindestens 40 Billionen Operationen pro Sekunde verfĂŒgen. Die Basisversion des Assistenten bleibt kostenlos. Die professionelle Variante Copilot fĂŒr Microsoft 365 kostet rund 28 Euro pro Nutzer und Monat.

Automatische Installation auf GeschÀftsgerÀten

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Parallel zur Umstellung hat Microsoft die automatische Installation des Microsoft 365 Copilot auf kommerziellen Windows-GerĂ€ten wieder aufgenommen. Seit Mitte Juni und noch bis Juli 2026 nutzt der Konzern dafĂŒr den Office-Updater. Die Software wird standardmĂ€ĂŸig installiert – es sei denn, IT-Administratoren greifen aktiv ein.

Die Steuerung erfolgt ĂŒber das Microsoft 365 Apps Admin Center. Unternehmen mĂŒssen dort explizit widersprechen, wenn sie die Installation verhindern wollen. Eine Ausnahme gilt fĂŒr GerĂ€te im EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum (EWR): Sie sind von der automatischen Bereitstellung ausgenommen.

Erst Anfang des Jahres hatte Microsoft den Assistenten nach Nutzerkritik leichter entfernbar gemacht. Die jetzige WiedereinfĂŒhrung ĂŒber den Office-Updater ist deutlich direkter.

Neuer Chef, neue Strategie

Die Umstellung fĂ€llt in eine Phase des Umbruchs. Seit MĂ€rz 2026 fĂŒhrt Jacob Andreou als Executive Vice President das Copilot-GeschĂ€ft. Er verantwortet ein Team von ĂŒber 11.000 Mitarbeitern und treibt eine „Copilot-Neuausrichtung“ voran. Ziel ist die ZusammenfĂŒhrung von Verbraucher- und Unternehmensentwicklung sowie die EinfĂŒhrung verbrauchsabhĂ€ngiger Abrechnungsmodelle.

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Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch: Erst 4,5 Prozent der rund 450 Millionen Microsoft-365-Kunden zahlen fĂŒr den KI-Assistenten. Das sind zwar wenige – aber Microsoft kann auf große Pilotprojekte verweisen. So setzt etwa der britische National Health Service (NHS) Copilot fĂŒr 500.000 Mitarbeiter ein.

Microsoft-Chef Satya Nadella ruft Unternehmen derweil dazu auf, eigene KI-Modelle zu entwickeln. Über die Plattform Azure AI Foundry setzt der Konzern auf eine Multi-Modell-?strategie, um AbhĂ€ngigkeiten von einzelnen KI-Anbietern zu vermeiden.

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