Copilot-Ausfall, Gewitter

Copilot-Ausfall: Gewitter legen Microsofts KI-Assistent lahm

Veröffentlicht: 29.05.2026 um 23:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Schwere Gewitter legen Azure-Infrastruktur lahm und beeintrÀchtigen den KI-Assistenten. Der neue Copilot mit schnellerem Design startet dennoch.

Copilot-Ausfall: Gewitter legen Microsofts KI-Assistent lahm Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de
Copilot-Ausfall: Gewitter legen Microsofts KI-Assistent lahm Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Am Tag nach einem umfassenden Relaunch kÀmpft Microsofts KI-Assistent mit massiven Störungen.

Tausende Nutzer in den USA meldeten am Freitag, den 29. Mai 2026, AusfĂ€lle bei Microsoft Copilot. Die Panne ĂŒberschattet eine Reihe von technischen Neuerungen, die der Konzern erst Anfang der Woche vorgestellt hatte. Privat- und GeschĂ€ftskunden berichteten auf Downdetector von Fehlermeldungen wie „Something went wrong“ und extrem langsamen Ladezeiten.

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Gewitter legen Azure-Infrastruktur lahm

Die Ursache der Störungen war denkbar profan: Schwere Gewitter mit StromausfĂ€llen hatten Teile der Azure-Cloud-Infrastruktur getroffen. Betroffen waren unter anderem Azure Functions, SQL-Dienste und Kubernetes. Laut Downdetector gingen rund 66 Prozent der Beschwerden auf die Copilot-App zurĂŒck, 33 Prozent auf die Web-Version. Microsoft bestĂ€tigte die Untersuchung, nannte aber zunĂ€chst keinen Zeitplan fĂŒr die vollstĂ€ndige Wiederherstellung.

Ein denkbar ungĂŒnstiger Zeitpunkt: Erst am Donnerstag hatte Microsoft ein umfassendes Redesign des KI-Assistenten gestartet.

Neues Design soll doppelt so schnell laden

Der ĂŒberarbeitete Microsoft 365 Copilot kommt mit einem aufgerĂ€umten Interface und einer Funktion namens „Progressive Disclosure“. Sie schlĂ€gt dem Nutzer kontextabhĂ€ngig passende Werkzeuge vor – Ă€hnlich wie es smarte Suchfunktionen in modernen Apps tun.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
* Geschwindigkeit: Die App lÀdt nach Unternehmensangaben doppelt so schnell wie die VorgÀngerversion. Die Antwortzeit bei komplexen Anfragen verbesserte sich um zehn Prozent.
* GrĂ¶ĂŸeres Eingabefeld: Nutzer können Text direkt im Prompt-Feld formatieren. Es erweitert sich automatisch und schlĂ€gt Funktionen vor.
* Work IQ: Eine neue kontextuelle Ebene soll das VerstĂ€ndnis fĂŒr Arbeitsdaten und Workflows verbessern.

Das Update rollt sowohl auf Desktop- als auch auf MobilgerÀte aus.

Windows 11: StartmenĂŒ wird bis zu 70 Prozent schneller

Parallel zum Copilot-Relaunch veröffentlichte Microsoft am Donnerstag das optionale Vorschau-Update KB5089573 fĂŒr Windows 11. Es enthĂ€lt ein „Low Latency Profile“, das die BedienoberflĂ€che des Betriebssystems spĂŒrbar beschleunigt. Das StartmenĂŒ und Suchfenster sollen sich um bis zu 70 Prozent schneller öffnen, App-Starts um 40 Prozent.

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Das Update bringt zudem neue Überwachungsfunktionen fĂŒr KI-Prozessoren (NPUs) im Task-Manager und verbesserte Bluetooth-LE-Audio-UnterstĂŒtzung. Außerdem testet Microsoft eine neue, andockbare Seitenleiste fĂŒr Copilot in Windows 11. Sie lĂ€sst sich links oder rechts am Bildschirmrand fixieren – andere aktive Fenster passen sich automatisch an.

KI-Nutzung in Office-Anwendungen boomt

Die internen Kennzahlen von Microsoft zeigen, dass die KI-Offensive bei den Nutzern ankommt. Die Nutzung von Copilot stieg im Vergleich zum Vorquartal deutlich an:
* Word: plus 27 Prozent
* Excel: plus 33 Prozent
* PowerPoint: plus 43 Prozent
* Outlook: plus 30 Prozent

Um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, ermöglicht Microsoft jetzt auch die manuelle Modellauswahl. Nutzer können zwischen „Quick Response“ fĂŒr schnelle Antworten und „Think Deeper“ fĂŒr komplexe Denkaufgaben wĂ€hlen. Letzteres setzt unter anderem auf das Modell Opus von Anthropic – eine Option, die vor allem fĂŒr anspruchsvolle Analysen gedacht ist.

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