Copilot, Cowork

Copilot Cowork: Microsoft startet KI-Agenten mit neuer Abrechnung

20.06.2026 - 00:12:03 | boerse-global.de

Microsoft stattet Copilot mit Multi-Agenten-Systemen und verbrauchsbasierter Abrechnung aus. Neue Finanz-Workflows in Excel stehen im Fokus.

Microsoft Copilot: Großes Update für Excel und Office im Juni 2026
Copilot - A hand interacting with a holographic Excel spreadsheet displaying financial data, charts, and graphs on a modern desk. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Softwarekonzern rüstet seinen KI-Assistenten Copilot für Excel und Office grundlegend auf. Neue Oberflächen, Multi-Agenten-Systeme und ein verändertes Preismodell stehen im Mittelpunkt der aktuellen Update-Welle.

Microsoft rollt im Juni 2026 umfassende Neuerungen für seinen KI-Assistenten Copilot in Excel und der gesamten Microsoft-365-Suite aus. Die Updates umfassen eine überarbeitete Benutzeroberfläche, die Integration mehrerer KI-Modelle sowie die Einführung eines verbrauchsbasierten Abrechnungsmodells für komplexe Aufgaben.

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Neue Bedienung und Multi-Agenten-System

Im Rahmen der Einführung, die von April bis Juni 2026 läuft, erhalten Word, Excel und PowerPoint den sogenannten Copilot Dynamic Action Button. Das neue Bedienelement ersetzt die bisherigen Einstiegspunkte für die KI-Interaktion und ist fest in der Ecke von Dokumenten verankert. Neue Tastenkombinationen wie Alt+C für Windows und Cmd+Ctrl+I für Mac erleichtern den Zugriff. Ab Oktober 2026 soll die Funktion auch für Regierungs- und Verteidigungsbehörden verfügbar sein.

Parallel dazu führt Microsoft im Juni 2026 die Funktion „Edit with Copilot" für Privat- und Familienabonnements ein. Das System nutzt mehrere Anthropic-Modelle in einem Multi-Agenten-Ansatz, um komplexe Aufgaben wie das Verfassen mehrseitiger Briefings oder Präsentationsentwürfe zu bewältigen.

Spezialwerkzeuge für die Finanzanalyse

Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Updates liegt auf Finanz-Workflows in Excel. Microsoft 365 Copilot für Finanzteams bietet nun automatisierte Abweichungsanalysen, Formelgenerierung und Diagrammerstellung per Sprachbefehl. Diese Werkzeuge sollen den manuellen Aufwand für Datenbereinigung und Finanzmodellierung deutlich reduzieren.

Aktuelle Branchenrankings für 2026 sehen Microsoft 365 Copilot als führend bei der Geschwindigkeit der Erstellung von Finanzpräsentationen. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Genauigkeit bei komplexen Zahlen noch hinter spezialisierten Drittanbieter-Tools zurückbleibt. Für den Zugriff benötigen Unternehmen eine Microsoft-365-E3- oder E5-Lizenz sowie ein Copilot-Add-on für rund 30 Euro pro Nutzer und Monat.

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Neue Ära der KI-Agenten und verbrauchsbasierte Abrechnung

Ein bedeutender Schritt erfolgte am 16. Juni 2026 mit dem globalen Start von Copilot Cowork, einem agentenbasierten KI-System. Dieses nutzt verschiedene Hochleistungsmodelle, darunter Anthropic Opus 4.8 und Sonnet 4.6 sowie GPT-5.5. Anders als das herkömmliche Flatrate-Abonnement führt Copilot Cowork ein verbrauchsbasiertes Preismodell mit sogenannten „Copilot Credits" ein, die rund einen Cent pro Credit kosten.

Hintergrund dieser Entwicklung sind die stark gestiegenen Kosten für KI-Interaktionen: von vier Cent im Jahr 2023 auf 1,20 Euro im Jahr 2026. Um die Kosten zu kontrollieren, prüft Microsoft den Einsatz von Open-Source-Modellen wie DeepSeek V4 als günstigere Alternative. Ein neues Dynamics-365-ERP-Plugin ermöglicht zudem die direkte Interaktion von Excel und anderen Office-Apps mit Unternehmensressourcenplanungsdaten für Workflows wie Beschaffung und Lieferantenbewertung.

Praxiserfahrungen und technische Voraussetzungen

Erste Großorganisationen berichten von ihren Erfahrungen mit der flächendeckenden Einführung. Die University of Manchester hat am 19. Juni 2026 ihren Rollout von Microsoft 365 Copilot für Forschung und Lehre vorgestellt. Demnach steigerte strukturiertes Training das Vertrauen der Nutzer in das KI-System von 24 auf 80 Prozent.

Für einzelne Anwender hat Microsoft die technischen Voraussetzungen klargestellt: Der Copilot-Button erscheint nur in unterstützten Update-Kanälen wie dem Current oder Monthly Enterprise Channel, und die Funktion „verbundene Erlebnisse" muss aktiviert sein. Zudem weist Microsoft darauf hin, dass ältere Office-Versionen wie Office 2019 für Mac ab dem 13. Juli 2026 auf nicht unterstützten Geräten ihre Bearbeitungsfunktionen verlieren – ein weiterer Schritt, der Nutzer in Richtung des KI-integrierten Microsoft-365-Ökosystems bewegen dürfte.

de | wissenschaft | 69586173 |