Copilot Podcasts: Microsoft löscht alle Inhalte am 18. August
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 17:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der KI-Dienst Copilot Podcasts von Microsoft wird am 18. August 2026 eingestellt. Alle bisher erstellten Audio-Inhalte werden unwiderruflich gelöscht â eine Exportfunktion gibt es nicht.
Datenverlust ohne Wiederherstellung
Mit der Abschaltung des Podcast-Tools aus der Copilot-Verbraucheranwendung verschwinden auch alle zuvor generierten Inhalte. Weder fĂŒr kostenlose noch fĂŒr zahlende Abonnenten stellt Microsoft eine Download- oder Exportmöglichkeit bereit. Wer seine Podcasts retten will, muss die Audiodateien vor dem Stichtag mit externen Programmen manuell aufzeichnen.
Auch geteilte Links zu Copilot-Podcasts werden nach dem 18. August ins Leere laufen. Branchenbeobachter kritisieren, dass der fehlende Exportmechanismus grundsĂ€tzliche Fragen zur digitalen EigentĂŒmerschaft aufwirft â ein Problem, das viele cloudbasierte KI-Plattformen betrifft.
Microsoft baut KI-Angebote um
Die Streichung der Podcasts ist nur ein Teil einer gröĂeren Neuausrichtung. Bereits Anfang September 2026 stellt Microsoft auch die Outlook-Meeting-Insights ein, die bislang kostenlos nutzbar waren. An ihre Stelle tritt die neue Funktion âPrepare for this meetingâ â allerdings nur gegen Bezahlung. Voraussetzung ist eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz, die monatlich rund 28 Euro kostet.
Die rasanten Entwicklungen bei Microsoft-Diensten und KI-Tools erfordern ein fundiertes VerstĂ€ndnis der neuen EU-Regularien. Dieser kostenlose Leitfaden hilft Unternehmen, den Ăberblick ĂŒber Fristen und Pflichten des EU AI Acts zu behalten. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur
Die Service-Ănderungen fallen in eine entscheidende Phase fĂŒr Microsoft. Am 29. Juli 2026 legt der Konzern seine Quartalszahlen fĂŒr das vierte GeschĂ€ftsquartal vor. Analysten rechnen mit einem Umsatz von rund 80 Milliarden Euro, wobei die KI-Ausgaben auf etwa 38 Milliarden Euro geschĂ€tzt werden.
Um die hohen Betriebskosten der groĂen KI-Modelle zu senken, testet Microsoft das Kimi-K3-Modell des chinesischen Start-ups Moonshot AI auf Azure. Parallel dazu setzt der Konzern auf neue Hardware: Noch 2026 sollen AMDs Helios-Rack-Systeme mit MI455X-Grafikprozessoren und Zen-6-CPUs zum Einsatz kommen â ein klares Signal, dass Microsoft seine KI-Infrastruktur massiv ausbaut, ohne dabei die Kosten aus den Augen zu verlieren.
Ob neue KI-Modelle oder gesetzliche Vorgaben â die Anforderungen an die betriebliche Compliance steigen stetig. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und wie Sie sich rechtlich absichern. Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act kostenlos sichern
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
