CrossOver 27: Windows-Apps nur noch auf Apple Silicon Macs
16.06.2026 - 05:06:31 | boerse-global.de
Seit über einem Jahrzehnt entwickelt CodeWeavers seine Lösung CrossOver kontinuierlich weiter. Die Software ermöglicht es, Windows-Anwendungen auf macOS und Linux auszuführen – ohne eine Windows-Lizenz zu benötigen. Vom Büroalltag bis zu anspruchsvollen Spielen hat sich das Programm stetig gewandelt.
Von Office-Kompatibilität zu High-End-Gaming
Die jüngsten Meilensteine liegen im Bereich der Grafiktechnologie. Im September 2023 erschien CrossOver 23 mit Unterstützung für DirectX 12 auf dem Mac. Die auf Wine 8.0.1 basierende Version enthielt über 5.000 Änderungen. Plötzlich liefen Titel wie Diablo IV und Diablo II Resurrected auf Apple-Hardware. Auch Geometry Shader fanden erstmals Einzug, und Spiele wie Tekken 7, MechWarrior 5 sowie der EA Launcher für Spiele wie Titanfall 2 wurden kompatibel.
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Ein früherer grafischer Durchbruch gelang bereits im November 2013 mit CrossOver 13.0.0. Die damals eingeführte „Performance Enhanced Graphics“-Funktion nutzte einen dedizierten Grafik-Thread und steigerte die Bildraten bei Spielen wie Borderlands 2 und Guild Wars 2 erheblich. Im September 2022 brachte Version 22.0.1 zudem die Unterstützung für den Xbox Wireless Controller auf dem Mac zurück und behob .NET-Installationsfehler.
Anpassung an Apples Architekturwechsel
CrossOver hat sich immer wieder an die großen Veränderungen in Apples Betriebssystem angepasst. Ein entscheidender Schritt war der Dezember 2019: Mit CrossOver 19.0.0 reagierte CodeWeavers auf den Wegfall der 32-Bit-Unterstützung in macOS Catalina. Die Lösung ließ 32-Bit-Windows-Anwendungen einfach in einem 64-Bit-Prozess laufen.
Der Blick in die Zukunft zeigt eine klare Richtung: CrossOver 27 wird voraussichtlich nur noch Apple Silicon Macs unterstützen. Nutzer müssen dann ihre Software in 64-Bit-„Bottles“ migrieren. macOS Sonoma wird zur Mindestvoraussetzung. Interne Daten zeigen, dass nur noch drei Prozent der Anwender auf älteren Systemen unterwegs sind – die Konzentration auf moderne Hardware ist also folgerichtig.
Produktivität und Stabilität im Fokus
Obwohl Spiele oft die treibende Kraft für Grafik-Updates sind, bleibt die Bürosoftware das Rückgrat von CrossOver.
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- Office und Buchhaltung: Bereits im März 2010 brachte Version 9.0 eine überarbeitete Oberfläche und „Rezepte“ für die Ein-Klick-Installation gängiger Software. Im Februar 2017 und Februar 2018 folgten mit den Versionen 16.1.0 und 17.1.0 spezifische Anpassungen für Quicken 2017 und 2018. Auch Aktivierungsprobleme bei Microsoft Office 2013 und 2016 wurden behoben.
- Systemintegration: CrossOver 15 (Dezember 2015) führte bedeutende Änderungen an der Benutzeroberfläche für Mac und Linux ein. Die Integration von Wine 1.8 und PulseAudio für Linux-Nutzer sowie ein High-Resolution-Modus für Retina-Displays waren die Highlights.
- Feinschliff: Kleinere Updates haben immer wieder spezifische Konflikte gelöst. Version 13.0.1 etwa behob im Dezember 2013 Login-Abstürze bei Steam und Verbindungsprobleme in Quicken 2013.
Zugang und Lizenzmodelle
Aktuelle Tutorials zeigen, wie Nutzer etwa Steam auf dem Mac einrichten können. Die Preisstruktur ist klar: Ein Jahresabonnement kostet 74 Euro, eine lebenslange Lizenz 494 Euro. Zum Vergleich: CrossOver 9.0 gab es 2010 noch in den Stufen Standard und Pro für umgerechnet etwa 40 und 70 Euro. Für Neulinge gibt es in der Regel eine 14-tägige Testversion, um die Kompatibilität zu prüfen, bevor man sich für ein 12-Monats-Upgrade-Abo entscheidet.
