Cyberangriffe, Fehler

Cyberangriffe 2026: 75% auf menschliche Fehler zurĂŒckzufĂŒhren

29.05.2026 - 07:24:43 | boerse-global.de

Analyse zeigt: Drei Viertel aller CybervorfĂ€lle sind auf menschliche Fehler zurĂŒckzufĂŒhren. Unternehmen mĂŒssen Sicherheitsstrategien anpassen.

Newmont: El Gigante Dorado que Capitaliza la Incertidumbre GeopolĂ­tica - Foto: ĂŒber boerse-global.de
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Aktuelle Berichte und SicherheitsvorfĂ€lle zeigen ein erschreckendes Bild: Drei von vier Cyberangriffen sind auf menschliche Fehler zurĂŒckzufĂŒhren. Die Versicherung CFC veröffentlichte am 28. Mai eine Analyse der zehn hĂ€ufigsten vermeidbaren Ursachen fĂŒr Cyber-SchadensfĂ€lle. Falsch konfigurierte Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), ungepatchte Software und unzureichende Backups stehen ganz oben auf der Liste.

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Ein IngenieurbĂŒro musste beispielsweise SchĂ€den von ĂŒber 270.000 Pfund verkraften – weil ein Backup versagte. Eine Bank verlor 140.000 Pfund durch ein ungepatchtes VPN. Auch schwache Passwörter, fehlende Mitarbeiterschulungen, falsch konfigurierte Cloud-Systeme und unsicherer Fernzugriff zĂ€hlen zu den Hauptursachen.

Exploitierte Schwachstellen auf dem Vormarsch

Der Verizon 2026 Data Breach Investigations Report (DBIR), ebenfalls vom 28. Mai, bestĂ€tigt den Trend: Ausgenutzte SicherheitslĂŒcken machen inzwischen 31 Prozent aller initialen Angriffsvektoren aus – ein deutlicher Anstieg von 18 Prozent im Vorjahr. Besonders alarmierend: Bei 48 Prozent aller Datenschutzverletzungen waren Dritte involviert, vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 30 Prozent.

Können Unternehmen diese Risiken ĂŒberhaupt noch kontrollieren? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.

Millionen Kundendaten bei Carnival kompromittiert

Die Folgen dieser Schwachstellen zeigen sich in aktuellen EnthĂŒllungen des Kreuzfahrtriesen Carnival Corporation. Ende Mai bestĂ€tigte das Unternehmen einen Cybervorfall, bei dem die persönlichen Daten von knapp sechs Millionen Menschen gestohlen wurden. Die Angreifer nutzten ein durch Social Engineering kompromittiertes Mitarbeiterkonto.

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Die gestohlenen Daten umfassen Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten sowie Ausweisnummern von PĂ€ssen und FĂŒhrerscheinen. Die Hackergruppe ShinyHunters bekannte sich zu der Tat. Carnival bietet den Betroffenen nun eine zweijĂ€hrige KreditĂŒberwachung durch TransUnion an.

Ajax-Hack: NiederlÀndische Polizei nimmt TatverdÀchtigen fest

Auch der Sport bleibt nicht verschont. Die niederlĂ€ndische Polizei gab am 26. Mai die Festnahme eines 35-jĂ€hrigen Mannes aus Buren bekannt. Er steht im Zusammenhang mit dem Hack des Fußballclubs AFC Ajax, der am 25. MĂ€rz bekannt wurde. Die TĂ€ter nutzten SicherheitslĂŒcken in der App und Webseite des Vereins – darunter exponierte APIs und gemeinsam genutzte ZugangsschlĂŒssel.

Der Vorfall legte die Daten von ĂŒber 300.000 registrierten Fans offen und gefĂ€hrdete 42.000 Dauerkarten. Die SicherheitslĂŒcken wurden inzwischen geschlossen.

19,6 Milliarden Dateien frei zugÀnglich

Eine Studie von Mysterium VPN aus dem MĂ€rz 2026 förderte erschreckende Zahlen zutage: Über 535.000 öffentlich zugĂ€ngliche Cloud-Speicher enthielten 19,6 Milliarden Dateien – ohne dass ein Exploit nötig gewesen wĂ€re. Mehr als zwei Drittel dieser offenen Speicher befanden sich auf AWS und enthielten Hunderttausende von Zugangsdaten und Datenbank-Backups.

„Shadow AI" als neue Sicherheitsfront

Der Verizon DBIR 2026 identifiziert zudem „Shadow AI" als wachsende Gefahr. 67 Prozent der Nutzer greifen mit nicht-geschĂ€ftlichen Konten auf KI-Dienste zu. Damit ist die unbefugte KI-Nutzung die dritthĂ€ufigste nicht-böswillige Insider-Handlung.

FIFA-WM 2026: FBI warnt vor Ticketbetrug

Das FBI schlug am 27. Mai Alarm: Fast 500 betrĂŒgerische Domains geben sich als offizielle FIFA-Webseiten aus. Ziel der Spoofing-Kampagne ist der Diebstahl persönlicher und finanzieller Daten durch Ticketbetrug im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026.

SicherheitslĂŒcken in Microsoft-Produkten

Auch die Behörden schlagen Alarm: CERT-In warnte kĂŒrzlich vor schwerwiegenden SicherheitslĂŒcken in mehreren Microsoft-Produkten, darunter Microsoft 365 Copilot, Azure Resource Manager und Microsoft Entra ID. Die als hochriskant eingestuften Schwachstellen könnten die AusfĂŒhrung von Schadcode aus der Ferne und die Offenlegung von Daten ermöglichen. Microsoft hat inzwischen Patches veröffentlicht – ein sofortiges Update wird dringend empfohlen.

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