Cybercrime-Maschen: 131.391 Fälle 2024 – so schützen Sie sich
Veröffentlicht: 05.07.2026 um 21:11 Uhr, Redaktion boerse-global.de
131.391 Fälle von Cybercrime registrierte das Bundeskriminalamt allein 2024 in Deutschland. Die Täter diversifizieren ihre Methoden rasant – von Fake-Shops über gefälschte Dienstleistungsportale bis zu manipulierten Support-Anrufen reicht das Spektrum. Besonders perfide: Die Betrugsmaschen zielen gezielt auf Vertrauen und Unwissenheit ihrer Opfer.
Falsche Dienstleister kassieren kräftig ab
Wer einen Nachsendeauftrag bei der Post braucht, sollte genau hinschauen. Verbraucherzentralen und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnen vor Drittanbietern, die dafür über 100 Euro verlangen. Der offizielle Service der Deutschen Post kostet dagegen nur 31,90 Euro für sechs Monate. Rund 350.000 solcher Aufträge laufen jährlich über teure Drittplattformen – mit Risiken für Datenschutz und Zustellung.
Ähnlich läuft es bei internationalen Führerscheinen. Die Ausstellung bei der Behörde kostet etwa 15 Euro. Betrügerische Websites verlangen das Drei- bis Zehnfache. Fehlende Sicherheitsverschlüsselung und der Verzicht auf offizielle Dokumente sind klare Warnsignale.
Klimageräte als Abzocke – und falsche Sparkassen-Seiten
Im Online-Handel boomen Angebote für angebliche Klimageräte. Produkte wie „Epicooler“ oder „Breezamax“ werden als kompakte Klimaanlagen beworben. Nach dem Kauf entpuppen sie sich als einfache Ventilatoren. Der Preis: bis zu 187 Euro. Der Einkaufspreis auf Handelsplattformen wie Alibaba liegt unter vier Euro. Die britische Werbeaufsicht ASA hat bereits Verbote gegen irreführende Anzeigen ausgesprochen.
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Die Sparkassen-Finanzgruppe warnt vor einer weiteren Masche: Über soziale Medien werben gefälschte Sparkassen-Seiten für Geldanlagen. Opfer zahlen zunächst rund 250 Euro ein. Die Täter simulieren hohe Gewinne, um zu größeren Investitionen zu verleiten. Auszahlungen? Fehlanzeige.
25.000 Euro weg – Senior fällt auf Microsoft-Fake herein
Besonders hohe Schäden entstehen durch Social-Engineering-Betrug. Ein 74-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern verlor rund 25.000 Euro, nachdem er einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter Fernzugriff auf seinen Computer gewährt hatte. Die Polizei warnt eindringlich: Niemals Unbekannten Zugriff auf Endgeräte erlauben – besonders nicht nach aufpoppenden Warnmeldungen.
In Sachsen übergab eine Seniorin 24.000 Euro an einen falschen Polizeibeamten. Auf WhatsApp und Telegram nehmen zudem Betrugsversuche durch gefälschte Chatbots und Verkaufsanzeigen zu. In Indien stoppte die Regierung kürzlich die Einführung von WhatsApp-Usernamen, um Phishing-Risiken zu begrenzen.
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Apple plant Schutz gegen DrĂĽckermaschen
Die Technologiebranche reagiert. Apple will mit iOS 27 die Funktion „Trust Insights“ einführen. Sie analysiert Verhaltensmuster auf dem Gerät, die typisch für Social-Engineering-Angriffe sind. Bei verdächtigen Aktivitäten gibt das System Warnhinweise aus oder verzögert Transaktionen. Eine Deaktivierung soll nur mit zeitlicher Verzögerung möglich sein – um Spontanhandlungen unter Druck zu verhindern.
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