Darmstadt und Offenbach: Holon-Shuttles starten mit FahrgÀsten 2027
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 22:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die Deutsche Bahn treiben die Erprobung autonomer Transportsysteme im Bundesland Hessen weiter voran. Ein zentrales Element der anstehenden Entwicklungsstufen ist der geplante Einsatz moderner Holon-Shuttles in Teilen von Darmstadt sowie im Kreis Offenbach ab dem Jahr 2027. Bei dem Projekt stehen zunĂ€chst Testfahrten im Vordergrund, die dem Einlesen und der genauen digitalen Erfassung des vorgesehenen Bediengebiets dienen. Noch im Laufe des Jahres 2027 sollen schlieĂlich auch regulĂ€re FahrgĂ€ste in die autonom fahrenden Kleinbusse zusteigen können.
ZeitplĂ€ne und Rahmenbedingungen fĂŒr den Testbetrieb
FĂŒr die Vorbereitung dieses Vorhabens verfĂŒgt das Fahrzeug bereits ĂŒber die entsprechenden Genehmigungen: Der Hersteller Holon sicherte sich Ende 2025 die Zulassung fĂŒr den Testbetrieb in Deutschland. WĂ€hrend die Testfahrten der Holon-Shuttles mit Passagieren ab 2027 terminiert sind, skizzieren Berichte unterschiedliche Zeitschienen fĂŒr den Gesamtlauf der Initiativen.
Unter dem Projektnamen KIRA+ planen der Rhein-Main-Verkehrsverbund, die Deutsche Bahn und HOLON den Aufbau fahrerloser Shuttlebusse als regulĂ€ren Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 26. September 2026 waren Fahrten in Teilen Darmstadts und des Kreises Offenbach sogar noch fĂŒr das Jahr 2026 anvisiert worden.
FĂŒr den Rhein-Main-Verkehrsverbund knĂŒpfen die aktuellen Konzepte an bereits absolvierte Vorarbeiten an. Bisherige Tests mit On-Demand-Fahrzeugen fanden vor allem in Langen, Egelsbach sowie im Norden von Darmstadt statt.
Technische Ausstattung und Sicherheitskonzept
Die von Holon entwickelten Shuttles sind barrierefrei konzipiert und verfĂŒgen ĂŒber eine standardmĂ€Ăige Bestuhlung mit fĂŒnf SitzplĂ€tzen sowie einem Rollstuhlplatz. Wird dieser Rollstuhlplatz tatsĂ€chlich von einem Fahrgast im Rollstuhl genutzt, reduziert sich die KapazitĂ€t auf drei verbleibende Fahrgastsitze. Nach Angaben des Fahrzeugherstellers bietet der Innenraum insgesamt Raum fĂŒr bis zu 15 Menschen.
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Um einen verlĂ€sslichen und risikofreien Ablauf zu gewĂ€hrleisten, setzen der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die Deutsche Bahn wĂ€hrend der Testphasen auf mehrstufige Sicherheitsvorkehrungen. WĂ€hrend des Versuchsbetriebs verbleibt geschultes Sicherheitspersonal direkt an Bord der Shuttles, wĂ€hrend eine zentrale Leitstelle den gesamten Fahrbetrieb kontinuierlich ĂŒberwacht.
Demografischer Druck und Forderungen nach Ausbau
Hinter den Projekten steht ein wachsender Handlungsbedarf im Fahrbetrieb selbst. Die Personalsituation im Rhein-Main-Verkehrsverbund verdeutlicht den Druck auf die Betreiber: Mehr als 40 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer im RMV sind Ă€lter als 55 Jahre, was mittelfristig zu personellen EngpĂ€ssen fĂŒhren dĂŒrfte. Automatisierte Bedienformen gelten daher als Option, um das Angebot trotz altersbedingter Renteneintritte aufrechtzuerhalten.
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Gleichzeitig werden von Beobachtern weitergehende Schritte angemahnt. In einem begleitenden Kommentar der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 26. September 2026 wurde gefordert, ĂŒber kleinere Pilotprojekte hinauszugehen. Nötig seien deutlich mehr Fahrzeuge, ausgedehntere Betriebszeiten sowie insgesamt wesentlich gröĂere Modellversuche, um autonome Verkehre tragfĂ€hig in den alltĂ€glichen Taktverkehr einbinden zu können.
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