DASH-Diät, Abbau

DASH-Diät: 41 Prozent weniger kognitiver Abbau in neuer Studie

Veröffentlicht am: 06.07.2026 um 19:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aktuelle Studien bestätigen: DASH-Ernährung senkt Blutdruck um 11 mmHg und reduziert kognitiven Abbau um 41 Prozent.

DASH-Diät 2026: Blutdrucksenkung und Krebsrisiko-Minderung belegt
Eine Stillleben-Anordnung von frischen, herzgesunden Lebensmitteln wie Obst, GemĂĽse, Vollkornprodukten und NĂĽssen auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Studien aus dem Jahr 2026 belegen: Die richtige Ernährung kann Blutdruck senken, das Krebsrisiko mindern und sogar den kognitiven Abbau verlangsamen. Gleichzeitig zeigen Forscher, wo die größten Risiken lauern – und wie Bewegung dagegen hilft.

DASH-Diät: 11 mmHg weniger systolischer Blutdruck

Die ursprünglich in den 1990er Jahren vom US National Heart, Lung and Blood Institute entwickelte DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) bestätigt in aktuellen Auswertungen ihre Effektivität. Laut Daten des New England Journal of Medicine (NEJM) senkt diese Ernährungsform den systolischen Blutdruck um bis zu 11 mmHg.

Eine im Fachjournal JAMA Neurology veröffentlichte Studie mit 160.000 Erwachsenen zeigt zudem: Das Risiko für kognitiven Abbau sinkt um 41 Prozent. Weitere Analysen in Nutrients beziffern die Risikoreduktion für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf 20 Prozent und für Schlaganfälle auf 19 Prozent.

Auf der ADA-Konferenz 2026 wurde berichtet, dass eine medizinische Ernährungstherapie bei Typ-2-Diabetes den Langzeitblutzuckerwert HbA1c um 0,3 bis 2 Prozent senken kann. Empfehlenswert sind mediterrane oder pflanzenbasierte Ansätze mit mindestens 14 Gramm Ballaststoffen pro 1.000 Kilokalorien.

Menopause: Der kritische Wendepunkt fĂĽr Frauen

Ein wichtiger Aspekt in der kardiologischen Risikobewertung ist der Übergang der Menopause. Eine umfassende US-Studie (NHANES 2007–2020) mit über 9.000 Teilnehmerinnen zeigt: Der gesundheitliche Status, gemessen am „Life's Essential 8“-Score, sinkt kontinuierlich.

Während Frauen in der Prämenopause einen Durchschnittswert von 73,3 erreichen, fällt dieser in der Postmenopause auf 63,9 ab. Besonders in der Perimenopause steigt das Risiko für verschlechterte Blutzucker- und Lipidwerte deutlich an. Forscher identifizieren in dieser Phase die Ernährung als das größte Potenzial zur gesundheitlichen Gegensteuerung.

Konservierungsstoffe erhöhen Hypertonierisiko um 29 Prozent

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Die Untersuchung einzelner Inhaltsstoffe liefert neue Erklärungsansätze für die Entstehung von Bluthochdruck. Eine französische Langzeitstudie mit rund 112.000 Teilnehmern über acht Jahre kam zu dem Ergebnis: Der Konsum von nicht-antioxidativen Konservierungsstoffen erhöht das Hypertonierisiko um 29 Prozent und das kardiovaskuläre Risiko um 16 Prozent.

Parallel dazu identifizierte die KI-Plattform DreamLab am Imperial College London 110 Moleküle in Lebensmitteln wie Tee, Trauben, Karotten und Kohl. Diese könnten eine ähnliche Wirkweise wie Medikamente gegen Krebs aufweisen.

In der Fachzeitschrift Lancet Healthy Longevity wurde dargelegt, dass eine pflanzliche Ernährung das Risiko für Multimorbidität bei 400.000 untersuchten Probanden um 32 Prozent senkt. Eine im Februar 2026 in Nature publizierte Untersuchung unterstreicht zudem den Nutzen einer vegetarischen Lebensweise zur Reduktion spezifischer Krebsrisiken – darunter Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Personalisierte Medizin: RNA-Therapien und digitale Zwillinge

In der klinischen Forschung gewinnen personalisierte Ansätze an Bedeutung. Am Leipziger Exzellenzcluster LeiCeM erforscht Prof. Ulrich Laufs das metabolische Syndrom – eine Kombination aus Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck – sowie die Rolle des Proteins ApoC3 bei der Gefäßverkalkung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von RNA-Therapien.

Ergänzend dazu arbeitet Prof. Holger Thiele an der Behandlung des kardiogenen Schocks durch KI-gestütztes Monitoring. Ziel ist der Aufbau eines digitalen Netzwerks („Leipzig Shock-Net“), in dem digitale Zwillinge zur Vorhersage von Krankheitsverläufen genutzt werden.

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Bewegung: Fünf Minuten intensiv – 22 Prozent weniger Krebsrisiko

Neben der Ernährung bleibt die körperliche Aktivität ein entscheidender Faktor. Forscher der University of Glasgow und der Harvard University stellten in PLOS Medicine fest: Jede Stunde ununterbrochenen Sitzens erhöht die Krebssterblichkeit um bis zu 10 Prozent. Bereits fünf Minuten intensive Bewegung senken das Risiko dagegen um 22 Prozent.

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