Datenleck, AssuranceAmerica

Datenleck AssuranceAmerica: Fast 7 Millionen Führerscheinnummern gestohlen

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 08:45 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Cyberkriminelle erbeuten bei AssuranceAmerica Führerscheindaten von fast sieben Millionen Kunden. Die Betroffenen werden ab Juli benachrichtigt.

AssuranceAmerica-Hack: Millionen Kundendaten gestohlen
Datenleck - Ein stilisiertes, dunkelblaues digitales Vorhängeschloss-Symbol mit rot glühenden Linien vor einem verschwommenen Server-Rack. Das Schloss ist teilweise geöffnet. 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Fast sieben Millionen Kunden sind betroffen. Die Angreifer erbeuteten vor allem Führerscheinnummern – ein gefundenes Fressen für Identitätsdiebe.

Angriff über Mitarbeiter-Zugänge

Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte März. Am 17. März entdeckte das Unternehmen den unbefugten Zugriff. Die Ermittlungen liefen bis zum 15. Juni. Ergebnis: Die Kriminellen nutzten gestohlene Zugangsdaten von Mitarbeitern, um in die Systeme einzudringen.

Insgesamt sind 6,99 Millionen Personen betroffen. Die gestohlenen Daten umfassen Namen, Kontaktdaten und vor allem Führerscheininformationen. In einigen Fällen gingen auch Sozialversicherungs- und Steuer-Identifikationsnummern verloren. Finanzdaten wie Kreditkartennummern blieben dagegen verschont.

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Diese Bundesstaaten sind besonders betroffen

Der Datendiebstahl erstreckt sich über mehr als zwölf US-Bundesstaaten. Spitzenreiter ist South Carolina mit 611.046 betroffenen Einwohnern. Weitere Staaten: Alabama, Arizona, Florida, Georgia, Indiana, Nebraska, Ohio, Oklahoma, Tennessee, Texas und Virginia.

AssuranceAmerica informiert die betroffenen Kunden ab dem 10. Juli schriftlich. In einigen Regionen liefen die Benachrichtigungen bereits Ende Juni an. Das Unternehmen meldete den Vorfall zudem den Justizbehörden, unter anderem in Indiana.

Gefahr für Identitätsdiebstahl

Der Fall reiht sich in eine Serie massiver Datenlecks im Frühjahr und Frühsommer 2026 ein. Erst im Juni waren in Texas die Führerscheindaten von rund drei Millionen Menschen abgeflossen. Experten warnen: Die gezielte Entwendung von Führerscheinnummern birgt ein hohes Risiko für Identitätsdiebstahl.

Datenschutz-Fachleute raten Betroffenen, ihre Kreditberichte genau zu prüfen. Eine Sperre für Neukredite (Credit Freeze) kann missbräuchliche Kontoeröffnungen verhindern.

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23andme: Millionen-Vergleich genehmigt

Parallel gibt es Fortschritte bei der Aufarbeitung älterer Fälle. Im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl beim Gendiagnostik-Anbieter 23andme aus dem Jahr 2023 wurde ein Vergleich genehmigt. Die Entschädigungssumme beträgt 46,75 Millionen US-Dollar. Nach Abzug der Kosten sollen rund 32,46 Millionen US-Dollar an die betroffenen Kunden fließen.

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