Datenpanne bei Bits of Gold: 250.000 Kunden betroffen
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 18:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der führende israelische Kryptowährungs-Broker Bits of Gold hat über eine Sicherheitslücke bei einem externen Dienstleister eine weitreichende Datenpanne gemeldet. Von dem Vorfall sind nach Unternehmensangaben die persönlichen Daten von bis zu 250.000 Kunden betroffen. Trotz des massiven Abflusses sensibler Informationen betonte das Unternehmen, dass die digitalen Vermögenswerte und Gelder der Nutzer weiterhin sicher seien.
Die Kompromittierung erfolgte über den Drittanbieter Metabase, der von Bits of Gold für Datenanalysen genutzt wird. Zu den betroffenen Informationen gehören hochsensible Datensätze, darunter Namen, nationale Identitätsnummern, E-Mail-Adressen und Telefonnummern.
Zudem seien IP-Adressen, Bankverbindungen sowie Wallet-Adressen der betroffenen Kunden für Unbefugte zugänglich gewesen. Mit einem Kundenstamm von insgesamt mehr als 300.000 Personen ist damit ein Großteil der Nutzerschaft des Brokers von dem Vorfall betroffen.
Teil eines globalen Angriffs auf die Lieferkette
Branchenanalysten ordnen die Sicherheitslücke als Teil eines umfassenderen, globalen Angriffs auf die digitale Lieferkette ein. Dieser richte sich gegen eine Vielzahl von Organisationen, wobei Bits of Gold lediglich einer von hunderten betroffenen Akteuren weltweit sei.
In der Kryptobranche markiert dieser Vorfall bereits den dritten signifikanten Datendiebstahl innerhalb einer einzigen Woche. Zuvor waren ähnliche Sicherheitsereignisse bei den Hardware-Wallet-Anbietern SafePal und Trezor bekannt geworden, was die Sicherheitsrisiken im Ökosystem der digitalen Verwahrung unterstreicht.
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Der Angriff, der über ein System eines Drittanbieters von Bits of Gold erfolgte, erfasste nach aktuellen Schätzungen rund 200.000 israelische Krypto-Nutzer direkt. Das Unternehmen führt derzeit eine detaillierte Untersuchung der Panne über das betroffene Analysesystem durch, um die genauen Hintergründe der Exponierung zu klären.
Warnung vor gezielten Phishing-Versuchen
Aufgrund der Art der entwendeten Daten, die sowohl Kontaktdaten als auch Wallet-Informationen umfassen, warnt der Broker seine Kunden nun ausdrücklich vor potenziellen Phishing-Angriffen. Kriminelle könnten die Kombination aus persönlichen Identifikationsmerkmalen und Finanzdaten nutzen, um täuschend echte Betrugsversuche zu starten, um Zugriff auf die eigentlichen Vermögenswerte der Nutzer zu erhalten.
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Bits of Gold gilt als eine zentrale Säule des israelischen Kryptomarktes. Erst im Frühjahr dieses Jahres, am 27. April, erhielt das Unternehmen die behördliche Genehmigung für die Einführung seines eigenen Stablecoins namens BILS.
Während die Expansion des Dienstleistungsportfolios voranschreitet, rückt der aktuelle Vorfall die Abhängigkeit von externen Analyse-Plattformen und die daraus resultierenden Sicherheitsrisiken für die Nutzerdaten in den Fokus der Branche.
Das Unternehmen erklärte, dass die Untersuchung der Sicherheitslücke beim Anbieter Metabase Priorität habe, während der Schutz der Kundengelder gewährleistet bleibe.
