Deepfake-Betrug, Euro

Deepfake-Betrug: Frau verliert über eine Million Euro an Markus-Lanz-Fake

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 23:29 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Meta stellt KI-Tool nach Kritik ein. Schwächen bei der Erkennung von KI-Inhalten und neue Betrugswellen mit Deepfakes belasten den Konzern.

Meta stoppt KI-Bildgenerator nach massiven Datenschutz-Protesten
Ein menschliches Auge mit einer digitalen Überlagerung aus Binärcode oder einem neuronalen Netzwerk, das KI-Betrug und Deepfakes symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Juli wieder eingestellt. Das Tool sollte KI-Bilder auf Basis öffentlicher Instagram-Beiträge erstellen – und löste damit einen Sturm der Entrüstung aus.

Erkennungssoftware mit alarmierenden Lücken

Der integrierte Detektor für KI-Inhalte offenbart derweil gravierende Schwächen. Laut Analysen von Reuters sinkt die Erkennungsrate bei leicht bearbeiteten Bildern auf rund 45 Prozent. Unveränderte KI-Bilder erkennt das System dagegen fehlerfrei. Meta spricht von einer Vorschauversion und verspricht Nachbesserungen.

Betroffen waren nicht nur Nutzer, sondern auch Verbände wie die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und die Künstleragentur CAA. Sie hatten die mangelnden Datenschutzvorkehrungen und die Deepfake-Gefahr scharf kritisiert. Das Unternehmen räumte ein, mit dem Dienst das Ziel verfehlt zu haben.

Millionenschaden durch KI-Betrug

Ein aktueller Fall aus Mittelsachsen zeigt, wie real die Gefahr ist. Eine Frau verlor über eine Million Euro – hereingefallen auf ein täuschend echtes Deepfake-Video von Markus Lanz. Die Täter warben damit für die betrügerische Finanzplattform „Investhub 3.0“.

Über Monate bauten die Betrüger eine Vertrauensbeziehung auf. Was mit 250 Euro begann, endete mit Überweisungen von bis zu 460.000 Euro. Cybersicherheitsexperten warnen: Die Täter kombinieren zunehmend sympathische mit autoritären Rollen, um ihre Opfer zu manipulieren.

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KI-Phishing wird zur ernsten Bedrohung

Auch klassische Betrugsversuche per E-Mail werden durch KI effektiver. Klickraten von bis zu 54 Prozent erreichen KI-generierte Phishing-Mails – herkömmliche Methoden liegen bei rund 12 Prozent. Besonders Sparkassen-Kunden stehen im Fokus, die Umstellung auf S-pushTAN dient als Vorwand für Datendiebstahl.

Neue Schadsoftware wie die Android-Malware „PromptSpy“ nutzt das KI-Modell Gemini. Auch SIM-Swapping zur Umgehung der Zwei-Faktor-Authentisierung nimmt zu. Ein Urteil des belgischen Kassationshofs stärkt Verbraucher: Banken dürfen Erstattungen bei betrügerischen Überweisungen nicht pauschal ablehnen.

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Ob Banking-Apps oder sensible Messenger-Daten – besonders Android-Nutzer geraten immer häufiger ins Visier spezialisierter Schadsoftware. Ein kostenloser PDF-Ratgeber erklärt Ihnen in 5 einfachen Schritten, wie Sie Ihr Smartphone effektiv gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern. 5 Schutzmaßnahmen für Android-Smartphones kostenlos anfordern

Cloudflare setzt auf Verhaltensanalyse

Rund 57 Prozent des Webverkehrs stammen mittlerweile von Bots. Cloudflare reagiert mit der neuen Verteidigungstechnologie „Precursor“. Statt lästiger CAPTCHAs analysiert das System kontinuierlich Mausbewegungen und Tippgeschwindigkeit – und unterscheidet so Mensch von Maschine.

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