Deepfake-Skandal: KI-Video von Indiens Minister manipuliert
Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 14:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In den frühen Morgenstunden des 25. Juli 2026 wurde auf der Polizeistation Chanakyapuri unter der Nummer 123/26 ein offizieller Ermittlungsbericht registriert. Hintergrund der Anzeige ist ein durch Künstliche Intelligenz (KI) manipuliertes Video, das den indischen Unionsminister Piyush Goyal zeigt. Der Minister erstattete Anzeige, nachdem Aufnahmen seiner Äußerungen vor dem Parlament böswillig verfälscht worden waren, um eine manipulative Wirkung zu erzielen.
Manipulation durch KI-generierte Tonspuren
Das verbreitete Videomaterial basiert laut Untersuchungen auf Originalaufnahmen der Nachrichtenagentur PTI, die am 23. Juli 2026 entstanden sind. In dem ursprünglichen Videomaterial thematisierte Goyal das Vorgehen von Premierminister Modi gegen Unregelmäßigkeiten bei Prüfungen sowie die Einführung von Schnellgerichten. In der nun zirkulierenden Deepfake-Version wurde die authentische Tonspur jedoch durch eine KI-generierte Stimme ersetzt.
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In dieser Fälschung werden dem Minister hetzerische Bemerkungen gegen die sogenannte „Cockroach Janta Party“ zugeschrieben. Die manipulierten Audioinhalte erwecken fälschlicherweise den Eindruck, der Minister habe gedroht, bestimmte Personen hinrichten zu lassen. Piyush Goyal betonte, dass es sich hierbei um eine gezielte Fälschung handele, die darauf abzielt, Desinformation zu verbreiten.
Behörden identifizieren ausländische Propagandaquellen
Die Fact-Checking-Einheit des indischen Presseinformationsamtes (PIB) hat den Clip bereits offiziell als gefälscht und KI-generiert markiert. Nach Analysen der Behörde wurde das Video maßgeblich über Konten verbreitet, die der pakistanischen Propaganda zugerechnet werden. Das PIB forderte die Öffentlichkeit auf, verdächtige Inhalte direkt über dedizierte Meldekanäle wie WhatsApp (+91 8799711259) oder per E-Mail zu verifizieren.
Im Zuge der Ermittlungen haben Regierungsquellen bestätigt, dass bereits zahlreiche Links zu dem manipulierten Video auf verschiedenen sozialen Plattformen entfernt wurden. Die Kurznachrichtenplattform X (ehemals Twitter) sperrte zudem nach einer rechtlichen Aufforderung das Benutzerkonto @InsiderWB für den Zugriff innerhalb Indiens.
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Warnung vor rechtlichen Konsequenzen
Der Minister warnte in einer Stellungnahme vor strikten rechtlichen Schritten gegen alle Personen, die an der Erstellung, Verbreitung oder Verstärkung solcher Deepfakes beteiligt sind. Er appellierte an die Bürger, sich ausschließlich auf verifizierte Nachrichtenquellen zu verlassen.
Die Verbreitung der Desinformation erfolgte vor dem Hintergrund aktueller Studentenproteste wegen Unregelmäßigkeiten bei den NEET-Abschlussprüfungen. Experten beobachten in diesem Zusammenhang eine Zunahme von KI-gestützten Manipulationsversuchen, die darauf abzielen, gesellschaftliche Spannungen während politisch sensibler Phasen zu verschärfen. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an, um die Hintermänner der Erstellung des Deepfakes zu identifizieren.
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