Deepfakes, Stimmklone

Deepfakes und Stimmklone: LKA warnt vor neuer KI-Betrugswelle

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 10:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Behörden warnen vor KI-gestützten Betrugsmaschen wie Schockanrufen und Love Scamming. Ein Familienkennwort soll schützen.

KI-Betrug: LKA warnt vor Deepfakes und Stimmklonen
Eine Nahaufnahme einer Hand, die ein Smartphone hält, das ein verzerrtes, glitchiges Gesicht zeigt, mit digitalen Mustern überlagert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Landeskriminalamt (LKA) und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz schlagen jetzt Alarm. Ihre Warnung: Kriminelle nutzen Künstliche Intelligenz, um täuschend echte Szenarien zu erschaffen.

Die Masche ist perfide. Bei sogenannten Schockanrufen imitieren Betrüger per KI die Stimmen von Angehörigen. Sie täuschen Notlagen vor – und setzen ihre Opfer damit enorm unter Druck. Die Glaubwürdigkeit solcher Anrufe ist durch die Technik massiv gestiegen.

Auch Love Scamming und Sextortion werden KI-gestützt

Doch das ist längst nicht alles. Die Behörden warnen auch vor KI-Varianten des Love Scamming und der Sextortion. Hier erstellen Kriminelle mit Deepfakes realistische Bilder oder Videos. So bauen sie Vertrauen auf – oder erpressen Opfer mit kompromittierendem Material.

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Auch beim Anlagebetrug kommen Deepfakes zum Einsatz. Manipulierte Videos von Prominenten werben dann für scheinbar lukrative Investments. Die Masche wirkt durch die täuschend echten Aufnahmen besonders seriös.

So schützen Sie sich vor den neuen Maschen

Die Experten raten zu einem besonnenen Vorgehen. Eine zentrale Empfehlung: Vereinbaren Sie ein Familienkennwort. Mit einem Codewort lässt sich die Identität eines Anrufers schnell prüfen.

Weitere Schutzmaßnahmen:

  • Kein Zeitdruck: Lassen Sie sich nicht zu schnellen Entscheidungen drängen.
  • Verifizierung: Beenden Sie verdächtige Gespräche und rufen Sie die Person unter der bekannten Nummer zurück.
  • Datensparsamkeit: Gehen Sie vorsichtig mit persönlichen Daten und Bildern im Netz um. Das erschwert Betrügern die Arbeit.
  • Zahlungen prüfen: Überweisen Sie Geld erst nach eindeutiger Verifizierung von Empfänger und Anlass.
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Polizei rüstet technisch auf

Die Ermittler bleiben nicht untätig. Aktuell testet die Polizei einen KI-basierten „Deepfake Detector“. Das Tool soll manipulierte Audio- und Videodateien automatisch erkennen.

Wer trotz aller Vorsicht Opfer wird, sollte unbedingt Anzeige erstatten. Das geht in vielen Fällen auch online über die Portal der Onlinewache. Eine schnelle Meldung hilft nicht nur bei der individuellen Strafverfolgung. Sie unterstützt die Ermittler auch dabei, neue Muster der KI-Kriminalität frühzeitig zu erkennen.

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