DeepSeek, KI-Preiscrash

DeepSeek erzwingt KI-Preiscrash: 0,13 Euro statt 4,70 Euro

26.05.2026 - 00:22:15 | boerse-global.de

DeepSeek senkt API-Preise drastisch, OpenAI rüstet mit Codex und Werbeplattform auf. Der Börsengang von OpenAI rückt näher.

DeepSeek erzwingt KI-Preiscrash: 0,13 Euro statt 4,70 Euro - Foto: über boerse-global.de
DeepSeek erzwingt KI-Preiscrash: 0,13 Euro statt 4,70 Euro - Foto: über boerse-global.de

Während OpenAI mit neuen Entwicklertools und einer Werbeplattform aufwartet, sorgt der chinesische Anbieter DeepSeek mit drastischen Preissenkungen für Unruhe. Die Entwicklungen kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt: OpenAI bereitet sich auf einen Börsengang vor, der das Unternehmen mit bis zu einer Billion Euro bewerten könnte.

Anzeige

Während Tech-Giganten wie OpenAI ihren Börsengang vorbereiten, fragen sich viele Anleger, wie sie rechtzeitig von dieser Entwicklung profitieren können. Dieser kostenlose Report stellt Ihnen die drei vielversprechendsten KI-Aktien vor, die aktuell das größte Potenzial für Ihr Depot bieten. Die 3 besten KI-Aktien jetzt kostenlos entdecken

DeepSeek erzwingt neue Preisrealität

Mit einer massiven Senkung seiner API-Preise hat DeepSeek die Kostenstruktur der Branche neu definiert. Das V4 Flash-Modell kostet jetzt umgerechnet nur 0,13 Euro pro Million Input-Token und 0,26 Euro pro Million Output-Token. Noch bemerkenswerter: Das V4 Pro-Modell wird nach Ablauf einer Aktionsphase Ende Mai dauerhaft für ein Viertel des ursprünglichen Preises angeboten – 0,41 Euro für Input, 0,82 Euro für Output pro Million Token.

Zum Vergleich: OpenAIs GPT-5.5 liegt bei rund 4,70 Euro für Input und 28 Euro für Output pro Million Token. „DeepSeek zwingt die gesamte Branche, ihre Preismodelle zu überdenken", kommentieren Analysten. Besonders für Cache-gestützte Anfragen, die bei DeepSeek nur 0,003 Euro pro Million Token kosten, ergeben sich völlig neue Kalkulationsgrundlagen für automatisierte Programmier- und Analyse-Workflows.

OpenAI setzt auf Spezialisierung

Der Branchenprimus reagiert mit technologischer Aufrüstung. Am Montag veröffentlichte OpenAI eine neue Version von Codex, basierend auf der GPT-5.5-Architektur. Mit rund 120 Milliarden Parametern und einem Kontextfenster von 64.000 Tokens ist das Modell für über 40 Programmiersprachen optimiert. In internen Tests erreichte es eine Trefferquote von 91,7 Prozent bei der Code-Vervollständigung und 88,2 Prozent bei der Fehlerbehebung.

Anzeige

Ob für die professionelle Programmierung oder die effiziente Organisation im Alltag – Tools wie ChatGPT revolutionieren die Art, wie wir arbeiten. Wie Sie diese Technologie ohne Vorkenntnisse sofort für Ihre eigenen Ziele nutzen können, erfahren Sie in diesem praktischen Leitfaden. Kostenlosen ChatGPT-Ratgeber hier herunterladen

Parallel dazu erweitert OpenAI seine Werbeplattform ChatGPT Ads Manager. Seit Anfang Mai für US-Unternehmen geöffnet, bietet das System nun täliche Budgetkontrollen und zielgerichtete Werbung auf Bundesstaaten-Ebene. Dynamische Handlungsaufforderungen wie „Jetzt kaufen" sollen die Brücke zwischen KI-Chat und direktem E-Commerce schlagen.

Teure Talente, knappe Hardware

Der Wettbewerb um die besten Köpfe eskaliert. Meta konnte am Montag offenbar mindestens neun Forscher von OpenAI abwerben – für das neue „Super Intelligence Lab". Die Vergütungspakete sollen sich auf umgerechnet bis zu 2,8 Milliarden Euro über vier Jahre belaufen. OpenAI-CEO Sam Altman bezeichnete die Abgänge als „Söldnertum" und rief die verbliebenen Mitarbeiter zur Loyalität auf. Seit 2022 sind die Gehälter für Spitzenforscher um 50 Prozent gestiegen; Top-Verdiener kassieren zwischen 2,8 und 6,5 Millionen Euro jährlich.

Auch die Hardware-Kosten treiben die Branche um. OpenAI sicherte sich am Montag einen Cloud-Vertrag mit Oracle im Wert von rund 280 Milliarden Euro über fünf Jahre. Das Abkommen umfasst 4,5 Gigawatt Rechenzentrums-Kapazität und ließ Oracles Auftragsbestand um 350 Prozent auf umgerechnet 425 Milliarden Euro anwachsen.

Börsengang rückt näher

Diese Infrastruktur-Offensive ist eine entscheidende Voraussetzung für OpenAIs geplanten Börsengang Ende 2026. Trotz Jahresumsätzen zwischen 56 und 93 Milliarden Euro schreibt das Unternehmen weiterhin Verluste – bedingt durch immense Forschungs- und Hardwarekosten.

Ein juristisches Hindernis wurde Mitte Mai ausgeräumt: Eine Geschworenenjury in Oakland wies eine Klage von Elon Musk ab, der OpenAI den Bruch seiner ursprünglichen Non-Profit-Mission vorgeworfen hatte. Die Klage scheiterte an der Verjährung – die grundsätzliche Frage nach dem Wandel vom Gemeinnützigkeits- zum Profit-Unternehmen bleibt jedoch umstritten.

Ausblick: Agenten-Zeitalter und Chip-Engpässe

Die Zukunft gehört KI-Agenten, die eigenständig digitale Token verbrauchen. Eine Analyse von Goldman Sachs prognostiziert für 2030 einen globalen Token-Verbrauch von 120 Billiarden pro Monat – das 24-fache des heutigen Niveaus. Allerdings dürften nur zwölf Prozent der Wissensarbeiter bis dahin agentische KI nutzen; bis 2040 soll dieser Anteil auf 37 Prozent steigen.

Ein Engpass droht: Analysten erwarten für die nächsten 12 bis 18 Monate Lieferprobleme bei Halbleitern, die das Tempo der Modell-Einführungen bremsen könnten. Der Wettbewerb zwischen Hochleistungs-Anbietern wie OpenAI und Billig-Disruptoren wie DeepSeek verspricht jedenfalls weiter für Bewegung zu sorgen. Mit der massiven Oracle-Partnerschaft und dem neuen Codex positioniert sich OpenAI für die lukrativsten Segmente dieses expandierenden Marktes – pünktlich zum Gang an die Börse.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69418003 |