DeepSeek-Verbot: Peking fordert die USA zum Widerruf der Maßnahme auf
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 05:33 Uhr | Redaktion boerse-global.dePeking hat mit deutlicher Kritik auf den Beschluss der Vereinigten Staaten reagiert, den Einsatz von KI-Technologien des chinesischen Anbieters DeepSeek in zivilen Bundesbehörden zu untersagen. Das chinesische Handelsministerium verurteilte die Entscheidung scharf und forderte die Regierung in Washington auf, die diskriminierenden Maßnahmen unverzüglich zu widerrufen.
Die US-Führung müsse ihre falschen Praktiken korrigieren, da der Schritt chinesischen Unternehmen schade und bisherige Vereinbarungen der jeweiligen Staatschefs missachte.
Dem Handelsministerium zufolge politisiere Washington gezielt Technologie und Handel. Die Führung in Peking behalte sich daher alle notwendigen Schritte vor, um die Interessen heimischer Unternehmen zu verteidigen. Auch Berichten zufolge warnte die chinesische Führung vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen.
Kritik an Überdehnung von Sicherheitsbedenken
Flankiert wurden die Aussagen durch das Außenministerium in Peking. Ministeriumssprecherin Mao Ning erklärte, dass China die Überdehnung des Begriffs der nationalen Sicherheit sowie die Politisierung von Wissenschafts-, Technologie-, Wirtschafts- und Handelsfragen entschieden ablehne. Die Volksrepublik werde die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Betriebe konsequent wahren.
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Die Reaktion aus Peking folgt auf eine Richtlinie des US-Heimatschutzministeriums. Das Department of Homeland Security hatte am 19. Oktober 2026 angeordnet, sämtliche DeepSeek-Produkte sowie Dienste von Drittanbietern, die auf Modellen des Unternehmens basieren, aus den IT-Systemen ziviler Bundesbehörden zu entfernen.
Zudem wurde den betroffenen Stellen untersagt, entsprechende Software künftig neu zu beschaffen. Die Zuständigkeit der Behörde beschränkt sich dabei auf den zivilen Apparat; für das US-Militär oder die Geheimdienste besitzt das Heimatschutzministerium keine direkte Weisungsbefugnis.
Sicherheitsrisiken und Vorwürfe im KI-Sektor
Das Heimatschutzministerium begründete das behördliche Verbot mit mehrfachen Bedrohungsvektoren sowie dem Risiko, dass sensible Daten nach China abfließen könnten. Ausschlaggebend sei unter anderem, dass die Serverinfrastruktur von DeepSeek in der Volksrepublik stehe. Dort verfüge der Staat über weitreichende gesetzliche Befugnisse, um auf private Unternehmens- und IT-Infrastrukturen zuzugreifen.
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Der Konflikt reiht sich in anhaltende Spannungen zwischen den beiden Staaten über Schlüsseltechnologien ein. Seitens der USA wird chinesischen Entwicklern wie DeepSeek vorgeworfen, sich Fähigkeiten US-amerikanischer KI-Modelle systematisch anzueignen.
Mit den jüngsten Beschränkungen und den Gegenreaktionen aus Peking verschärft sich die Auseinandersetzung um den Einsatz und die Regulierung von künstlicher Intelligenz im Regierungs- und Wirtschaftsumfeld weiter.
