Demenz, Erkrankungen

Demenz: 45 Prozent aller Erkrankungen durch Lebensstil vermeidbar

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 08:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de

WHO empfiehlt Bewegung, HörgerÀte und weniger Luftverschmutzung zur DemenzprÀvention. Studien belegen positive Effekte auf die Hirngesundheit.

WHO-Update: Gesunder Lebensstil kann Demenz-Risiko senken
Älterer Mensch, der konzentriert Schach spielt, um mentale Fitness und Wohlbefinden im Alter zu symbolisieren. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das betont die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihren aktualisierten Empfehlungen vom 15. und 16. Juli. Weltweit leben rund 57 Millionen Menschen mit Demenz, jÀhrlich kommen zehn Millionen Neudiagnosen hinzu.

Bewegung, HörgerÀte und weniger Luftverschmutzung

Die WHO identifizierte mehrere verĂ€nderbare Risikofaktoren. Zu den zentralen Empfehlungen zĂ€hlen regelmĂ€ĂŸige Bewegung, kognitives Training und soziale Kontakte. Neu aufgenommen wurden die konsequente Nutzung von HörgerĂ€ten bei Hörverlust sowie die Reduzierung von Luftverschmutzung.

Auch die Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes und Adipositas spielt eine wichtige Rolle. Von NahrungsergĂ€nzungsmitteln zur DemenzprĂ€vention rĂ€t die WHO ab – es sei denn, ein klinisch nachgewiesener Mangel liegt vor. Tabakverzicht und reduzierter Alkoholkonsum bleiben wesentliche SĂ€ulen der Vorsorge.

„Super Movers“ mit halbiertem Risiko

Die Bedeutung körperlicher AktivitĂ€t untermauert eine Studie des Albert Einstein College of Medicine vom 15. Juli. Forscher untersuchten knapp 4.000 Teilnehmer ĂŒber 80 Jahre. Das Ergebnis: Personen mit ĂŒberdurchschnittlicher Gehgeschwindigkeit – sogenannte „Super Movers“ – hatten ein um 50 Prozent geringeres Risiko fĂŒr kognitive BeeintrĂ€chtigungen.

Ihr Hippocampus, eine zentrale Region fĂŒr das GedĂ€chtnis, war besser erhalten. AuffĂ€llig: Bei den Probanden zeigten sich keine signifikanten Unterschiede bei Alzheimer-typischen Pathologien.

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Eine weitere Studie der University of Pittsburgh (ebenfalls vom 15. Juli) belegt die physiologischen Effekte von Sport. Bei 130 Erwachsenen senkte ein Pensum von 150 Minuten Ausdauersport pro Woche ĂŒber zwölf Monate den Cortisolspiegel im Haar signifikant. Das Stresshormon gilt als Risikofaktor fĂŒr die Hirngesundheit.

Kultur hÀlt jung

Nicht nur Bewegung, auch kulturelle AktivitÀt beeinflusst den Alterungsprozess messbar. Eine Studie des Institute of Science Tokyo mit knapp 1.900 Teilnehmern ab 50 Jahren untersuchte den Zusammenhang zwischen Museums-, Kino- oder Theaterbesuchen und dem biologischen Alter.

Das Ergebnis: Personen, die alle paar Monate oder öfter an kulturellen Veranstaltungen teilnahmen, wiesen ein physiologisches Alter von 66,9 Jahren auf. Bei geringerer Teilhabe lag es bei 69,9 Jahren. Statistisch entsprach jeder Punkt auf einer Skala fĂŒr kulturelle Teilhabe einer Verringerung des physiologischen Alters um 31 Tage.

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Da unbehandelter Hörverlust heute als einer der grĂ¶ĂŸten vermeidbaren Risikofaktoren fĂŒr Demenz gilt, ist rechtzeitige Vorsorge entscheidend. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie mit einfachen Hör-Übungen ohne Technik Ihr Gehirn aktiv halten können. Gratis PDF-Ratgeber zum Hörtraining sichern

Soziale Einbindung in der Praxis

Die theoretischen Erkenntnisse finden direkte Anwendung in der pflegerischen Praxis. Mitte Juli zeigten verschiedene Initiativen, wie soziale Interaktion in den Alltag Àlterer Menschen integriert wird.

Das Caritas Seniorenheim St. Elisabeth in Gaimersheim feierte sein 30-jĂ€hriges Bestehen. In Wettringen beging das Caritas-Elisabethstift am 16. Juli sein traditionelles SchĂŒtzenfest, bei dem Bewohner aktiv in Gemeinschaftsrituale eingebunden wurden.

Programme wie „Urlaub ohne Koffer“ in Harsewinkel oder der „Tag der Tracht“ in Regenstauf verfolgen Ă€hnliche Ziele: Senioren werden durch Volksmusik und Austausch mit GrundschĂŒlern kognitiv und emotional stimuliert. Auch die Ehrung langjĂ€hriger ehrenamtlicher Demenzbegleiter durch die Malteser in Bad Kreuznach unterstreicht die Bedeutung gesellschaftlicher UnterstĂŒtzungssysteme.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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