Demenz, Risiken

Demenz: 45 Prozent der Risiken sind durch Lebensstil vermeidbar

Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 15:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WHO-Studie zeigt: Bis zu 45 Prozent der Demenzrisiken sind durch Lebensstil vermeidbar. Bewegung und Denksport schĂŒtzen das Gehirn.

Gehirntraining: Neue Studien zu Demenz-PrÀvention und Fitness
Ein stilisiertes, leuchtendes Gehirn aus digitalen Datenpunkten und Lichtspuren ĂŒber dem Profil eines menschlichen Kopfes. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Immer mehr Menschen fragen sich, wie sie ihr Gehirn langfristig leistungsfĂ€hig halten können. Die Wissenschaft liefert klare Antworten: Eine Kombination aus Denksport, Bewegung und bewussten Lebensstilentscheidungen ist der SchlĂŒssel.

Quizzen gegen das Vergessen

Neugier hĂ€lt das Gehirn jung. Wer regelmĂ€ĂŸig Neues lernt und sich mit RĂ€tseln beschĂ€ftigt, aktiviert seine neuronalen Netzwerke. Genau hier setzen niedrigschwellige Angebote an.

Medienplattformen stellten Mitte Juli verstĂ€rkt digitale Formate wie Allgemeinwissen-Quizze bereit. Sie bieten Nutzern eine tĂ€gliche mentale Aktivierung. Parallel nutzt die Wissenschaft solche spielerischen AnsĂ€tze fĂŒr die Forschung: Das Leibniz-Institut fĂŒr Zoo- und Wildtierforschung startete am 15. Juli ein groß angelegtes Online-Artenquiz. Ziel ist es, das Wissen der Bevölkerung ĂŒber heimische Tiere wie den Igel oder den Zitronenfalter wissenschaftlich zu erfassen.

Doch nicht nur digitale Angebote trainieren den Kopf. Ein Neurophysiologe erklĂ€rte Mitte Juli, dass Handarbeiten wie Stricken oder HĂ€keln positive Effekte haben. Sie fordern Koordination und Konzentration gleichermaßen.

Fast die HĂ€lfte aller Risiken sind vermeidbar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am 15. Juli aktuelle EinschĂ€tzungen zum Demenzrisiko. Die gute Nachricht: Bis zu 45 Prozent der Risikofaktoren sind durch den Lebensstil beeinflussbar. Zu den kritischen Punkten zĂ€hlen Rauchen, ĂŒbermĂ€ĂŸiger Alkoholkonsum und Bewegungsmangel.

Die WHO empfiehlt eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben sowie regelmĂ€ĂŸige körperliche und geistige BetĂ€tigung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Behandlung von SinneseinschrĂ€nkungen: HörgerĂ€te bei Hörverlust gelten als prĂ€ventive Maßnahme.

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Die WHO zeigt: Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos sind durch Ihren Lebensstil beeinflussbar. Dieser Report liefert Ihnen die 5 wichtigsten Hebel – von Bewegung ĂŒber ErnĂ€hrung bis zu geistiger Fitness. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Gleichzeitig warnt die Organisation vor der unkritischen Einnahme von VitaminprĂ€paraten. Ohne nachgewiesenen Mangel sind sie fĂŒr die Gehirngesundheit nicht zielfĂŒhrend. Auch bei NahrungsergĂ€nzungsmitteln wie Kreatin fehlen laut Berichten vom 16. Juli belastbare Belege fĂŒr eine Steigerung der Hirnleistung – obwohl das Mittel die körperliche Leistung bei intensiven Belastungen unterstĂŒtzen kann.

Bewegung senkt Stress – und schĂŒtzt das Gehirn

Der Zusammenhang zwischen körperlicher Gesundheit und kognitiver Resilienz wird durch klinische Studien gestĂŒtzt. Eine am 15. Juli im Journal of Sport and Health Science veröffentlichte Untersuchung der University of Pittsburgh liefert handfeste Belege.

130 Teilnehmer zwischen 26 und 58 Jahren absolvierten 150 Minuten Ausdauersport pro Woche. Nach 12 Monaten zeigte sich: Der Cortisolspiegel im Haar sank signifikant. Chronischer Stress gilt als belastend fĂŒr die Gehirnstruktur. RegelmĂ€ĂŸige Bewegung wirkt hier als indirekter Schutzmechanismus.

Neue Hoffnung aus der Pharmaforschung

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Chronischer Stress schadet Ihrem Gehirn – doch eine aktuelle Studie der University of Pittsburgh belegt: Schon 150 Minuten Ausdauersport pro Woche senken den Cortisolspiegel signifikant. Wie Sie diesen Schutzmechanismus in Ihren Alltag integrieren, zeigt der Report. PrĂ€ventions-Report jetzt sichern

Über die PrĂ€vention durch Lebensstil hinaus forscht die Medizin an medikamentösen AnsĂ€tzen. Das Projekt PROMOTE der UniversitĂ€t ZĂŒrich erhielt am 16. Juli eine Förderung von 4 Millionen Franken durch die Horten Health Foundation.

Die Wissenschaftler untersuchen, ob sogenannte GLP-1-Agonisten altersbedingte VerÀnderungen im Gehirn verlangsamen können. Diese Wirkstoffklasse wird bereits in anderen medizinischen Bereichen eingesetzt. Könnte sie eine neue Option in der Behandlung kognitiven Abbaus eröffnen? Die Forschung lÀuft.

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