Demenz-Test: pTau217-Bluttest mit 90% Genauigkeit ab Juli verfĂŒgbar
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 09:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die WHO zĂ€hlte 2024 rund 21 Millionen Krebsdiagnosen und 9,8 Millionen TodesfĂ€lle. Bis 2050 könnten es 34 Millionen Neuerkrankungen sein. Lebensstil und Vorsorge rĂŒcken deshalb in den Fokus â besonders fĂŒr MĂ€nner.
ErnÀhrung als Waffe gegen Alzheimer und Krebs
Eine Langzeitstudie der UniversitĂ€t Ljubljana zeigt: Die MIND-DiĂ€t kann das Alzheimer-Risiko um bis zu 35 Prozent senken. Ăber 15 Jahre begleiteten Forscher rund 1.800 Teilnehmer ĂŒber 60. ZusĂ€tzlich belegen Untersuchungen, dass SGLT2-Inhibitoren das Risiko um 43 Prozent und GLP-1-Agonisten um 33 Prozent reduzieren.
Auch gegen Krebs hilft die richtige ErnĂ€hrung. Die NHANES-Studie wertete 20 Jahre Daten aus: RegelmĂ€Ăiger Joghurt-Konsum senkt die Wahrscheinlichkeit fĂŒr Darmkrebs um etwa 50 Prozent. Eine Studie von Mass General Brigham aus Februar 2025 bestĂ€tigt: Zwei Portionen Joghurt pro Woche reduzieren bestimmte Formen des proximalen Darmkrebses um 20 Prozent.
Das ist besonders relevant, weil Darmkrebs bei JĂŒngeren zunimmt. Bei MĂ€nnern zwischen 20 und 29 Jahren stiegen die Raten von 2003 bis 2023 jĂ€hrlich um 3,3 Prozent.
Die Leber leidet ebenfalls. Ăber 20 Millionen Deutsche haben eine Fettleber, so die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Gastroenterologie. Ab 2028 soll eine Zuckersteuer gegensteuern â sie könnte den Krankenkassen bis zu 170 Millionen Euro jĂ€hrlich sparen.
Bluttests und Screening: Neue Chancen in der FrĂŒherkennung
Seit Juli 2026 ist in der EU ein pTau217-Bluttest fĂŒr Demenz verfĂŒgbar. Er arbeitet mit ĂŒber 90 Prozent Genauigkeit und kostet zwischen 100 und 150 Euro.
Bei Prostatakrebs fordern Fachleute ein flĂ€chendeckendes Screening fĂŒr MĂ€nner zwischen 50 und 70 Jahren. Ziel: metastasierte FĂ€lle um 33 Prozent und TodesfĂ€lle um bis zu 50 Prozent senken. In Ăsterreich liegt ein entsprechender Plan vor.
Der neue pTau217-Bluttest erkennt Demenz mit ĂŒber 90% Genauigkeit â ab Juli verfĂŒgbar. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Leitfaden, wie Sie den Test nutzen und mit einfachen Lebensstil-Ănderungen Ihr Risiko senken. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Die Hautkrebszahlen haben sich innerhalb von 20 Jahren verdoppelt. Dermatologe Claas Ulrich kritisiert die geplante Streichung des Screenings ab 35 und fordert bessere VergĂŒtung fĂŒr Vorsorge.
FĂŒr Typ-2-Diabetiker bringt die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) groĂe Vorteile. Studien der American Diabetes Association zeigen: CGM senkt den HbA1c-Wert um etwa ein Prozent und erhöht die tĂ€gliche Zeit im Zielbereich um vier Stunden.
Einsamkeit als Risikofaktor: MĂ€nner leben kĂŒrzer
Psychische Gesundheit und soziale Bindungen beeinflussen die Lebenserwartung von MĂ€nnern massiv. Psychologin Iris Wahring von der UniversitĂ€t Wien erklĂ€rt: MĂ€nner haben nicht weniger Freunde, aber seltener enge, emotionale Bindungen. Einsamkeit â hĂ€ufig bei MĂ€nnern ohne feste Partnerschaft â begĂŒnstigt Depressionen und verkĂŒrzt das Leben.
Die Deutsch-Ăsterreichische Klosterstudie unter Marc Luy untermauert das. OrdensmĂ€nner leben deutlich lĂ€nger als MĂ€nner auĂerhalb von Klöstern. Der Lebenserwartungsunterschied zwischen MĂ€nnern und Frauen von 4,45 Jahren wird im Kloster fast vollstĂ€ndig ausgeglichen. Entscheidend sind Gemeinschaft, geregelter Tagesablauf und eine spirituelle Aufgabe.
Hitze, Bluthochdruck, Diabetes: Die stillen Killer
Einsamkeit ist ein unterschĂ€tzter Risikofaktor fĂŒr MĂ€nner â sie begĂŒnstigt Depressionen und verkĂŒrzt die Lebenserwartung. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie soziale Bindungen stĂ€rken und mit der MIND-DiĂ€t Ihr Alzheimer-Risiko um bis zu 35% senken. Lebensstil-Leitfaden jetzt sichern
Umweltrisiken wie extreme Hitze werden zur Gefahr. Ein RKI-Bericht vom 9. Juli 2026 zĂ€hlt fĂŒr Juni 2026 in Deutschland 5.100 Hitzetote. Kardiologe Andreas Meyer-Wernecke rĂ€t zu erhöhter FlĂŒssigkeitsaufnahme, um Herz-Kreislauf-Komplikationen zu vermeiden.
Apothekenketten bauen ihre Angebote zur Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und HarnsĂ€ure aus. Der Grund: NichtĂŒbertragbare Krankheiten verursachen 80 Prozent aller TodesfĂ€lle. In Deutschland sind rund 12 Millionen Menschen von Bluthochdruck und etwa 7 Millionen von Diabetes betroffen.
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