Demenzpflege, Königin

Demenzpflege: Königin Silvia ehrt 19 geschulte Mitarbeiter aus Lörrach

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 10:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kliniken und Pflegeeinrichtungen setzen auf gezielte Qualifizierung, kreative Betreuungsangebote und neue Fachrollen für Menschen mit Demenz.

Demenzpflege: Schulungen, neue Angebote und spezialisierte Rollen
Symbolbild: Schachbrett mit Figuren Illustration mit AI erstellt.

Schwedens Königin Silvia überreichte Diplome an 19 Mitarbeiter der Lörracher Kliniken für deren Qualifikation im Umgang mit Demenzkranken. Die Ehrung unterstreicht eine Entwicklung, die sich in zahlreichen Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege abzeichnet: Die Begleitung von Menschen mit kognitiven Einschränkungen erfordert zunehmend spezifisches Fachwissen, strukturierte Methoden und fundierte Schulungen des Personals.

Spezifische Schulungen und methodische Ansätze

Neben klassischen Pflegekonzepten etablieren Einrichtungen neue Formate, um Fach- und Betreuungskräfte gezielt zu schulen. Am 7. Oktober 2026 startete im Seniorenzentrum St. Peter in Mülheim-Kärlich die Präventionsmaßnahme „Es war einmal … MÄRCHEN UND DEMENZ“, initiiert von der Alexianer Aachen ViaNobis.

Im Rahmen dieses Projekts werden Mitarbeitende zu zertifizierten Märchenvorlesern ausgebildet. Das Angebot für die Bewohner umfasst vier analoge und acht virtuelle Märchenstunden und wird vollständig von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland finanziert.

An derselben Maßnahme beteiligen sich auch die Seniorenhäuser Nastätten und Boppard. Sowohl im Wohnpark am Paulinenstift in Nastätten als auch im Wohnstift zum Heiligen Geist, Belgrano, in Boppard wurde Betreuungs- und Pflegepersonal zu zertifizierten Märchenvorlesern geschult.

Die Auftaktveranstaltung fand im Wohnpark am Paulinenstift statt. Neben den Vorlesestunden kommen sogenannte Märchenland-Boxen zum Einsatz, die unter anderem ein Märchenbuch, eine Audio-CD, eine DVD, ein Memory-Spiel sowie Ausmalblätter enthalten.

Fortbildungsangebote für Fachkräfte und Angehörige

Fachliche Weiterbildung bildet auch den Schwerpunkt regionaler Bildungsinitiativen. Für den 22. Oktober 2026 kündigten die Volkshochschule Ludwigshafen und der Demenzverbund Ludwigshafen eine dreiteilige Veranstaltungsreihe an, die jeweils von 17 bis 19 Uhr stattfindet.

Johanna Köhler, Fachergotherapeutin für Geriatrie und Gerontopsychiatrie, leitet die Module zu den Grundlagen von Demenz, zur Selbsterfahrung im Demenz-Balance-Modell sowie zu Kommunikation und Unterstützung. Die Teilnahme ist kostenfrei; während der Veranstaltungen wird bei Bedarf eine Betreuung für Demenzkranke angeboten.

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Das 2008 gegründete Netzwerk Demenz Bocholt veranstaltet für den 6. November 2026 einen Kompetenztag Demenz in der Stadtsparkasse Bocholt am Neutorplatz 1. Von 13.30 bis 17.30 Uhr referiert Margarete Stöcker, Trainerin für Mimikresonanz, in zwei Vorträgen über Mimik und nonverbale Signale in der Begleitung von Betroffenen. Anmeldungen nimmt das Seniorenbüro Bocholt bis zum 30. Oktober entgegen.

Neue Rollen und Anforderungen im Versorgungsalltag

Dass Spezialisierung auch in klinischen und institutionellen Strukturen an Gewicht gewinnt, zeigt der Einsatz neuer Berufsrollen. Am Kreiskrankenhaus Demmin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte koordiniert die erste sogenannte „Geri Nurse“ in Mecklenburg-Vorpommern die Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten.

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Das concept verbindet Physiotherapie mit psychologischer Betreuung, um älteren Patienten nach Verletzungen die Rückkehr in das häusliche Umfeld zu ermöglichen.

Auch auf dem Stellenmarkt spiegelt sich der Bedarf wider. Die Gesundheitszentren für das Alter der Stadt Zürich suchen diplomierte Pflegefachpersonen für spezialisierte Wohngruppen, darunter die Pflegewohngruppe Brunnenpark 1 im Quartier Unterstrass mit einem Team von sechs bis zehn Personen sowie die auf Demenz ausgerichtete Pflegewohngruppe Köschenrüti in Zürich Seebach.

Ausgeschrieben sind Dauerstellen mit einem Jahressalär zwischen 85'228 und 113'882 Schweizer Franken bei einem Vollzeitpensum, wobei Zusatzqualifikationen im Demenzbereich ausdrücklich erwünscht sind.

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