DemenzprÀvention: Computerspiel senkt Risiko um 25 Prozent
28.05.2026 - 07:30:27 | boerse-global.deDie Strategien reichen von Hausbesuchen bis zu digitalen Trainingsspielen.
1.000 Beratungen in Köln-Lindweiler
Das Kölner Modell macht Schule. Im Stadtteil Lindweiler verzeichnete ein prĂ€ventives Beratungsangebot allein 2025 ĂŒber 1.000 GesprĂ€che. Das Konzept: Alle BĂŒrger ab 75 Jahren werden aktiv angeschrieben, ab 80 Jahren gibt es Erinnerungen an kostenlose Beratungen zu Vorsorge und Wohnen im Alter. Insgesamt nutzten bereits ĂŒber 18.000 Senioren das System.
ErgĂ€nzend setzt Köln auf soziale Interaktion. Im Stadtteil Weià öffnet das Pfarrheim St. Georg wöchentlich fĂŒr Seniorennachmittage. Ohne Anmeldung können Menschen ab 60 Jahren kommen, spielen und plaudern. RegelmĂ€Ăige Busausfahrten fördern zusĂ€tzlich die soziale MobilitĂ€t.
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Demenznetzwerke zwischen Bremen und Ems
In Oerel ist fĂŒr den 11. Juni eine Informationsveranstaltung geplant. Die Expertin Miriam Steens spricht in der örtlichen Tagespflege ĂŒber den Umgang mit Demenz. Ziel ist der Aufbau eines regionalen Netzwerks fĂŒr Betroffene und Angehörige.
Die Volkshochschule in Lingen geht einen anderen Weg. Im Juni startet dort der Kurs âNetzhelden im Alterâ. Gefördert von der NiedersĂ€chsischen Landeszentrale fĂŒr politische Bildung, sollen Senioren Sicherheit im Internet gewinnen. Bildungsexperten sehen darin einen Beitrag zur geistigen Fitness.
Computerspiel senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
Eine Studie mit rund 3.000 Menschen ĂŒber 65 Jahren liefert beeindruckende Zahlen. Das Computerspiel âDoppelentscheidungâ senkte das Demenzrisiko ĂŒber 20 Jahre um 25 Prozent. Es trainiert gezielt die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns. Die Forscher betonen: Digitale Angebote sollten immer mit einem gesunden Lebensstil einhergehen.
In Ratingen setzt man genau darauf. Die GedĂ€chtnistrainerin Martina Schröder startet Anfang Juni die Reihe âFrisch gedachtâ. Sie kombiniert Denksport mit FitnessĂŒbungen. Das Programm orientiert sich an den Richtlinien des Bundesverbandes GedĂ€chtnistraining und lĂ€uft ĂŒber sechs Monate.
Neben digitalem Training ist auch die körperliche Fitness ein entscheidender Faktor fĂŒr die Gesundheit im Alter. Dieser kostenlose Leitfaden eines renommierten Sportmediziners zeigt Ihnen 17 einfache Ăbungen, die nur 3 Minuten tĂ€glich erfordern und effektiv Beschwerden vorbeugen. Kostenlosen 3-Minuten-Ratgeber hier anfordern
Auch WĂŒrzburg verfolgt diesen Ansatz. Das Projekt âGestaltâ der FAU Erlangen-NĂŒrnberg verbindet Gehen, Spielen und Tanzen fĂŒr Menschen ab 60 Jahren.
Kunst als Therapie gegen Vergessen
Kreative AnsĂ€tze gewinnen an Bedeutung. In DĂŒsseldorf erschien ein Ratgeber, der Kunst als Therapieform fĂŒr Demenzkranke behandelt. Er entstand aus der praktischen Arbeit von Jutta Schmidt und Sophie Voets-Hahne.
Die Kunsthalle Mainz bietet am 17. Juni einen speziellen Rundgang an. Er richtet sich an Demenzkranke und ihre Begleitpersonen.
In MĂŒnchen verbindet ein Workshop Ende Mai Gehirn-Wissen mit JonglierĂŒbungen. Stephan Ehlers zeigt, wie komplexe Bewegungen die Vernetzung von Nervenzellen fördern. In Bad Homburg beleuchtet Raphael Vosen die ZusammenhĂ€nge zwischen Schlaf, ErnĂ€hrung und kognitivem Training.
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