DemenzprÀvention, Kreative

DemenzprÀvention: Kreative Hobbys senken Risiko um 23 Prozent

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 20:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien belegen hohe Belastung Jugendlicher durch soziale Medien. Meditation und kreative Hobbys gelten als wirksame Gegenstrategien.

Digitale Überlastung: Neue Studien zu Jugendlichen und Eltern
Eine Person meditiert in einem hellen, minimalistischen BĂŒro abseits von digitalen GerĂ€ten als Zeichen mentaler Erholung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die mentale Gesundheit wird zur grĂ¶ĂŸten Herausforderung der digitalen Gesellschaft. Aktuelle Studien zeigen: 72 Prozent der Jugendlichen fĂŒhlen sich durch soziale Medien abgelenkt, wĂ€hrend gleichzeitig neue Gegenbewegungen entstehen.

Alarmierende Zahlen bei Jugendlichen

Die JIMplus-Studie 2026 befragte 14- bis 17-JĂ€hrige zu ihrem digitalen Wohlbefinden. Das Ergebnis: 55 Prozent fehlt Zeit fĂŒr Erholung, 40 Prozent berichten von nachlassender Konzentration. Trotzdem nutzen 82 Prozent soziale Medien als Wissensquelle – und stoßen dabei auf massive Probleme. 71 Prozent sahen Fake News, 43 Prozent extreme Inhalte und 40 Prozent Hate Speech.

Auch Eltern geraten unter Druck. Das Deutsche Zentrum fĂŒr Psychische Gesundheit (DZPG) befragte 1.639 MĂŒtter und VĂ€ter: 24 Prozent leiden unter erhöhten Stresssymptomen. Knapp ein Drittel fĂŒhlt sich ĂŒberfordert, NutzungsbeschrĂ€nkungen durchzusetzen. Besonders problematisch: Eltern mit suchtartigem Nutzungsverhalten unterstĂŒtzen Verbote seltener.

Meditation als mentale Hygiene

Als Gegenmittel gewinnt Meditation an Bedeutung. Schwester Beate vom Bistum Essen betont: „Meditation ist kein passives Entspannen, sondern ein aktiver Prozess.“ Schon drei Minuten tĂ€glich reichen – entscheidend ist die RegelmĂ€ĂŸigkeit. Bewusste Atmung und gezieltes Innehalten helfen, die KonzentrationsfĂ€higkeit zurĂŒckzugewinnen.

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Der Trend wird durch Neurotechnologie verstĂ€rkt. GerĂ€te wie Neurostimulatoren, Lichtbrillen oder Meditations-Headsets versprechen bewusste Erholung per Biofeedback. Eine Analyse des Unternehmens Muse mit 53.000 Sitzungen von 189 Nutzern zeigt: RegelmĂ€ĂŸiges Gehirntraining beeinflusst die Aufmerksamkeit stĂ€rker als das biologische Alter. Nutzer in ihren 60ern und 70ern schnitten besser ab als unregelmĂ€ĂŸige Nutzer in ihren 30ern und 40ern.

Kreative Hobbys senken Demenzrisiko

Nicht nur Meditation hilft. Handwerkliche TĂ€tigkeiten erweisen sich als wirksames Mittel gegen digitale Überreizung. Eine Studie aus England mit ĂŒber 7.000 Erwachsenen belegt: Kreativ aktive Menschen berichten von höherem Wohlbefinden. Eine Metaanalyse in der Fachzeitschrift Neurology mit Daten von ĂŒber zwei Millionen Menschen zeigt: Geistig anregende Hobbys wie Stricken, HĂ€keln oder Musikinstrumente senken das Demenzrisiko um 23 Prozent.

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Politik und Initiativen reagieren

In Florenz entsteht das erste italienische Fachzentrum fĂŒr digitale Entschleunigung. Das Projekt „Discover – Fuori dal guscio“ richtet sich an 10- bis 25-JĂ€hrige und bietet Medienbildung sowie soziale AktivitĂ€ten ohne digitale GerĂ€te. Eröffnung ist nach dem Sommer 2026.

In Deutschland fordert Familienministerin Karin Prien eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren fĂŒr soziale Medien. Eine Expertenkommission legte 56 Handlungsempfehlungen vor – darunter die Forderung, suchtverstĂ€rkende Funktionen bei Plattformen standardmĂ€ĂŸig zu deaktivieren. Parallel dazu startete ein Elternpakt in Köln unter dem Motto „Erst Smart, dann Phone“. Ziel: Kinder möglichst bis zum Ende der Grundschulzeit kein eigenes Smartphone geben. Hintergrund: Laut Postbank besitzen bereits 54 Prozent der 9- bis 12-JĂ€hrigen ein eigenes GerĂ€t.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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