DemenzprÀvention: WHO identifiziert 45% vermeidbare Risikofaktoren
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 05:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Versorgung von Menschen mit Demenz wird umfassender â mit neuen ambulanten Programmen, aktualisierten WHO-Leitlinien und besserer FrĂŒherkennung.
Spitex Höfe startet GedÀchtnistraining
Die Organisation Spitex Höfe fĂŒhrt ein neues GedĂ€chtnistraining fĂŒr Menschen mit Demenz ein. Das Programm entstand in Kooperation mit den Pflegezentren Freienbach. Roland Mazenauer leitet das Angebot.
Ziel ist es, die kognitiven FÀhigkeiten der Patienten gezielt zu fördern. Gleichzeitig sollen pflegende Angehörige entlastet werden und mehr FreirÀume bekommen.
Spitex Linth baut KapazitÀten aus
Auch die Spitex Linth erweitert ihr Angebot. Das Unternehmen feiert im September 2026 zehnjĂ€hriges Bestehen am neuen Standort in Uznach. Bereits im Juni eröffnete es eine regionale Informations- und Beratungsstelle fĂŒr Altersfragen.
Neben der allgemeinen Pflege umfasst das Portfolio spezialisierte Bereiche: Dementia Care, Palliative Care und ein Team zur SturzprÀvention. Die personelle StÀrkung zeigt sich auch durch den erfolgreichen Abschluss von Fiona Zuppiger, die ihre Ausbildung zur Fachperson Gesundheit EFZ beendete.
WHO aktualisiert PrÀventionsleitlinien
Die Weltgesundheitsorganisation hat Mitte Juli 2026 ihre Leitlinien zur DemenzprÀvention aktualisiert. Die Botschaft: Bis zu 45 Prozent der Demenzrisiken sind durch beeinflussbare Faktoren bedingt.
Weltweit leben rund 57 Millionen Menschen mit Demenz. Die PrimÀrprÀvention gewinnt damit enorm an Bedeutung.
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Die WHO-Experten identifizierten mehrere SchlĂŒsselfaktoren: regelmĂ€Ăige Bewegung, gesunde ErnĂ€hrung und soziale AktivitĂ€ten senken das Risiko. Neu aufgenommen wurden der Schutz vor Luftverschmutzung und die konsequente Nutzung von HörgerĂ€ten bei Hörverlust.
Auch die Behandlung von Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Ăbergewicht und Depressionen ist zentral. Von VitaminprĂ€paraten oder NahrungsergĂ€nzungsmitteln zur Risikosenkung raten die Experten dagegen ab.
Bluttests ermöglichen FrĂŒherkennung
Seit Mai 2026 verfĂŒgen zwei Bluttests auf Basis des Biomarkers pTau217 ĂŒber eine CE-Zertifizierung. Sie erkennen Alzheimer, bevor ausgeprĂ€gte Symptome auftreten.
In der Schweiz leben schÀtzungsweise 100.000 Menschen mit Alzheimer-Diagnose. Die Tests sind hier bereits einsetzbar. Fachleute empfehlen die Anwendung derzeit primÀr bei symptomatischen Patienten. Die Kosten pro Test liegen bei rund 50 Franken.
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Demenz-Café in Greven geplant
Neben medizinischen Fortschritten gewinnen niederschwellige Begegnungsangebote an Bedeutung. Die Malteser planen fĂŒr September 2026 ein Demenz-CafĂ© in Greven.
Solche Initiativen basieren hĂ€ufig auf dem Silviahemmet-Ansatz. Sie bieten Raum fĂŒr sozialen Austausch durch gemeinsames Singen, Spielen und biografisches ErzĂ€hlen â begleitet von geschultem Personal. Diese soziale Integration gilt als wesentlicher Faktor gegen die Isolation von Erkrankten und ihren Familien.
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