Depemokimab, Ultra-lang

Depemokimab: Ultra-lang wirkendes Asthma-Mittel mit nur 2 Spritzen

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 11:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien zeigen Fortschritte bei Asthma: Synthetisches Peptid, neuer JAK-Inhibitor und ultra-lang wirkendes Biologikum Depemokimab.

Neue Asthma-Therapien: Peptid, JAK-Hemmer und Biologika im Fokus
Nahaufnahme einer molekularen Struktur, die mit Zellen interagiert und einen neuen Wirkmechanismus gegen Asthma darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Juli 2026 zeigen mehrere Studien und klinische Entwicklungen ein breites Spektrum neuer Ansätze – von synthetischen Peptiden über Vitamin-Metaboliten bis zu ultra-lang wirkenden Biologika.

Synthetisches Peptid greift Entzündungskette an

Ein Team der Universität Bonn und des Forschungszentrums Borstel hat einen neuen Ansatz gegen allergisches Asthma identifiziert. Wie eine heute in Advanced Science veröffentlichte Studie zeigt, spielt das NLRP3-Inflammasom eine zentrale Rolle bei Entzündungsreaktionen in den Atemwegen.

Die Forscher entwickelten das synthetische Peptid Pep19-2.5, das diesen Proteinkomplex gezielt hemmt. Im Mausmodell führte der Wirkstoff zu einer deutlichen Abschwächung der Entzündung und verbesserte die Lungenfunktion. Die beteiligten Institute haben bereits ein Patent angemeldet. Der Ansatz könnte künftig direkt an der Wurzel der Entzündungskette ansetzen.

Kinaset startet Phase-2b-Studie zu Frevecitinib

Parallel zur Grundlagenforschung schreitet die klinische Entwicklung neuer Wirkstoffe voran. Das Unternehmen Kinaset Therapeutics gab den Start der Phase-2b-Studie PANAIRAMA für Frevecitinib bekannt – einen inhalierten pan-JAK-Inhibitor für Patienten mit schwerem Asthma.

Erste Phase-1-Daten zeigten eine Reduktion des fraktionierten exhalierten Stickstoffs (FeNO) sowie ein günstiges Sicherheitsprofil. Die aktuelle Studienphase dient der Ermittlung der optimalen Dosierung für Phase 3.

Nur zwei Spritzen pro Jahr: Depemokimab in Spanien eingeführt

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Wer unter Typ-2-Asthma leidet, kennt die Belastung durch häufige Spritzen und Arztbesuche. Mit Depemokimab steht nun ein ultra-lang wirkender Biologikum zur Verfügung, der nur zwei Dosen pro Jahr erfordert – basierend auf den Phase-3-Studien SWIFT und ANCHOR. Jetzt kostenlosen Report zu Depemokimab anfordern

Auch bei den Biologika gibt es Bewegung. In Spanien kam mit Depemokimab (Handelsname Exdensur) ein ultra-lang wirkendes Präparat für Typ-2-Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen auf den Markt. Das Besondere: Patienten benötigen nur zwei Dosen pro Jahr.

Die Zulassung basiert auf den Phase-3-Studien SWIFT und ANCHOR. Sie zeigten eine signifikante Verringerung von Exazerbationen und eine Verbesserung der Polypen-Werte.

Vitamin-E-Metaboliten: Doppelte Wirkung entdeckt

Einen ungewöhnlichen Forschungsansatz verfolgen Wissenschaftler der Universität Graz. Das Team um Lipidforscher Andreas Koeberle identifizierte langkettige Vitamin-E-Metaboliten (LCM) mit entzündungshemmenden und heilungsfördernden Eigenschaften.

In einer Publikation in Acta Pharmaceutica Sinica B vom Juli 2026 beschreiben die Forscher, wie die Metaboliten in Mausmodellen und menschlichen Immunzellen die Zahl entzündlicher Zellen reduzierten und gleichzeitig Makrophagen zur Gewebeheilung anregten. Die Moleküle weisen strukturelle Ähnlichkeiten zu Inhaltsstoffen der Bitterkola auf.

Real-World-Daten ergänzen die Forschung

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Haben Sie trotz bestehender Therapie immer wieder Asthma-Exazerbationen? Der neue Biologikum Depemokimab reduziert nachweislich die Anzahl schwerer Anfälle – mit nur zwei Spritzen pro Jahr. Erfahren Sie in unserem Report, ob diese Behandlung für Sie infrage kommt. Report zu Depemokimab jetzt sichern

Neben neuen Wirkstoffen bleibt die Analyse bestehender Therapien wichtig. Regeneron und Sanofi schlossen Mitte Juli eine prospektive Beobachtungsstudie (NCT04567890) zu Dupixent bei Asthma ab. Solche Real-World-Daten sind entscheidend, um Wirksamkeit und Sicherheit außerhalb kontrollierter Studien zu bewerten.

Für die Akutbehandlung stehen weiterhin bewährte Kombinationspräparate wie Berodual N (Fenoterol/Ipratropium) zur Verfügung. Die Fachinformation weist auf eine maximale Dosierung von zwölf Hüben pro Tag hin, mögliche Nebenwirkungen sind Husten, Tremor oder Tachykardie. Die Weiterentwicklung der Asthmatherapie zielt darauf ab, solche Nebenwirkungen durch präzisere Wirkmechanismen zu minimieren und die Lebensqualität durch verlängerte Behandlungsintervalle zu steigern.

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