USA, Computer

Anthropic-Chef: Regierung sollte riskante KI stoppen können

11.06.2026 - 04:56:47 | dpa.de

Der OpenAI-Rivale Anthropic spricht sich schon länger für eine härtere Regulierung der KI-Entwicklung aus. Jetzt fordert Firmenchef Dario Amodei sogar eine Notbremse für die Regierung.

Anthropic-Chef Dario Amodei findet, dass Regierungen die Macht haben sollten, gefährliche KI blockieren zu können. (Archivbild) - Bild: Andrej Sokolow/dpa
Anthropic-Chef Dario Amodei findet, dass Regierungen die Macht haben sollten, gefährliche KI blockieren zu können. (Archivbild) - Bild: Andrej Sokolow/dpa

Der Chef der KI-Firma Anthropic hat sich dafür ausgesprochen, dass Regierungen gefährliche Künstliche Intelligenz stoppen können sollten. Leistungsstarke KI-Modelle müssten auf Risiken geprüft werden, forderte Dario Amodei in einem Blogbeitrag. Dabei solle es um Bereiche wie Cybersicherheit, Biowaffen und einen möglichen Verlust der Kontrolle über die Systeme gehen. Das umfasse auch eine automatisierte Weiterentwicklung der Software, die diese Risiken verstärken könnte.

Solche Untersuchungen könnten von einer Regierungsorganisation vorgenommen werden, die etwa einer Flugaufsicht ähnlich wäre, schrieb Amodei. Alternativ könnten es von der Regierung beauftragte private Prüfer sein. Anthropic spricht sich schon länger für eine stärkere Regulierung der KI-Industrie aus und wurde dafür bereits aus Teilen der KI-Branche und dem Weißen Haus kritisiert.

Anthropic ist mit seiner KI-Software Claude der schärfste Konkurrent des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. Die Firma sorgte jüngst für Aufsehen mit dem KI-Modell Mythos, das zum Teil über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Schwachstellen in viel genutzter Software aufspüren kann. Das verstärkte die Sorge, dass Künstliche Intelligenz für verheerende Cyberangriffe verwendet werden könnte.

de | wissenschaft | 69518291 |

Weitere Meldungen

Was den SpaceX-Börsengang besonders macht. Seine Weltraumfirma SpaceX hat zwar wenig Geschäft und hohe Verluste - aber sie sollen eine Riesen-Bewertung in Erwartung künftiger Erfolge akzeptieren. Elon Musk lädt zu einer großen Börsenwette ein. (Wissenschaft, 11.06.2026 - 03:30) weiterlesen...

Anthropic macht Top-KI-Modell mit Einschränkungen verfügbar. Jetzt gibt es eine Version mit Beschränkungen. Mit dem KI-Modell Mythos hat der OpenAI-Konkurrent Anthropic die Tech-Branche aufgeschreckt, weil es über Jahre unentdeckte Software-Schwachstellen fand. (Wissenschaft, 09.06.2026 - 20:13) weiterlesen...

EU-Zwangsmaßnahme: WhatsApp muss andere KI-Anbieter zulassen. Andere Anbieter müssen zahlen. Brüssel fürchtet bleibende Nachteile - und greift ein. Der Messenger-Marktführer WhatsApp bietet Nutzern die Künstliche Intelligenz «Meta AI» an. (Wissenschaft, 09.06.2026 - 17:23) weiterlesen...

Ex-Krypto-König Bankman-Fried beantragt Begnadigung. Als verurteilter Betrüger will er begnadigt werden - aber erst nach Ablauf der Haftstrafe. Einst wurde Sam Bankman-Fried als Finanzgenie und Galionsfigur einer Zukunftswelt des Digitalgelds gefeiert. (Wissenschaft, 09.06.2026 - 11:00) weiterlesen...

iPhones in EU ohne KI-Siri - Apple greift Kommission an. Der Konzern kritisiert die EU-Kommission. Apple macht einen neuen Anlauf bei Künstlicher Intelligenz - doch Nutzer in der EU bekommen auf iPhones und iPads keinen Zugang zu vielen neuen Funktionen. (Wissenschaft, 09.06.2026 - 08:04) weiterlesen...

OpenAI beantragt Börsengang - Details bleiben geheim. Zugleich signalisiert die Firma aber auch, dass man sich damit Zeit nehmen wolle. Der ChatGPT-Entwickler OpenAI nimmt Kurs auf die Börse. (Wissenschaft, 09.06.2026 - 04:26) weiterlesen...