Erste FĂ€lle von Oropouche-Fieber in Deutschland
01.08.2024 - 17:44:55 | dpa.deIn Deutschland sind die ersten FĂ€lle von Oropouche-Fieber (OF) registriert worden. Betroffen seien zwei Menschen aus Sachsen und Baden-WĂŒrttemberg, die beide aus Kuba zurĂŒckgekehrt seien, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen «Epidemiologischen Bulletin».Â
«Es sind die ersten bekanntgewordenen OF-Patienten in Deutschland», heiĂt es weiter. Beide hĂ€tten sich in Kuba infiziert und noch wĂ€hrend ihres Auslandsaufenthaltes Ende Juni und Anfang Juli Fieber, Kopf-, Muskel-, Gelenk- und Gliederschmerzen entwickelt. Tests in Deutschland bestĂ€tigten demnach typische Antikörper gegen das Oropouche-Virus. Der Verlauf der Erkrankung war den Angaben zufolge bei beiden Betroffenen unkompliziert.
In SĂŒd- und Mittelamerika hĂ€ufen sich laut RKI AusbrĂŒche von Oropouche-Fieber seit Ende 2022. Brasilien hat im laufenden Jahr schon mehr als 7.000 laborbestĂ€tigte FĂ€lle registriert - und auch mindestens zwei TodesfĂ€lle in Zusammenhang mit dem Virus.Â
«In Europa wurden bisher nur reiseassoziierte FĂ€lle bekannt», schreibt das RKI. «Italien und Spanien meldeten in den letzten Wochen eine geringe Zahl von FĂ€llen bei ReiserĂŒckkehrenden aus Kuba und Brasilien.»
Ăbertragen wird das Virus vor allem durch spezielle MĂŒcken, die es jedoch in Europa nicht gebe, heiĂt es weiter. Eine Ăbertragung sei bisher in Europa nicht beobachtet worden, und es sei unklar, ob das Virus ĂŒberhaupt durch eine europĂ€ische MĂŒckenart ĂŒbertragen werden könnte. Nach jetzigem Kenntnisstand sei eine Weiterverbreitung in Deutschland sehr unwahrscheinlich, betont die Behörde.
«Das OF geht mit einer Dengue-Àhnlichen Symptomatik einher», schreibt das RKI und verweist auf einen meist milden Verlauf. «Zu den hÀufigsten Symptomen zÀhlen Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, in seltenen FÀllen kann es zu einer aseptischen Meningitis oder Meningoenzephalitis kommen.» Möglicherweise könne das Virus Fehlbildungen bei Ungeborenen verursachen. Deshalb sollten Schwangere unter UmstÀnden auf Reisen in aktuelle Ausbruchsgebiete verzichten.
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