Deutsche Telekom: 60 Prozent der Kundenanfragen laufen über KI
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 11:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Tim Höttges, hat sich in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin gegen anhaltenden Pessimismus ausgesprochen. Statt in einer Negativspirale zu verharren, brauche das Land mehr Zuversicht und Tatkraft. Höttges betonte, er freue sich über jede Baustelle, da diese ein sichtbares Zeichen für Veränderung sei und belege, dass notwendige Vorhaben aktiv angepackt würden.
Künstliche Intelligenz als Hebel gegen den demografischen Wandel
Besonderes Potenzial für den künftigen Wohlstand sieht der Telekom-Chef in neuen Technologien. Laut Medienberichten vom 20. September 2026 bezeichnete Höttges künstliche Intelligenz als das größte Geschenk zu seinen Lebzeiten. Deutschland erhalte damit die Chance, bestehende Kompetenzlücken – beispielsweise in der Softwareentwicklung – zügig zu schließen und die gesamtwirtschaftliche Produktivität maßgeblich zu steigern.
Als wesentlichen Treiber für den Technologieeinsatz nannte Höttges den demografischen Wandel. Durch den Renteneintritt geburtenstarker Jahrgänge stehe dem Arbeitsmarkt künftig eine spürbar geringere Zahl an Erwerbstätigen gegenüber, während die Zahl der Ruheständler steige.
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Künstliche Intelligenz sei ein entscheidendes Instrument, um diesen Mangel an Arbeitskräften abzufedern. Während Routinetätigkeiten zunehmend automatisiert und reduziert würden, entstünden gleichzeitig neue Berufsfelder und Aufgabenbereiche.
Klare Regeln für Systeme und Software-Agenten gefordert
Trotz seiner optimistischen Grundhaltung warnte der Manager vor einer naiven Herangehensweise an die Technologie. Höttges sprach sich dafür aus, künstliche Intelligenz zu demokratisieren und durch verbindliche Vorgaben zu zähmen. Um einen verlässlichen Rahmen zu gewährleisten, seien klare regulatorische Standards erforderlich. Dies gelte insbesondere für eigenständig agierende KI-Agenten, für die gesonderte Spielregeln definiert werden müssten.
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Hohe Automatisierungsquote im eigenen Kundenservice
Dass der Einsatz von Automatisierung längst im operativen Alltag angekommen ist, verdeutlichte Höttges anhand von Zahlen aus dem eigenen Haus. Auf der Digital X führte der Konzernchef aus, dass bei der Deutschen Telekom inzwischen rund 60 Prozent der Kundenanfragen über KI-Assistenten abgewickelt werden. Das Praxisbeispiel zeigt, wie technologiebasierte Systeme bereits heute dazu beitragen, Geschäftsprozesse in großem Umfang effizienter zu gestalten.
