Dhanwantharam Thailam: Ayurveda-Öl gegen chronische Gelenkschmerzen
12.06.2026 - 22:11:40 | boerse-global.de
Es kommt vor allem bei neurologischen und muskuloskelettalen Beschwerden zum Einsatz.
Was das Öl können soll
Dhanwantharam Thailam gilt in der ayurvedischen Lehre als zentrales Mittel gegen sogenannte Vata-Beschwerden. Dazu zählen chronische Gelenkschmerzen und ausgeprägte Muskelsteifheit. Die Formulierung wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.
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Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der postnatalen Pflege. Das Öl soll nach der Geburt die Regeneration des Bewegungsapparates unterstützen. Die traditionelle Zusammensetzung zielt darauf ab, das energetische Gleichgewicht im Körper zu fördern und degenerative Prozesse zu verlangsamen.
FDA stoppt Importe von Dabur India
Doch während das Interesse an traditionellen Heilmitteln wächst, greifen Behörden härter durch. Die US-Arzneimittelbehörde FDA verhängte einen Importstopp gegen eine Produktionsstätte von Dabur India in Silvassa. Grund sind erhebliche Mängel in der Datenintegrität und Hygienestandards in den Lagerräumen. Betroffen sind vor allem Exporte für den US-Markt.
In Indien selbst zeigt sich ein widersprüchliches Bild. Die Behörden im Bundesstaat Maharashtra pausieren vorerst Razzien gegen Produzenten wie Patanjali Ayurved. Der Bombay High Court nahm eine entsprechende Zusicherung der Aufsichtsbehörden entgegen. Hintergrund: Die Zentralregierung arbeitet an einer einheitlichen Regulierung für Ayurveda-Produkte, um Kennzeichnung und Vermarktung transparenter zu gestalten.
Thailand setzt auf traditionelle Medizin
Thailand geht einen anderen Weg. Mitte Juni beriet das Repräsentantenhaus ein Gesetzesvorhaben zur Förderung der traditionellen Medizin. Ziel ist es, den Kräutersektor rechtlich besser abzusichern. Der Markt erreichte 2023 ein Volumen von 56 Milliarden Baht und verzeichnete zuletzt zweistellige Wachswachstumsraten.
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Alternativen zu Opioiden gefragt
Die Diskussion um Dhanwantharam Thailam fällt in eine Zeit des Wandels auf dem Schmerzmittelmarkt. In Deutschland werden jährlich rund 20 Millionen Opioid-Rezepte ausgestellt. Die Suche nach nebenwirkungsarmen Alternativen nimmt zu.
Das Münchner Unternehmen Vertanical erhielt in den letzten Tagen die Zulassung für ein cannabisbasiertes Medikament gegen chronische neuropathische Schmerzen. Zwölfmonatige Studien deuten auf eine signifikante Schmerzreduktion bei geringeren Nebenwirkungen hin. Die Markteinführung in Deutschland und Österreich ist für September 2026 geplant.
Apothekenreform bringt mehr Kompetenzen
Auch die Versorgung von Schmerzpatienten verändert sich. Der Bundesrat billigte eine Apothekenreform, die Apothekern mehr Befugnisse einräumt. Sie dürfen künftig Folgerezepte für chronisch Kranke vereinfacht ausstellen und bestimmte Impfungen durchführen.
Kritik kommt von der Deutschen Rheuma-Liga. Die Organisation fordert Anpassungen bei der Gesetzgebung zur Beitragsstabilität. Steigende Zuzahlungen für Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen müssten verhindert werden. Die Warnung: Pauschale Kürzungen ohne Folgenprüfung träfen vor allem die Betroffenen.
