Diabetes, Psyche

Diabetes und Psyche: 80% der Betroffenen leiden unter Burnout

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 17:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Insulet und die App Calm lancieren gemeinsame Achtsamkeitsinhalte für Diabetiker. Erste Nutzer melden weniger Stress und besseren Schlaf.

Insulet und Calm: Neue Meditationen speziell für Diabetiker
Hände halten ein Smartphone mit einer Meditations-App, im Hintergrund ist ein Blutzuckermessgerät auf einem Arm zu sehen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Gemeinsam bringen sie spezielle Meditationsinhalte für Menschen mit Diabetes auf den Markt. Die Kooperation wurde am 14. Juli 2026 bekannt gegeben.

Psychische Belastung bei Diabetes ist enorm

Die Zahlen sind alarmierend: Weltweit leiden 359 Millionen Menschen unter Angststörungen. Für Diabetiker ist das Risiko um 20 Prozent höher als im Durchschnitt. Eine globale Studie von Insulet zeigt die konkreten Auswirkungen.

66 Prozent der Diabetiker berichten von schlechterem Schlaf durch diabetesbedingten Stress. Bei Pflegepersonen sind es immerhin noch 46 Prozent. Der Bedarf an psychologischer Unterstützung ist riesig: 62 Prozent der Typ-1- und 60 Prozent der Typ-2-Diabetiker wünschen sich Hilfe, die auch die mentale Gesundheit abdeckt.

Manoj Raghunandanan, Chief Growth Officer bei Insulet, bringt es auf den Punkt: „Nahezu 80 Prozent der Betroffenen leiden unter einem Burnout, ausgelöst durch die ständige emotionale Belastung der Erkrankung."

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„Mindfulness in Range" – erste MedTech-Partnerschaft für Calm

Die Zusammenarbeit ist eine Premiere: Noch nie hat die Meditations-App mit einem MedTech-Unternehmen zusammengearbeitet. Unter dem Titel „Mindfulness in Range" veröffentlichten Insulet und Calm eine Sammlung kostenloser Tools. Dazu gehören geführte Meditationen, Atemübungen und eine Einschlafgeschichte.

Das Model Lila Moss, die selbst mit Typ-1-Diabetes lebt und das Omnipod-System von Insulet nutzt, unterstützt das Projekt. Ihre Botschaft: „Die Erkrankung kann im Alltag sehr präsent sein und viel geistige Kapazität beanspruchen. Es ist wichtig, Momente der Ruhe zu finden."

Dr. Chris Mosunic, Chief Clinical Officer bei Calm, erklärt den Ansatz: „Achtsamkeitsübungen können die kognitive Belastung und den emotionalen Stress reduzieren."

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Erste Erfolge: Weniger Stress, besserer Schlaf

Die ersten Nutzerdaten sind vielversprechend. 39 Prozent der Anwender von Achtsamkeitstools in der Diabetes-Community berichten von weniger Stress. 33 Prozent verzeichnen eine Verringerung von Angstgefühlen und Schlafproblemen.

Für Insulet ist die Partnerschaft auch wirtschaftlich interessant. Das Unternehmen steckt in einer Wachstumsphase: Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz mit dem Omnipod-System um 36,9 Prozent auf 758,4 Millionen US-Dollar. Die Integration von mentalen Wellness-Komponenten könnte die Nutzerbindung weiter stärken.

Die neuen Inhalte sind weltweit über die entsprechenden App-Plattformen verfügbar.

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