Mecklenburg-Vorpommern, DĂ€nemark

Umweltministerium: Wal bleibt voraussichtlich in DĂ€nemark

18.05.2026 - 12:00:05 | dpa.de

Die aufsehenerregende Reise eines Buckelwal endete letztlich vor einer dĂ€nischen Insel. Dort wird er wohl bleiben. Weitere Erkenntnisse ĂŒber sein Schicksal könnte ein technisches FundstĂŒck liefern.

Der Buckelwal vor der dÀnischen Insel Anholt wurde anhand eines gefundenen Senders identifiziert. (Archivbild) - Foto: Marcus Golejewski/dpa
Der Buckelwal vor der dÀnischen Insel Anholt wurde anhand eines gefundenen Senders identifiziert. (Archivbild) - Foto: Marcus Golejewski/dpa

Der als «Timmy» bekannte tote Buckelwal wird aller Voraussicht nach vor der dÀnischen Insel Anholt liegen bleiben. Das Tier befinde sich in dÀnischem Gebiet, und die dortigen Behörden gingen davon aus, dass es dort liegenbleibe, sagte ein Sprecher von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium. Der Wal war vor mehr als zwei Wochen lebend von einer privaten Initiative aufwendig Richtung Nordsee abtransportiert worden und strandete rund zwei Wochen spÀter tot vor Anholt.

Man nehme an, dass der Wal schon mindestens eine Woche tot sei, wahrscheinlich lĂ€nger, hieß es vom Ministerium. Der Verwesungszustand wĂŒrde nicht nur einen möglichen Transport, sondern auch eine Untersuchung erschweren. 

Meeresmuseum: Untersuchungen wohl schwierig

Nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums wird es immer schwieriger, das tote Tier zu untersuchen. «Da der Buckelwal bereits einige Zeit tot ist, sind Ă€ußere Verletzungen nicht mehr eindeutig erkennbar», sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Auch eine Analyse der Organe sei inzwischen nur noch sehr begrenzt möglich. Das Tier könne aber auf Netzreste im Maul untersucht werden. Dies mĂŒssten unabhĂ€ngige Fachleute tun.

DafĂŒr mĂŒsste es laut Meeresmuseum allerdings schnell gehen. «FĂŒr eine Untersuchung mĂŒsste das Tier sehr zeitnah in einen Hafen oder an den Strand geschleppt und dort genauer untersucht werden», hieß es. «Nach unserem Kenntnisstand haben die dĂ€nischen Behörden entschieden, dass dies nicht geplant ist.» Ein Abtransport nach Deutschland sei aus logistischen und ZeitgrĂŒnden nicht zielfĂŒhrend.

Ministerium will Sender auswerten

Das Ministerium will sich bemĂŒhen, den am Wal gefundenen Sender zu bekommen und die Daten auszuwerten. Möglicherweise könne man so Erkenntnisse dazu erhalten, wie lange das Tier noch lebte und wo es sich aufgehalten habe. Karin Walter-Mommert, eine der Geldgeberinnen fĂŒr die vorhergehende Bergung von der deutschen KĂŒste, habe dem Ministerium die Möglichkeit einer entsprechenden Auswertung zugesagt. Noch habe die dĂ€nische Umweltbehörde den Sender.

Die dĂ€nische Behörde hatte zuvor schon mitgeteilt, es gebe keine PlĂ€ne, den Wal zu entfernen oder den Kadaver genauer zu untersuchen. Der tote Wal werde derzeit nicht als Problem eingeschĂ€tzt. Außerdem bestehe die Gefahr einer Explosion. Experten zufolge können tote Wale explodieren, weil im Zuge der Verwesung Gase entstehen, die durch die dicke Speckschicht ihrer Haut nicht entweichen können.

Am Wochenende waren BadegĂ€ste auf den Wal geklettert und hatten fĂŒr Fotos posiert, wie auf Aufnahmen des Senders News5 zu sehen war.

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