Dienstgerät, Rückgabe

Dienstgerät vor Rückgabe: Outlook-Konten löschen und Mails endgültig entfernen

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 04:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vor einem Jobwechsel sollten Beschäftigte lokale Nachrichten, Kontoeinstellungen und gespeicherte Zugangsdaten vom Dienstgerät löschen.
Symbolic image: tidy desk with a notebook Illustration mit AI erstellt.

Wer vor einem Arbeitsplatzwechsel steht, sollte private Daten auf dem Dienstgerät sorgfältig bereinigt werden. Fachberichte zur E-Mail-Sicherheit weisen darauf hin, dass insbesondere in lokalen E-Mail-Programmen gespeicherte Nachrichten und Kontoeinstellungen vor der Rückgabe des Geräts vollständig entfernt werden sollten. Andernfalls besteht das Risiko, dass Nachfolger oder Dritte weiterhin Zugriff auf persönliche Korrespondenz und eingehende Mitteilungen erhalten.

Vorgehen in Microsoft Outlook und alternativen Programmen

Um Postfächer in Microsoft Outlook zu leeren, empfiehlt sich die Tastenkombination Strg+A, gefolgt von der Entf-Taste. Anschließend muss der Ordner für gelöschte Objekte zusätzlich per Umschalt+Entf endgültig bereinigt werden. Vor dem Verlassen des Unternehmens sollten zudem die eingerichteten E-Mail-Konten über das Menü „Extras > E-Mail-Konten“ einzeln gelöscht werden.

Bleibt das Konto aktiv, kann ein nachfolgender Nutzer am selben Arbeitsplatz unter Umständen weiterhin Nachrichten empfangen. Für die Sicherung eigener Daten bietet sich der Export von Kontakten und Nachrichten über den Menüpfad „Datei > Importieren/Exportieren“ in eine PST-Datei an.

Nutzer alternativer Clients wie Foxmail können Nachrichten je Konto ebenfalls per Strg+A markieren und per Umschalt+Entf entfernen oder den entsprechenden Mail-Ordner direkt im Installationsverzeichnis leeren.

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Konten lassen sich dort über die Option „Postfach > Löschen“ entfernen, während Adressdaten über den Bereich „Extras > Adressbuch“ exportiert werden können. Bei Webmail-Diensten ist ein vollständiges Ausloggen vor der Übergabe des Geräts erforderlich, um einen Missbrauch gespeicherter Zugangsdaten zu verhindern.

Dezentrale Speicherung und dauerhaftes Löschen

Fachberichte betonen, dass E-Mails dezentral gespeichert werden: Sie liegen sowohl im lokalen E-Mail-Client als auch auf den Servern von Absender und Empfänger. Ein einfacher Löschvorgang verschiebt Nachrichten in der Regel zunächst nur in den virtuellen Papierkorb, aus dem sie wiederhergestellt werden können.

Erst nach dem Leeren des Papierkorbs und dem Überschreiben der dazugehörigen Dateien ist eine Löschung dauerhaft. Der erste Schritt zur Bereinigung besteht daher immer im Auswählen und Entfernen der Mails im Programm selbst, gefolgt vom manuellen Leeren des Papierkorbs.

Wachsende Bedrohung durch Spam und Phishing

Die Notwendigkeit eines bewussten Umgangs mit E-Mails wird durch die Zunahme unerwünschter Werbe- und Schadnachrichten verstärkt. Spam-Server stehen Berichten zufolge meist im Ausland, wodurch strafrechtliche Anzeigen häufig im Sande verlaufen. Gefahren entstehen vor allem durch Phishing-Dateianhänge und in Mails eingebettete Trojaner-Links. Die Folgen reichen von Belästigung über Malware-Verbreitung bis hin zu Identitätsdiebstahl.

Während früher einfache Massenmails dominierten, setzen Absender heute auf rotierende IP-Adressen, gefälschte Absenderzeilen, personalisiertes Phishing und SEO-Poisoning. Auch Spam über SMS nimmt Berichten zufolge spürbar zu.

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Typische Erkennungsmerkmale manipulierter Nachrichten sind unbekannte Absenderadressen, unaufgeforderte Abfragen sensibler Daten, grammatikalische Fehler sowie Link-Ziele, die sich durch das Platzieren des Mauszeigers über dem Link vorab einsehen lassen. Unerwünschte Sendungen sollten direkt im System als Spam markiert werden.

Technische Schutzmaßnahmen und mehrstufige Verteidigung

Auf technischer Ebene raten Experten zu einer mehrstufigen Verteidigungsstrategie:
- Kontoebene: Verwendung von Passwörtern mit mindestens 16 zufälligen Zeichen in Kombination mit Passwortmanagern sowie Zwei-Faktor-Authentifizierung über TOTP anstelle von SMS.

Für den Abruf empfiehlt sich IMAP über Port 993 mit TLS oder Port 143 mit STARTTLS; der Versand sollte über SMTP auf Port 465 mit SSL oder Port 587 mit STARTTLS abgesichert werden.
- Inhaltsebene: Sorgfältige Fünf-Punkte-Prüfung von Absender, Dringlichkeitston, Verlinkungen, Dateianhängen und allgemeiner Plausibilität.

Verdächtige Nachrichten sollten der IT gemeldet statt unkommentiert gelöscht werden.
- Kanalebene: Konfiguration von SPF-Einträgen mit der restriktiven Vorgabe „-all“ statt „~all“, DKIM-Signaturen über Schlüsselpaare sowie DMARC-Richtlinien („none“, „quarantine“ oder „reject“) inklusive Berichtsübermittlung an eine RUA-Adresse zur schrittweisen Verschärfung.
- Datenebene: Einsatz von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung via S/MIME oder OpenPGP, dreistufige Backups sowie regelmäßige Audits von Login-, Änderungs-, Versand- und Weiterleitungsregeln.

Für die serverseitige Abwehr stehen Werkzeuge wie Virenscanner für alle eingehenden Mails, Blacklisting, Whitelisting sowie Greylisting zur Verfügung, bei dem der sendende Server zur erneuten Zustellung aufgefordert wird – was Spam-Server üblicherweise unterlassen.

Zur Prüfung von Absender, Betreff und Nachrichteninhalt kommen Polycid-weight und SpamAssassin zum Einsatz, kombiniert mit Abgleichen gegen Spam-Datenbanken wie b.barracudacentral.org, ix.dnsbl.manitu.net und cbl.abuseat.org sowie eigenen Filtern für Schlagwörter.

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