DigitalCafé in Lennestadt: Senioren erhalten am 28. Oktober Technik-Hilfe
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 08:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn zahlreichen deutschen Regionen gewinnen assistive Technologien und Initiativen fĂŒr digitale Teilhabe zunehmend an Bedeutung. Kommunale TrĂ€ger, gemeinnĂŒtzige Organisationen und Bildungseinrichtungen setzen vermehrt auf praktische Angebote, um Ă€lteren Menschen sowie Personen mit Behinderungen den Zugang zu digitalen Anwendungen und gesundheitsfördernden Hilfsmitteln zu erleichtern.
Praktische Hilfestellung im Alltag und im Gesundheitswesen
Ein Schwerpunkt der regionalen MaĂnahmen liegt auf der Vermittlung digitaler Grundkompetenzen, die fĂŒr die alltĂ€gliche Organisation unverzichtbar geworden sind. In Witten-Annen vermitteln Marcel Guerra-Hartstein, Melissa Sporbeck und Katja Focht in einem speziellen Kurs Ă€lteren BĂŒrgern die eigenstĂ€ndige und sichere Nutzung von Smartphones.
Die Schulung deckt unter anderem die Buchung von Arztterminen ĂŒber Online-Dienste wie Doctolib ab, um Hemmschwellen bei digitalen Angeboten im Gesundheitsbereich abzubauen.
In Eutin engagieren sich SchĂŒler des Johann-Heinrich-VoĂ-Gymnasiums in der Arbeitsgemeinschaft âSchĂŒler helfen Seniorenâ. Die Jugendlichen unterstĂŒtzen Ă€ltere Menschen beim Umgang mit Laptops, Tablets und Smartphones, ĂŒblicherweise donnerstags zwischen 10.20 und 11 Uhr. Das Angebot wird von der BĂŒrgerstiftung Eutin sowie der Karl Gustav JĂŒrgensen Stiftung gefördert, die sich auch an den laufenden Kosten und den EndgerĂ€ten finanziell beteiligt.
Ein weiteres Vorhaben fĂŒr den niedrigschwelligen Austausch findet in Lennestadt-Altenhundem statt: Die LennestĂ€dter Ehrenamtsbörse EiL lĂ€dt fĂŒr Mittwoch, den 28. Oktober 2026, ab 14.30 Uhr zu einem âDigitalCafĂ©â in das DRK-Haus Lendel ein.
Unter der Leitung von Christina BÀumker vom Katholischen Jugendwerk Förderband Olpe beantwortet ein Team erfahrener Senioren konkrete Fragen zur Technik, wobei Teilnehmende ohne vorherige Anmeldung oder Vorkenntnisse eigene Fragestellungen einbringen können.
Assistive Technologien in Pflege und Betreuung
Wer sich mit dem sicheren Einstieg in die digitale Welt befasst, findet in diesem kostenlosen Ratgeber eine verstĂ€ndliche Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung fĂŒr alle grundlegenden Funktionen. Kostenloses iPhone Starterpaket hier herunterladen
Neben Bildungsangeboten finden spezialisierte technische Systeme Eingang in den Pflegealltag. Das Wohn- und Pflegeheim Querum der Arbeiterwohlfahrt in Braunschweig hat das Aktivierungsdisplay Felix von Hello Mirror angeschafft, dessen Finanzierung durch die GlĂŒcksSpirale gefördert wurde.
Die Anlage vereint Ăbungen zur Bewegung, Aktivierung, Entspannung, Biografiearbeit sowie Unterhaltung und lĂ€sst sich ohne technische Vorkenntnisse oder gesonderte Schulungen bedienen. Das Pflegepersonal nutzt das System fĂŒr Einzel- und Gruppenangebote.
Im Haus Karmel in Bethel in Bielefeld setzt Hausleiterin Kira Reimann ein system ein, das einer blinden und kognitiv stark eingeschrĂ€nkten Bewohnerin ĂŒber Scheckkarten und ein iPad-Dock den einfachen Zugang zu Internetinhalten wie Musikvideos ermöglicht.
Im Landkreis Böblingen wiederum brachte das Berliner Projekt âKI-Kompass Inklusivâ den örtlichen Teilhabe-Beirat in den RĂ€umen der GWW GĂ€rtringen mit modernen technologischen AnsĂ€tzen der Inklusionsarbeit in Kontakt.
Kommunale Strukturen und strukturelle Initiativen
Viele Menschen nutzen ihr Smartphone im Alltag oft nur fĂŒr Basisfunktionen, dabei bietet die Technik gerade fĂŒr Senioren enorme Erleichterungen. Dieser Gratis-Ratgeber hilft Ihnen, die vielfĂ€ltigen Möglichkeiten Ihres GerĂ€ts ohne Fachjargon und Stress zu entdecken. Hier das kostenlose Starter-Set fĂŒr Einsteiger sichern
Auch auf behördlicher und verbandlicher Ebene wird die digitale Inklusion strukturell verankert. Der Seniorenbeirat Hilpoltstein hielt am 22. Oktober 2026 seine Herbstvollversammlung im barrierefreien Raum âMaria-Henrietteâ der Hilpoltsteiner Residenz ab.
Nach dem RĂŒcktritt von Petra Möller wurden Friedhelm Reichelt zum ersten Vorsitzenden und Josef Gaukler zum zweiten Vorsitzenden gewĂ€hlt; weitere Vorstandsmitglieder sind Renate Reichelt, Evelyn Bernwieser, Daniela Schuller und Dr. Johannes Ammon.
Yvonne Pahl, seit Februar im stĂ€dtischen Kulturamt hauptamtlich fĂŒr Inklusion und Senioren zustĂ€ndig, stellte dabei die im Jahr 2026 neu hinzugekommene UnterstĂŒtzung Ă€lterer Menschen bei der Smartphone-Nutzung vor. ErgĂ€nzend prĂ€sentierte die EUTB Mittelfranken-SĂŒd ihr kostenfreies Beratungsangebot.
In Freiburg startete der Mobilfunkanbieter Wetell in Kooperation mit der Freiburger Bahnhofsmission ein Projekt, das Menschen in prekĂ€ren Lebenslagen die gebĂŒhrenfreie Nutzung von Mobilfunk ermöglicht, um soziale und digitale Isolation zu verringern.
Auf Landesebene veranstalten das Hessische Ministerium fĂŒr Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege sowie das Hessische Ministerium fĂŒr Digitalisierung und Innovation vom 26. bis zum 30. Oktober 2026 die Aktionswoche âAlter besser machenâ.
Die meist anmeldefreien Online- und PrÀsenzveranstaltungen widmen sich unter anderem digitalen Assistenzsystemen, DemenzprÀvention, Bewegung, ErnÀhrung sowie neuen Wohnformen.
Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz hob dabei die Rolle von PrĂ€vention und Gesundheitsförderung hervor, wĂ€hrend DigitalstaatssekretĂ€r Dr. Nicolas Sölter auf Impulse fĂŒr eine selbstbestimmte Lebensgestaltung im Alter verwies.
