Digitale AuĂenwerbung: 530-Quadratmeter-LED-Wand kommt nach Hamburg
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 07:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
In Warschau und London gingen am Montag neue Rekord-LeinwĂ€nde in Betrieb â Deutschland zieht im September nach.
Der Markt fĂŒr digitale AuĂenwerbung (DOOH) erlebt einen nie dagewesenen Investitionsschub. Gleich mehrere GroĂprojekte wurden am 13. Juli 2026 enthĂŒllt, die neue MaĂstĂ€be in Sachen GröĂe, Technik und immersiver Inszenierung setzen. Allen voran: eine 800 Quadratmeter groĂe 3D-Leinwand mitten in Warschau.
Warschau und London setzen neue MaĂstĂ€be
Am Z?ote Tarasy-Einkaufszentrum in der polnischen Hauptstadt ging mit âWarsaw Stageâ eine dreiseitige LED-Wand in Betrieb, die zu den gröĂten ihrer Art in ganz Europa zĂ€hlt. Betreiber Digital Network spricht von der bislang gröĂten Einzelinvestition des Unternehmens im Premium-AuĂenwerbebereich. Die Dimensionen sind beeindruckend: 84 Tonnen Stahl, 22 Tonnen LED-Module und rund zehn Kilometer Kabel wurden verbaut. Die Anzeige ist speziell fĂŒr anamorphe 3D-Inhalte ausgelegt â also Bilder, die ohne Brille rĂ€umlich wirken.
Parallel dazu feierte in London âThe Canvasâ Premiere â ein 83 Meter breiter digitaler Screen am Emberton Walk, Teil des 1,3 Milliarden Pfund schweren Umbaus des Olympia-GelĂ€ndes. Die Inhalte entstehen mittels Echtzeit-Rendering und kĂŒnstlicher Intelligenz, um kinoreife Geschichten zu erzĂ€hlen.
Ebenfalls am Montag erweiterte sich âThe Manchester Screenâ â bereits jetzt die gröĂte Kombination aus Banner- und Digitaltafel GroĂbritanniens â um neue Formate wie breite Banner-Wraps und Dachinstallationen. Der gesamte britische OOH-Markt spĂŒlte 2025 umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro in die Kassen der Betreiber.
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Hamburg bekommt Deutschlands gröĂte LED-Installation
WĂ€hrend Polen und GroĂbritannien bereits liefern, steht Deutschland kurz vor einem eigenen Paukenschlag. In Hamburg entwickeln Ströer und blowUP media am Spielbudenplatz âThe Lighthouseâ . Ab Mitte September 2026 soll die Anlage mit ĂŒber 530 Quadratmetern LED-FlĂ€che laufen â das wĂ€re Deutschlands gröĂte LED-Installation und zugleich der erste immersive DOOH-Screen des Landes.
Auch der Londoner Leicester Square rĂŒstet auf. Dort entwickelt Soho Estates âThe Curveâ , eine gebogene LED-Wand mit rund 240 Quadratmetern HauptflĂ€che, flankiert von zwei vertikalen Displays. Die Fertigstellung ist fĂŒr Ende des Sommers 2026 geplant.
Hardware wird dĂŒnner, Software vernetzter
Neben den XXL-Projekten treiben Hersteller die Technik voran. Auf der Fachmesse InfoComm 2026 prĂ€sentierte PPDS die Philips Signage 7000 Series UltraSlim â die nach eigenen Angaben dĂŒnnste und leichteste 4K-Digital-Signage-Serie des Unternehmens. Das 65-Zoll-Modell ist nur 30 Millimeter tief, kleinere Varianten kommen auf 28,5 Millimeter. Alle GerĂ€te laufen auf einem Android-16-System-on-a-Chip und sollen ab dem vierten Quartal 2026 ausgeliefert werden.
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Parallel dazu setzt E Ink auf neue E-Paper-Lösungen. Die Spectra 6 soll druckqualitĂ€tsĂ€hnliche Farben liefern, das Modell Marquee ist fĂŒr den AuĂeneinsatz gedacht. Engineering-Muster werden fĂŒr Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Die Kosten bleiben jedoch eine HĂŒrde: Ein 25 bis 32 Zoll groĂer E-Poster-Bildschirm kostet derzeit rund 2.000 Euro.
Im Softwarebereich integrierte FatTail seine AdBook-Plattform in die API von Vistar Media. Werbetreibende können nun DOOH-Inventar planen, buchen und verwalten â alles aus einem System heraus. Und Optisigns launchte eine einheitliche GerĂ€teverwaltungsplattform, die Raumplanung und Digital Signage kombiniert und speziell auf den Mittelstand abzielt.
Der Trend ist klar: Digitale AuĂenwerbung wird gröĂer, dĂŒnner, smarter â und fĂŒr Werbetreibende immer einfacher buchbar.
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